September 7, 2011
Maxi Yacht Rolex Cup http://regattanews.com/event.aspx?eid=192
Porto Cervo, Italy
NUR „Y3K“ ZOG SPI UND DAVON
Mit einem überlegenen Auftaktsieg startete der Hamburger Claus-Peter Offen am Mittwoch (7. September) auf seiner Hochseesegelyacht „Y3K“ in den Maxi Yacht Rolex Cup. Bei starkem Wind vor Porto Cervo auf Sardinien/Italien gewann der Eigner und Steuermann die erste Wettfahrt der Wally-Klasse vor der britischen „Magic Carpet²“ unter Taktiker Jochen Schümann. Bei den Super-Maxis belegt Titelverteidiger Otto Happel mit der „Hetairos“ hinter der „Nilaya“ aus Großbritannien und Hasso Plattner auf der „Visione“ Platz drei.
„Wir haben nach der ersten Wendemarke als einzige einen Spinnaker gesetzt und damit sechs Minuten rausgefahren“, berichtete „Y3K“-Taktiker Thomas Jungblut, „das war der entscheidende Schachzug“. Denn nach dem Start hatte es für die Vorjahressieger zunächst gar nicht so rosig ausgesehen. Nur als Dritter rundete das laut Rennwert schnellste Schiff der Division die Tonne. „Der dann folgende Kurs war eigentlich zu spitz für einen Spigang“, so Jungblut, „aber wir sind mit dem kleinen flachen Spi einfach etwas tiefer gefahren und so im großen Bogen um die anderen herum.“ Mit rund 20 Knoten, also mehr als 35 km/h feuerte die 30,50 Meter lange Wally 100 über das aufgeschäumte Mittelmeer, während die direkten Gegner nur etwa 13 bis 14 Knoten machten.
Im Ziel hatte die internationale Crew aus sechs Nationen zwei Minuten und eine Sekunde Vorsprung vor der etwas kleineren „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen-Jones herausgefahren. Das reichte aber auch nach berechneter Zeit noch locker für Platz eins. Die französische „Ryokan 2“ mit Eigner Philippe Ligier am Ruder schnappte der italienischen Wally 100 „Indio“ (Andrea Recordati) berechnet noch den dritten Podiumsplatz weg. Enttäuschend verlief der Auftakt für Jean Charles Decaux als Neunter mit der Mitfavoritin „J One“ (Großbritannien).
Wegen einer schwierigen Schwerwetterlage, der schon der Vortag ohne Wettfahrten zum Opfer gefallen war, hatte die Regattaleitung vom veranstaltenden Yacht Club Costa Smeralda (YCCS) die ersten Starts um eine Stunde vorgezogen, um ein Zeitfenster mit etwas leichterem Wind auszunutzen. Das Konzept ging auf, denn das vergleichsweise kurze Küstenrennen mit nur rund 25 Seemeilen war kaum beendet, da frischte der berüchtigte Mistral vor der sardischen Küste wieder auf Stärke sieben und mehr auf.
Das erwartet ungleiche Rennen gab es in der Super-Maxi-Klasse, wo die klassische „Hetairos“ bauartbedingt das kleinste Handicap hat, aber wie beim Vorjahressieg von einer exzellenten Crew unter Steuermann Otto Happel gut gesegelt wird. Die schwere 38,50-Meter-Yacht kam mehr als eine halbe Stunde nach der modernen „Visione“ von Hasso Plattner (Walldorf) ins Ziel, um nach berechneter Zeit nach IRC-Wertung dennoch 29 Sekunden vor ihr zu landen. Das reichte wiederum nur zum zweiten Rang hinter der überlegenen „Nilaya“ unter britischer Flagge, die auch die Gesamtführung übernahm, die sich aus der kombinierten IRC/ORC-Wertung ergibt. Danach ist die „Visione“ Zweiter vor der „Hetairos“, denn nach ORC war sie zwei Plätze besser (2. und 4.). Der Hamburger Albert Büll belegte mit der 45,19 Meter langen „Saudade“, dem größten Schiff im Maxi Yacht Rolex Cup, den sechsten Platz.
Mit einem Favoritensieg ging das erste Rennen der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft aus. Der Schwede Niklas Zennström siegte mit der „Rán 2“ knapp eine Minute vor Peter Ogdens „Jethou“ und gut eine Minute vor der „Alegre“ (beide Großbritannien). Der Hamburger Günter Herz kam mit seiner „Allsmoke“ hinter der „Shockwave“ von George Sakellaris (USA) und der italienischen „H2O“ mit Riccardo de Michele auf einen guten sechsten Platz unter 16 Teilnehmern.
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Fotos: Carlo Borlenghi, Kurt Arrigo







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