05.08.2012
Ein Traum von Far Niente
30 Lacustre mit insgesamt 90 Teilnehmern sind eine Woche lang (29. Juli-3. August) bei der 50. Far Niente am Obersee gesegelt - und sie haben eine traumhafte Jubiläumswoche erlebt. Den Höhepunkt gab es zum Abschied: Lacustre-Segler Clemens Meichle hatte ein Kiesschiff in der Fussacher Bucht verankert - an Backbord und Steuerbord machten alle 30 Schiffe fest. "Das haben wir vor 15 Jahren schon einmal geübt, und es war so toll - das mussten wir zur Jubiläums Far Niente einfach noch einmal machen," so Organisator Erich Buck.
"Und auch wenn ein bisschen Wind aufgekommen ist, hat bei allen der Heckanker gehalten - obwohl wir ein klein wenig mit dem Seegras zu kämpfen hatten."
Der zweite Höhepunkt war die Nacht auf der Terrasse von Schloss Meersburg. Bei über 25 Grad feierten die Segler bis nach Mitternacht bei einem sagenhaften Buffet und einer wunderbaren Jazzband. "Wir haben als Motto ‚weiße Nacht' ausgegeben - und wirklich alle haben ein weißes Abendkleid, ein Jackett oder zumindest eine weiße Jeans mit T-Shirt angehabt. Das Bild war zauberhaft," so Erich Buck.
Auch sportlich hatte die 50. Far Niente einiges geboten. Traditionell gibt es täglich eine Überführungsregatta in den nächsten Hafen. Start war Kreuzlingen, danach folgten Konstanz, Meersburg, Altnau, Langenargen und Fussach. Am ersten Tag wurde ein up and down Kurs im Konstanzer Trichter gefahren, bei ordentlichen drei bis vier Windstärken.
Am zweiten Tag flaute der Wind auf 2 Beaufort ab. Nach Altnau musste wegen einer Flaute der Motor genommen werden. Von Altnau nach Langenargen wurde dafür bei vier Beaufort den Skinnaker-Fahrern einiges abverlangt. Und die Wettfahrt in die Fussacher Bucht musste leider wegen Windmangels abgeschossen werden.
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Fotos: Wehrheim



Die Far Niente Regatten haben eine Besonderheit: "Es gibt nur eine Tages-, keine Gesamtwertung", so Erich Buck. "Und der Sieger muss am nächsten Tag einen dicken Fender als Bremse hinterherziehen." Damit der persönliche Ehrgeiz der Segler nicht überhandnimmt.
"Ich bin jetzt das erste Mal dabei gewesen," zog Neueinsteiger Karl-Heinz Braun seine persönliche Bilanz. "Aber ich bin noch nie mit Frau und Kind so entspannt auf dem See gesegelt, wie mit dieser Lacustre-Truppe."
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