

|
Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft Kiel
Übersicht Optis Kiel

Abschluss-Pressemitteilung, 5. August 2011
IDJüM: Marvin Frisch wieder Deutscher Meister
Die Sonne schien und der Wind briste auf: Zum Abschluss der Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft (IDJüM) zeigte sich Kiel-Schilksee noch einmal von seiner besten Seite. Mit zwei Wettfahrten am Freitag endete die Rekord-IDJüM. 300 Nachwuchssegler/innen aus 16 Nationen hatten an fünf Tagen insgesamt neun Wettfahrten absolviert, bevor der Internationale Deutsche Jüngstenmeister und der Deutsche Jüngstenmeister feststanden. Unerreicht war der Niederländer Bart Lambriex, der sich zu Recht den internationalen Titel sicherte. Der 13-jährige Opti-Segler unterstrich seine Sonderstellung mit fünf ersten Plätzen. Bester Deutscher und damit Deutscher Jüngstenmeister 2011wurde Marvin Frisch (Hagnau) als Dritter der Gesamtwertung.
|
Marvin Frisch
Foto: www.segel-bilder.de
|
Der 15-jährige Württemberger verteidigte seinen Vorjahrestitel und zählt zu den großen deutschen Hoffnungen bei der WM zum Jahreswechsel (28. Dezember 2011 bis 10. Januar 2012) in Neuseeland. Bereits im Vorjahr hatte Frisch als Deutscher, Österreichischer und Schweizer Meister bei der WM in Malaysia als bester Europäer Platz fünf erreicht. Das zu überbieten ist das große Ziel des Nachwuchstalentes aus dem TSG Sailing Team Germany.
Dabei war der Zweikampf mit Ingmar Vieregge bis zum letzten Rennen in Kiel spannend. Nach acht Rennen lagen Vieregge und Frisch sie punktgleich auf den Plätzen drei und vier. Mit dem Sieg im neunten Rennen entschied dann Frisch den Kampf um die Deutsche Jüngstenmeisterschaft für sich.
Der Düsseldorfer Ingmar Vieregge hat zuvor in Kiel alle Höhen und Tiefen erlebt. Mit drei ersten Plätzen am Mittwoch schob sich das Mitglied der Deutschen Jüngsten-Nationalmannschaft auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Und der war hinter dem Niederländer Bart Lambries gleichbedeutend mit dem Titel "Deutscher Jüngstenmeister 2011". Doch dann folgte Vieregges Frühstart und die damit bedingte Disqualifikation im Flautenrennen am Donnerstag. Zwar wurde diese Wettfahrt abgeschossen, aber der Fehlstart mit Black Flag ging in die Wertung ein, nachdem diese Wettfahrt am Freitag neu gestartet wurde. Nach dem Regelwerk haben dann alle "Nicht-Disqualifizierten" eine neue Chance, die Disqualifizierten nicht.
Der 13-Jährige musste damit dieses Rennen mit seiner Disqualifikation streichen und den sechsten Platz aus dem zweiten Rennen in die Wertung wieder aufnehmen. Da Frisch im vorletzten Rennen kenterte und sich auch einen Streicher erlaubte, hätte Vieregge genau wie Frisch das letzte Rennen in seiner Gruppe gewinnen müssen. Das gelang ihm nicht.
Vieregge, der bereits zum zweiten Mal zum deutschen Opti-WM-Team gehört und die deutschen Farben vor Napier/Neuseeland bei der Opti-WM vertreten wird, hatte am Freitagmorgen beim Blick auf die Ergebnisliste gehofft: "Ich kann nur darauf setzen, dass die Wettfahrten ausfallen oder wir viel segeln, damit ich diesen Fehler wieder ausgleichen kann." Doch es kam anders. Und obwohl die Freude über die Serie mit den drei ersten Plätzen groß war, verdarb die Disqualifikation alles. "Die Enttäuschung überwiegt natürlich", so Vieregge geknickt.
Hinter Frisch (3.) und Vieregge (4.) konnten sich Frederick Eichhorst (PYC/Berlin/6.) und Gwendal Lamay (ESC/Kiel/7.) in den Top Ten platzieren. Bestes deutsches Mädchen wurde Fanny Popken (VSaW) als 17. Die Berlin hatte bereits bei der EM vor Tavira (Portugal) mit Platz 18 auf sich aufmerksam gemacht.
Neben der deutschen Nachwuchsflotte, die mit dem gesamten Opti-WM- und Opti-EM-Team antrat, den Nationalmannschaften aus Belgien, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Norwegen, Polen und Schweden, die alle Kiel zur Vorbereitung für die WM zum Jahreswechsel in Neuseeland nutzten, waren auch die Franzosen mit einer starken Flotte am Start. Grund war ein Treffen des deutsch-französischen Jugendwerkes, das im Leistungszentrum Kiel nicht nur mit Seglern stattgefunden hat. Damit erlebte Kiel eine Rekord-IDJüM mit 300 Startern aus 16 Nationen. Einen solchen Andrang von Top-Nachwuchsseglern habe er bei einer IDJüM noch nicht erlebt, so der Vorsitzende der Optimisten-Klassenvereinigung, Günther Nülle. Insgesamt 125 ausländischen Nachwuchssegler/innen aus 15 Nationen starten in Kiel. Die weiteste Anreise hatten die Japaner und Amerikaner.
"Natürlich begründete sich die große Zahl der Meldungen auch durch den Bekanntheitsgrad des Kieler Yacht-Clubs. Er steht für Kompetenz und Zuverlässigkeit. Kiel zieht einfach. Und diese IDJüM hat gezeigt warum. Es war perfekt organisiert, und Dienstag, Mittwoch und heute hatten wir traumhafte Bedingungen", lobte Nülle in seinem Resümee die Kieler Veranstalter.
"Die Veranstaltung hat uns sehr viel Spaß gemacht. Und es passt zum Kieler Yacht-Club, auch etwas für die Jugend anzubieten. Natürlich haben wir schon die Kieler Woche des Nachwuchses, den Young Europeans Sailing über Pfingsten, und den KÜZ-Opti, aber wir planen auch, eine jährliche Nachwuchs-Meisterschaft in unser Angebot aufzunehmen", resümierte Jobst Richter. Der oberste Wettfahrtleiter des Kieler Yacht-Clubs konnte dann auch zum Abschluss der IDJüM mitteilen, dass der Kieler Yacht-Club die nächsten vier Jahre die Landesjugend- und Landesjüngsten-Meisterschaften (LJM) ausrichten wird. Der Termin ist jeweils das erste Wochenende im September. Damit übergibt der Flensburger Segel-Club, der die LJM 2011 am 3./4 September veranstaltet, das Staffelholz nach drei Jahren an den KYC.
Die Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft 2012 wird vom Potsdamer Yacht Club in der ersten August-Woche am Wolziger See bei Blossin ausgetragen. Auch hierzu haben sich bereits heute Optimisten aus Irland und Dänemark angekündigt. "Die IDJüM in Kiel ist bei unseren Gästen gut angekommen", so Nülle.
Bilder vom Abschlusstag zeigt der Sportclub aktuell im NDR-Fernsehen am Samstag, 6. August, um 17 Uhr. Die NDR-Beiträge vom Mittwoch, 3. August, sind auf www.idjuem2011.de zu finden. Dort wird auf die NDR Mediathek verlinkt. Alexandra Drube, selbst Seglerin, führt durch die drei Minuten im Schleswig-Holstein Magazin und die 15 Minuten in Schleswig-Holstein 18 Uhr.
Endstand der Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft 2011 vor Kiel nach neun Wettfahrten):
1. Bart Lambriex (Niederlande) 3, (3), 1, 1 1,1, 1, 2, 1, insgesamt 11 Punkte.
2. Philip Meijer (Niederlande) 4, 1, 2, 5, 1, 2, 2, 1, (10) 18.
3. Marvin Frisch (Hagnau) 3, 1, 1, 3, 2, 4, 3, (55) 1, 18.
4. Vieregge Ingmar (Alsdorf) 2, 6, 4, 2, 1, 1, 1, (76) 4, 21.
5. Miel Verstraete (Belgien) 3, 2, 1, 5, (76) 1, 5, 5, 4, 26.
6. Frederick Eichhorst (Berlin) 1, 7, (20,) 3, 6, 7, 3, 1, 2, 30.
7. Gwendal Lamay (Kiel) 6,4,5, (6,) 2, 4, 2, 5, 4, 32.
8. Xander van Beurden (Niederlande) 12, 4, 10, 1, 5, 13, 3, (24) 3, 51.
9. Ewa Romaniuk (Polen) 1, 10, 2, 1, 17, 4, 8, 9, (17) 52.
10. Martyna Mik (Polen) 2, 4, 7, 1, 13, 4, (76) 20, 9, 60.
IDJüM-Fakten in Kürze:
Teilnehmer aus folgenden Nationen sind bei der Rekord-IDJüM gestartet: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Japan, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien und den USA.
Offizielle Sponsoren der IDJüM 2011: Audi Sailing Team Germany, boot Düsseldorf, DIMENSION-POLYANT, elkine, Jess Segelsport, mobilcom-debitel, Pantaenius und Segler-Zeitung.
Teilnahmeberechtigt waren Jungen und Mädchen der Jahrgänge 1996 und jünger.
Marvin Frisch hat seinen Titel als Deutscher Jüngstenmeister in Kiel verteidigt. Die Internationale Deutsche Jüngstemeisterschaft gewann der Niederländer Bart Lambriex, der insgesamt sechs Rennen gewinnen konnte. Foto: www.segel-bilder.de
Hermann Hell
|
|
|
|