Tagesberichte siehe Menu unten
Pressemitteilung zur 121. Travemünder Woche (22. bis 31. Juli 2011)
14. Januar 2011
Walter Mielke neuer TW-Geschäftsführer
Der Lübecker Yacht-Club (LYC) hat seinen neuen 2. Vorsitzenden Walter Mielke
auch zum neuen Geschäftsführer der Travemünder Woche (TW) bestellt. Der
64-jährige übernimmt diese Aufgabe als Ehrenamt von Andreas Stülcken, dem 1.
Vorsitzenden des Hauptveranstalters. Nachdem Ende April Claus-Dieter Stolze
als hauptamtlicher Geschäftsführer ausscheidet, steht der Lübecker dann
zunächst allein an der Spitze der schönsten Segelregatta der Welt. Der
zweite Mann kommt aus der nächsten Generation: Sebastian Amend (25) wird für
die Zukunft der TW aufgebaut. Bei der 122. Auflage der
Traditionsveranstaltung vom 22. bis zum 31. Juli, seiner eigenen 31.
Travemünder Woche, bleibt Mielke oberster Wettfahrtleiter, doch dabei soll
ihn Jens Kath stärker als bisher unterstützen.
„Die Organisation der Travemünder Woche ist eine Mannschaftsleistung par
excellence“, betonte Mielke, der auf 200 bis 300 ehrenamtliche Helfer
zurückgreifen kann. Kath, Wettfahrtleiter der Seebahn, steht ihm diesmal
auch in der Gesamtverantwortung über alle Regattabahnen zur Seite. Im
Management der TW fungiert Amend als Prokurist und arbeitet Vollzeit in der
Clubgeschäftsstelle an der Wakenitz. „Über kurz oder lang soll er
Geschäftsführer werden“, so Mielke, „aber in diesen Zeiten des Umbruchs
nicht allein ins kalte Wasser geworfen werden.“
Mit diesen Personalentscheidungen stellt der LYC die Weichen in der
Organisation der sportlichen und touristischen Großveranstaltung, zu der
diesmal rund 1.000 Boote und eine Million Besucher aus dem In- und Ausland
erwartet werden. „Die Travemünder Woche sieht nicht nur 2011 mit je vier
Welt- und Europameisterschaften einer großen Herausforderung entgegen,
sondern muss sich auch in den nächsten Jahren unter schwierigen, immer noch
unklaren baulichen Rahmenbedingen an Land behaupten“, erklärt Walter Mielke.
Schließlich soll 2014 beim 125-jährigen Jubiläum eine TW der Superlative
gefeiert werden.
Der Lübecker will noch weit mehr als eine Bestandssicherung der
Regattawoche, er hat auch eine Vision: „Travemünde soll ein weltweit
anerkanntes Segelzentrum werden, ein ideales Trainings- und Wettkampfrevier
für Spitzensportler ebenso vor und nach der Travemünder Woche, unserem
einzigartigen Aushängeschild.“ Dazu müsse auch auf internationalem Parkett,
allen voran den Jahrestagungen des Weltsegelverbands ISAF, wieder Flagge
gezeigt werden, um die Vorzüge der Travemündung zu verbreiten und
hochkarätige Meisterschaften einzuwerben.
Als ISAF-anerkannter, internationaler Wettfahrtleiter (IRO) und
Schiedsrichter (IJ) wurde Mielke für die paralympischen Segelwettbewerbe in
Weymouth/Großbritannien 2012 zum Supervisor für Bahnen und Kurse bestimmt.
Im Vorstand des Lübecker Yacht-Clubs ist er für den Regattasport zuständig
und sieht in der Travemünder Woche die Speerspitze seiner Aufgaben. „Nur
wenn sich die Teilnehmer und die Besucher bei uns wohlfühlen, kommen sie
wieder und ziehen ihr Umfeld mit“, kalkuliert der neue TW-Chef. Als
wichtigste Voraussetzungen nennt er eine professionelles Regatta- und
Eventmanagement mit 1a-Logistik von den Bahnen auf dem Wasser über die
Landliegeplätze und Unterkünfte bis zum Festivalgelände.
Die 80.000 Quadratmeter werden von der Hamburger Eventagentur uba vermarktet
und bilden das finanzielle Hauptstandbein der Travemünder Woche. „Wir haben
aber im Marketing noch Luft nach oben“, meint Mielke, „wir können uns den
Sponsoren, bestehenden wie potentiellen, noch besser präsentieren und
verkaufen.“ Ziel seien schlichtweg höhere Einnahmen, mit denen wiederum das
Drumherum optimiert werden könne. Bislang lag das Gesamtbudget einer
Travemünder Woche noch unter einer Million Euro.
Als absolutes Zugpferd im Veranstaltungsprogramm hatten die Verantwortlichen
voriges Jahr Kurzrennen in der Segelarena Trave etabliert. Nach den
Tageswettfahrten auf der Lübecker Bucht segelte nachmittags eine schnelle,
attraktive Bootsklasse direkt vor den Augen des staunenden Publikums.
Mielke: „Das war ein Knüller, Segeln zum Greifen nah, das wollen die
Menschen sehen.“ Die Traveraces sollen als Travemünder
Alleinstellungsmerkmal ausgebaut werden. Auf der Verbesserungsliste steht
die Akustik der Lautsprecheranlage für fachkundige, aber
allgemeinverständliche Livekommentare. Außerdem sind entlang der Uferlinien
weithin sichtbare Startampelflaggen geplant.
Sorgen bereiten der TW-Organisationsspitze die unsicheren Planungen für
diverse Flächen an Land. Angefangen auf der Tornado-Wiese neben dem zweiten
LYC-Clubhaus an der Travepromenade über das inzwischen endlich abgerissene
Aquatop an der Ecke zur Strandpromenade bis zum Grünstrand neben dem
LYC-Areal am Möwenstein kursieren immer wieder Bebauungsgerüchte, die „den
Fortbestand der Travemünder Woche massiv gefährden könnten“ (Mielke). Und
auch die Nutzung des Priwalls am gegenüberliegenden Traveufer scheint
mittelfristig nicht gesichert zu sein.
Von den rückwärtigen Flächen hängt jedoch entscheidend ab, welche und wie
viele Bootsklassen und Meisterschaften die Travemünder Woche künftig an Land
ziehen kann – im wahrsten Sinne des Wortes. Neben den Weltmeisterschaften
der 29er für 2012 haben Mielke & Co. schon eine Reihe weiterer Höhepunkte im
Köcher. „Aber wir müssen die Aktiven auch dem internationalen Standard
angemessen unterbringen können, sonst wird das zum Bumerang.“
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
Tel: 04822/360-900, Fax: -901
Mobil: 0172/2578817
a.kling@travemuender-woche.de
www.travemuender-woche.de
|