Rolex Middle Sea Race

- Start 22.Oktober 2011
www.rolexmiddlesearace.com - Übersicht


October 18, 2011
Rolex Middle Sea Race http://regattanews.com/event.aspx?eid=194
Valletta, Malta
Jochen Schümann mit „Esimit Europa 2“ auf Rekordjagd
Am Sonnabend startet das Rolex Middle Sea Race vor Malta

Ein Rekordmeldeergebnis, zahlreiche deutsche Debüts und die Chance auf einen Erfolg durch einen deutschen Steuermann bei der Jagd nach der schnellsten gesegelten Zeit – das sind die Schlagzeilen vor dem Start des 32. Rolex Middle Sea Race am Sonnabend, 22. Oktober (11 Uhr Ortszeit).
80 Yachten haben sich avisiert, um vor der historischen Kulisse im Grand Harbour in Valetta/Malta aus die 606 Seemeilen anzugehen. Der Kurs führt die Teilnehmer um Sizilien herum, immer auf Tuchfühlung mit den aktiven Vulkanen und durch die Meerenge von Messina. Die Äolischen Inseln mit der Vulkaninsel Stromboli liegen ebenso auf dem Weg wie die Ägadischen Inseln, Pantelleria und Lampedusa, bevor es wieder zum Ziel nach Malta geht. Mit am Start als einer der großen Favoriten auf den Titel, als erste Yacht im Ziel zu sein, ist die „Esimit Europa 2“ mit Steuermann Jochen Schümann (Penzberg).

Unter den teilnehmenden Yachten bei diesem berühmt-berüchtigten Rennen sind zudem so bekannte Namen wie die ehemalige Middle-Sea-Race-Siegerin „Alegre“ von Andres Soriano und die „Ran“ des Skype-Mitbegründers Niklas Zennström, der als zweimaliger Sieger des Rolex Fastnet Races in den Wettkampf geht. Beide Yachten starten unter britischer Flagge.

Das Rolex Middle Sea Race hat sich seit seiner Erstauflage in 1968 zu einem der Klassiker des Hochsee-Segelsports entwickelt – wie das Rolex Fastnet Race und das Rolex Sydney Hobart, die allesamt über etwas mehr als 600 Seemeilen und stets durch herausfordernde Seegebiete führen, die nur durch beste Seemannschaft und exzellente Taktik und Navigation zu bewältigen sind.

Auch eine Handvoll deutscher Yachten stellt sich in 2011 der Herausforderung, und einige deutsche Segel-Asse sind auf Yachten unter fremder Flagge mit an Bord. Die größten Hoffnungen auf einen deutschen Erfolg lasten einmal mehr auf den Schultern des dreimaligen Olympia- und zweimaligen America’s Cup-Sieger Jochen Schümann. Der Penzberger steuert mit der „Esimit Europa 2“ die schnellste Yacht des Vorjahres, die die Strecke in rund zwei Tagen und sieben Stunden bewältigte und damit nach 2006 ihren zweiten Sieg bei diesem Rennen einfuhr. Der blaue Supermaxi, ein europäisches Gemeinschaftsprojekt unter entsprechender Flagge, zählt mit der für dieses Rennen zugelassenen Maximallänge von 100 Fuß vor allem bei mittleren Winden zu den schnellsten Yachten auf dem Kurs. „Die ,Esimit’ ist bei entsprechenden Bedingungen immer für eine Bestzeit gut, daher ist der Line-Honours-Sieg, also erste Yacht im Ziel zu sein, ganz klar das Ziel. Auch wenn man nach berechneter Zeit nie weiß, welcher Platz herauskommt“, sagt Jochen Schümann. Doch obwohl es für ihn die erste Teilnahme an Rolex Middle Sea Race ist, kennt er die Tücken des Rennens: „Im Oktober ist im Mittelmeer alles möglich – von totaler Flaute bis Sturm. Deshalb weiß man nicht, wie es ausgeht.“ Vor dem Hintergrund stürmischer Wetterfronten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig über das Feld herfielen, hat Jochen Schümann durchaus Respekt vor dem Rennen, sagt aber: „Ich habe absolutes Vertrauen in das Schiff und die erfahrene Crew.“

Die erste Teilnahme am Rolex Middle Sea Race ist es auch für Friedrich Boehnert (Hamburg) und seine Crew auf der Doppelbock, eine Dufour 45. „Unsere Motivation ist es, an den richtig großen Regatten teilzunehmen. Wir sind schon beim Blue-Race über den Atlantik gefahren, haben 2009 am Fastnet Race teilgenommen, und irgendwann wollen wir Sydney Hobart segeln“, sagt der Rechtsanwalt. Die Yacht ist eigens für das Rennen mit zusätzlicher Sicherheitsausrüstung versehen worden. So kam eine zweite Rettungsinsel an Bord und ein zusätzliches Ankergeschirr. Zudem werden die Mast- und Vorschiffsmänner bei ihrer Arbeit mit einem persönlichen AIS-Sender ausgestattet, damit sie im Falle eines Mann-über-Bord-Manövers gezielt per Signal auf dem Kartenplotter gesucht werden können. Neben der seemännischen Herausforderung sucht die „Doppelbock“-Crew auch die sportliche. „Der Anspruch im vorderen Drittel mitzufahren, ist immer da. Aber es wird schwer, denn das Rennen ist hochkarätig besetzt“, sagt Boehnert.

Wie die „Doppelbock“ stellt sich auch die „Caro“ nach und nach den großen Regatten. Rolex Fastnet Race und Atlantik-Überquerung haben viele Crewmitglieder schon im Kielwasser, jetzt kommt das Rolex Middle Sea Race und in Zukunft wohl auch Sydney Hobart. „Erstes Ziel ist es, mit Freunden viel Spaß und eine gute Zeit an Bord zu haben“, sagt Eigner Maximilian Klink, Deutscher mit Wahl-Domizil in Luzern/Schweiz. Seine Knierim 50 von 2007 wurde im Sommer eigens noch mal in Bestform gebracht und geht nun mit überholtem Teakdeck und frisch überholten Winschen an den Start. Zudem sind die Chefs der Knierim-Werft, Gunnar Knierim und Steffen Müller, mit an Bord.

Daneben sind aus Deutschland noch die 11 Meter lange „AOC Rockall“ des Hamburger Reeders Christopher Opielok, die „Oiltanking Juno“, eine J133, des Deutsch-Maltesers Sönke Stein, die mit Charterkunden besetzte „Pogo 1“, eine Class 40, und die 15 Meter lange „Speedy“ von Hans Jürgen Riedel (Bonn) aus der Haribo-Familie mit am Start. Dagegen musste der Trimaran „Lusitano“ das geplante Abenteuer bereits auf der Anreise mit Ruderproblemen abbrechen.

Weitere Informationen über das Rolex Middle Sea Race 2011 gibt es im Internet auf der Eventwebsite unter www.rolexmiddlesearace.com _blank.
Andreas Kling Yachting PR Consultant
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