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122. Travemünder Woche 2011 - 22.-31.Juli 2011
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Tagesberichte siehe Menu unten
Pressemitteilung zur 122. Travemünder Woche (22. bis 31. Juli 2011)
25. Juli 2011
Pressemitteilung vom dritten Regattatag der 122. Travemünder Woche (22. bis
31. Juli)
„Tiefenentspannung“ im Medaillenkampf
Prallgefülltes Wettfahrtprogramm am dritten Regattatag der 122.TW
TRAVEMÜNDE. Im abnehmenden Wind des dritten Wettkampftages nahmen die
Regatten der Travemünder Woche Montag (25. Juli) Fahrt auf. Gleichwohl blieb
das Geschehen auf den Bahnen bei durchziehenden Wolkenfronten schwierig.
So pendelten die „Motten“ zum Auftakt ihrer Nordea Moth-Europameisterschaft
zwischen Strand und Regattagebiet hin und her auf der Suche nach
ausreichendem Wind, der sie schließlich für immerhin ein Rennen zum Fliegen
brachte und ein britisches Quartett mit Chris Rashley ganz vorn an die
Spitze führte. In den anderen 13 Klassen auf acht Bahnen gelangen den
Wettfahrtleitungen bis zu vier Wettfahrten. Damit bauten sie schon den
vorhergesagten, sehr schwachen Winden am Dienstag vor.
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WM der Folkeboote
MK/Travemünder Woche

EM der J22
MK/Travemünder Woche
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Während die Folkeboote, Laser 2 und International Canoe in ihre
Weltmeisterschaften starteten und die Javelin, Europe-Jugend und Motten in
ihre europäischen Titelkämpfe, steuern die J/22 bereits auf das EM-Finale
zu. Hier machte die Kieler Crew um Martin Menzner mit drei zweiten Rängen in
den vier Rennen des vorletzten Tags einen großen Sprung auf Platz drei und
hat nun im Kampf mit der niederländischen Übermacht beste Chancen auf eine
EM-Medaille.
Nach zwei Tagen Warten haben auch die Segler der olympischen Finn-Klasse
ihre ersten drei Rennen über die Bahn gebracht. Uli Breuer aus Simmerath
setzte sich dabei mit einem zweiten Platz und zwei Siegen vor dem Berliner
Philipe Fischer an die Spitze des ausschließlich mit nationalen Seglern
besetzten Feldes.
Die Topposition bei den marinepool J/22-Europameisterschaften scheint der
übermächtigen niederländischen Crew von Ronald Veraar nicht mehr zu nehmen
zu sein. Der WM-Vierte von 2010 hat ausschließlich Top-Drei-Platzierungen in
der Wertung und damit auch seinen nationalen Konkurrenten und direkten
Verfolger Wouter Kollmann fest im Griff. Dahinter folgt aber schon Menzner
mit seinen Vorschiffsmännern Christian Drews und Frank Lichte. Nach der
spontanen Entscheidung, an der EM teilzunehmen, findet sich die Mannschaft
immer besser mit dem Boot zurecht, profitierte aufgrund des niedrigen
Crewgewichts von den bevorzugten Leichtwindbedingungen und segelte sich von
Platz sechs bis ins Spitzentrio.
„Dass es so weit nach vorn ging, hätten wir gar nicht gedacht. Wir hatten
insgesamt auf ein Top-5-Resultat gehofft“, freute sich Menzner, nachdem er
nach der langen Rückfahrt von der Bahn an Land von den Ergebnissen erfahren
hatte. „Wir waren taktisch meist gut unterwegs und sind vor allem am Start
selbstbewusst aufgetreten. Und auch das Boot läuft gut, was wir gar nicht
einzuschätzen wussten, da wir vorher nur einmal trainiert hatten.“ Vor dem
Abschlusstag wollte sich Menzner für den Medaillenkampf nicht unter Druck
setzen lassen: „Wir bleiben tiefenentspannt.“
Eine unerwartete Gesamtführung gibt es beim Goldcup der Folkeboote. Im
schwachen Wind setzte sich nach zwei Wettfahrten mit wechselnden Ergebnissen
aller Teilnehmer die Berliner Crew um Peter Schuhmann an die Spitze und
führt damit vor Stefan Schneider (ebenfalls aus Berlin), der als Erster der
deutschen Rangliste und mit dem gerade erst auf dem Möhnesee gewonnenen
Titel eines Deutschen Meisters angereist ist. Der Titelverteidiger Christoph
Nielsen (Berlin), der im vergangenen Jahr eigentlich seinen Rücktritt aus
der Klasse erklärt hatte, muss sich nach seiner Rückkehr ins
Folkeboot-Geschehen zunächst mit WM-Rang zehn begnügen.
Nielsen erwartet auch, in den kommenden Tagen nicht mehr ganz nach vorn
rücken zu können: „Da sind schon gute Jungs an der Spitze, vor allem Stefan
Schneider ist sehr erfahren und erfolgreich. Aber das ist auch okay. Wir
haben den Goldcup zweimal in Folge gewonnen, jetzt ist mal jemand anderes
dran“, so Nielsen, der mit den Einzelrängen 13 und 18 noch nicht richtig in
Fahrt kam. Die schwierigen Bedingungen mit den wechselnden Winden wollte der
noch amtierende Champion dafür aber nicht verantwortlich machen: „Die
Verhältnisse waren ohne Frage schwierig, aber für alle gleich. Damit muss
jeder zurechtkommen.“ Als beste Crew aus der Lübecker Bucht rangiert Stefan
Rosehr aus Neustadt auf dem vierten Platz hinter dem Tarper Friedrich Mahrt.
Bestes ausländisches Team sind die Schweden um Lars-Gunnar Lindberg als
Fünfte.
Entsprechend der Vorhersagen verläuft die Weltmeisterschaft der
International Canoe. Hier haben die hoch eingeschätzten Segler aus dem
englischsprachigen Raum die Rümpfe vorn. Bei den IC-Akteuren ohne Spinnaker
liegen der US-Amerikaner Chris Maas und der Brite Colin Brown punktgleich an
der Spitze der WM-Wertung. Dave Timson (Großbritannien) behauptet sich bei
den Gennaker-Canoes (AC) gegen Arne Stahl (Braunschweig). In den ebenfalls
zu den Canoes zählenden Taifuns segeln bei der Deutschen Jugendmeisterschaft
Leif Niklas Junge/Viktor Kopp (Preetz) vorweg, und bei der Deutschen
Meisterschaft der Erwachsenen führt der Bremer Dirk Heitmann. „Das war ein
guter erster Wettfahrttag, auch wenn wir gern eine Windstärke mehr gehabt
hätten. Aber die Klasse ist sehr gut zu handhaben, allerdings ist das
Leistungsgefälle sehr groß“, berichtete Wettfahrtleiter Meeno Bülow von der
Bahn.
Den Erfolgskurs des Vorjahres haben Lisa Buddemeier/Matthias Düwel (Kiel)
bei den Laser 2 beibehalten. Nach dem Sieg bei der EM steuert das Duo nun
auch bei der WM auf Titelkurs und liegt nach drei Rennen an der Spitze vor
den EM-Sechsten Niels Krenz/Christian Gerdum aus Hamburg. Zu einem
deutsch-britischen Zweikampf entwickeln sich die Europameisterschaften der
Javelin. Nach drei Wettfahrten liegt der Vorteil bei den Seglern von der
Insel. Brian und David Earl führen vor Jens und Jan Schlittenhard
(Braunschweig) und den nächsten Briten Richard und Kathryn Smith.
Für eine Schweizer Führung in der nationalen Klasse der Dyas sorgen Peter
Brandt/Regula Bärlocher. Standesgemäß fällt die Führung bei den
Kielzugvögeln aus. Hier haben die amtierenden Deutschen Meister Thomas
Schiffer/Heinz Lenz (Mülheim) nach Platz zwei am Vortag zurückgeschlagen und
die Führung übernommen.
Besonders fleißig bei der Nacharbeit der vergangenen Tage waren die Int.14,
die vier Rennen auf der landnahen Bahn Golf absolvierten. Die Kieler Bettina
Möller/Jens Kuhlenkampff legten dabei mit drei ersten Plätzen und einem
zweiten Platz eine fast makellose Serie hin. „Erst einmal war es schön, dass
wir endlich segeln konnten“, sagte der Vorschoter. „Die Windbedingungen mit
vielen Drehern und Schwankungen in der Stärke auf Bahn Golf waren zwar nicht
ganz einfach, aber wir haben das mit hoher Bootsgeschwindigkeit und den
richtigen Schlägen gut gemeistert.“
Zahlreiche Zuschauer bestaunten entlang der Festivalpromenade die ersten
Rennen in der Segelarena Trave. Dort zeigten die kippeligen 18-Footer, eine
pfeilschnelle Gleitjolle für drei Personen, ein Actionmenü der Extra-Klasse.
Kaum hatte die Schwedenfähre „Nils Holgersson“ die Regattastation der
Travemünder Woche um kurz nach 17 Uhr passiert, startete der oberste
Wettfahrtleiter Walter Mielke das erste Halbfinale. Dreimal ging es hoch
her, und die jeweils acht Skiffs kämpften in den böigen, stark wechselhaften
Winden um jeden Meter. Der Brite James Mears, mit seiner Crew Zweiter des
Europa-Grand-Prixs draußen auf Bahn Golf, war zu voreilig. Der Sieger auf
der Ziellinie war längst wegen Frühstarts disqualifiziert.
„Yes, good eyes („gut gesehen“), gab er bei Mielke zu und gratulierte seinem
Landsmann Jack Grogan, der im Grand Prix Vierter ist. Der dort führende
Jarrod Sempson wurde in der Trave nur Sechster. „Eine phantastische
Demonstration für unsere Klasse“, lobte der deutsche „18-Footer-Motor“ und
Grand-Prix-Sechste Norbert Peter aus Berlin, der mit Felix Weidling (Kiel)
und Marco Schürmann (ebenfalls Berlin) „Bronze“ holte. „Das war Adrenalin
pur. Wir sind völlig durchgeschwitzt. Ein Wahnsinnsspaß. Es gibt schon
Stimmen in der internationalen Szene, dass wir nur da segeln sollen.“
Ergebnisse vom dritten Wettfahrttag der 122. Travemünder Woche
Montag, 25. Juli
Meisterschaften
Folkeboot-Weltmeisterschaft (Goldpokal)
1. Schuhmann/Schodrok/Fohlert (Berlin) 8 Punkte; 2. Schneider/Dörband/Thieme
(Berlin) 10; 3. Mahrt/Bastian/Buch (Tarp) 11; 4. Rosehr/Rosehr/Jungkamp
(Lübeck) 14; 5. Lindberg/Jarfelt/Blomberg (Schweden) 16; 6.
Durst/Ehler/Friedrichs (Mönkeberg) 18.
Laser 2-Weltmeisterschaft
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Lisa Buddemeier/Matthias Düwel (Kiel)
6 Punkte; 2. Niels Krenz/Christian Gerdum (Hamburg) 7; 3. Marian Christopher
und Daniel Scheer (Hattingen) 12; 4. Peter Kruse/Arne Wittemer (Bochum) 14;
5. Jaap Smolders/Claas Willem Visser (Die Niederlande) 21; 6. Tobias
Hoch/Tim Roth (Reinhausen) 26.
Int. Canoe-Weltmeisterschaft
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Chris Maas (USA) 7 Punkte; 2. Colin
Brown (Großbritannien) 7; 3. Alistair Warren (Großbritannien) 8; 4. Peter
Ullmann (Oldenburg) 11; 5. Phil Robin (Großbritannien) 16,0; 6. Stephen
Clark (USA) 20.
Nordea Moth-Europameisterschaft
1. Wettfahrt: 1. Chris Rashley (Großbritannien), 2. Jason Belben
(Großbritannien), 3. Mike Cooke (Großbritannien) 3, 4. Ben Paton
(Großbritannien) 4, 5. Emma Aspington (Schweden) 5, 6. Fabien Froesch
(Schweiz) 6.
marinepool J/22-Europameisterschaft
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Ronald Veraar (Die Niederlande) 9
Punkte; 2. Wouter Kollmann (Die Niederlande) 16; 3. Martin Menzner (Stein)
25; 4. Ivo Kok (Die Niederlande) 29; 5. Marieke Poulie (Die Niederlande) 36;
6. Rens van Arkel (Die Niederlande) 36.
Javelin-Europameisterschaft
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Brian und David Earl (Großbritannien)
6 Punkte; 2. Jens und Jan Schlittenhard (Braunschweig) 7; 3. Richard und
Kathryn Smith (Großbritannien) 9; 4. Mike Pickles/Richard Fisher
(Großbritannien) 13; 5. Gavin und Rosie Johnson (Großbritannien) 16; 6.
Malte Riesner/Volkmar Prehn (Kiel) 18.
Europe-Jugendeuropameisterschaft
Jungen und Mädchen
Lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor
18-Footer-Europa-Grand-Prix
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Sempson/Minter/Paul (Großbritannien) 4
Punkte; 2. Mears/Mears/Hutt (Großbritannien) 6; 3. Renner/Meissner/
(München) 9; 4. Grogan/Banks/Caslin (Großbritannien) 13; 5.
Clausen/Ebler/Laugesen (Dänemark) 15; 6. Peter/Weidling/Schürmann (Berlin)
17.
Taifun-Deutsche Meisterschaft
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Dirk Heitmann (Bremen) 9 Punkte; 2.
Christopher Ossenkopp (Hannover) 10; 3. Torben Kossel (Braunschweig) 12; 4.
Martin Droll (Lindow) 18; 5. Benedikt Plaumann (Hamburg) 19; 6. Julia Gillen
(Hamburg) 19.
Taifun-Deutsche Jugendmeisterschaft
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Leif Niklas Junge/Viktor Kopp
(Schellhorn) 3 Punkte; 2. Yannik Praetz/William Panetire (Bonn) 5; 3. Thorge
von Bosse/Moritz Jäger (Preetz) 6; 4. Anton und Emma Grigull (Preetz) 6; 5.
Tim Mixdorf/Marit Praetz (Lindow) 11; 6. Söntke Blindow/Miriam Hille
(Rostock) 11.
Olympische Klassen
Finn Dingi
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Uli Breuer (Simmerath) 4 Punkte; 2.
Philipe Fischer (Berlin) 7; 3. Matthias Wolff (Kiel) 19; 4. Hartmut Duisberg
(Hoisdorf) 20; 5. Fabian Lemmel (Berlin) 21; 6. Dirk Meid (Mendig) 26.
Internationale und nationale Klassen
Int. 14
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Bettina Möller/Jens Kulenkampff (Kiel)
5 Punkte; 2. Tobias Merkel/Sven Gräpel (Flensburg) 10; 3. Axel
Reinsch/Johannes Christophers (Hamburg) 16; 4. Dirk Rother/Kai Lassen
(Lübeck) 20; 5. Kai Kahm/Gerrit Schmitt (Hamburg) 24; 6. Sonja Hein/Tobias
Jank (Potsdam) 25.
Int. Canoe AC
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Dave Timson (Großbritannien) 5 Punkte;
2. Arne Stahl (Braunschweig) 7; 3. Rob Bell (Großbritannien) 10; 4. Philip
Allen (Großbritannien) 11; 5. Stephen Bowen (Großbritannien) 12; 6. Peter
McLaren (Großbritannien) 18.
Kielzugvögel
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Thomas Schiffer/Lenz Heinz (Mülheim) 9
Punkte; 2. Hans-Günter Besche/Alexander Kost (Attendorn) 13; 3. Alexander
Antrecht/Niels Henschel (Neustadt) 14; 4. Joerg Friedlein/Annette Diehl
(Bochum) 14; 5. Axel Fischer/Carsten Stubenrauch (Traben-Trarbach) 19; 6.
Jürgen Reichardt/Gerd Stejskal (Essen) 22.
Dyas
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Peter Brandt/Regula Bärlocher
(Schweiz) 9 Punkte; 2. Jens Leicher/Peter Bersch (Koblenz) 12; 3. Detlef
Schweitzer/Norbert Schmidt (Rösrath) 13; 4. Holger Sueße/Frank Bender (Köln)
15; 5. Lothar Schmidt/Ingo Günzel (München) 20; 6. Jens Olbrysch/Albert
Johannes Buitenhuis (Starnberg) 22.
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