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Opti-Teamrace Hamburg
www.NRV.de - Regatta Deutschland 2012
Pressemitteilung 14. Sepember 2012
Kristian Nergaard wird zum 6. Mal Weltmeister im 5.5er
Aufgrund einer Sturmwarnung für Freitag, den 14. September 2012, wurden die ausgeschriebenen acht Wettfahrten der 5.5m IC World Championship 2012 in Boltenhagen, Mecklenburg-Vorpommern, schon bis Donnerstag vollständig absolviert. Die Top 3 vom Vortag blieb am letzten Regattatag unverändert. Ein Tagessieg und ein siebter Platz sicherten der Artemis XIV (NOR 57) mit Skipper Kristian Nergaard, Trond Solli Sæther und Johan Barne den Titel. Zweifacher Weltmeister Flavio Marazzi wurde mit Stefan Hatka und Marc Friedrich auf der Ali-Baba (SUI 224) Vizeweltmeister und der deutsche Segelheld Jochen Schümann steuerte die Oro Nero (GER 55) gemeinsam mit Eigner Henning Ueck und Ole Hansen auf den dritten Platz.
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Die Weltmeister umrunden die letzte Tonne
Foto: Peter Kähl
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„Du kannst sie schlagen. Du musst dir selbst sagen, dass es möglich ist, sie zu schlagen“, sagt Nergaard über seine Konkurrenten mit olympischem Hintergrund wie Schümann und Marazzi. Und trotz der Niederlage im Scandinavian Gold Cup gegen Johan Gullichsens Addam4 (FIN 49), der vor der Weltmeisterschaft ebenfalls in Boltenhagen ausgesegelt wurde, war der 13. Platz in der zweiten Wettfahrt der größte Stressfaktor während der Weltmeisterschaft, erzählt der norwegische Skipper. „Ich habe mich sehr für Johan gefreut, dass er den Gold Cup gewonnen hat, wir sind schon seit langem gut befreundet. Mit dem Wissen, dass du einen 13. Platz im Gepäck hast, in die letzten sechs Rennen der Weltmeisterschaft zu gehen, setzt einen sehr unter Druck, weil man weiß, dass man keinen Streicher mehr hat. Man muss jede Wettfahrt zählen und kann sich keinen weiteren Fehler leisten“, sagt er im Rückblick auf die beiden Regattaserien.
Sieger der Evolution-Wertung wurde die Criollo (GER 30) von Andreas Christiansen, der mit Carsten Kemmling und Haymo Jepsen segelte. Sie schlugen das nächstbeste Evolution-Boot, den Hankø Evolution Cup 2012-Gewinner Matti Muoniovaara mit der My Shout (AUS 82), überlegen mit 33 Punkten Abstand und konnten in der Gesamtwertung auf Platz 16 sogar vier der Modern-Schiffe hinter sich lassen. Auch Christiansens Crew fuhr gleich in Wettfahrt zwei ihren Streicher ein: „Wir haben uns taktisch für die falsche Seite entschieden und wurden mit einem 29. Platz bestraft, obwohl wir an der letzten Tonne Achter waren. Da waren wir natürlich schon vorbelastet. Insofern waren wir sehr froh, dass wir in Folge eine kontinuierliche Reihe von guten Platzierungen erreichen konnten.“ Am letzten Tag herrschten leichte Winde, keine idealen Bedingungen für Evolution-Konstruktionen, die baubedingt deutlich schwerer sind als Modern-Boote. „Es kam also darauf an, die Konkurrenz auf Abstand zu halten. Das ist uns gelungen“,
freut sich Steuermann Christiansen.
Die Criollo (GER 30)
Foto: Peter Kähl
In der Wertung der Classic-Schiffe, die in den olympischen Jahren der 5.5er-Klasse gebaut wurden, führte Lutz von Meyerinck mit Sohn Felix von Meyerinck und Oscar de Felice auf der Blueprint (GER 33) von der ersten bis zur letzten Wettfahrt. Mit dem Sieg des Royal Kaag Classic Cup 2012 in Tasche startete der Hamburger zuversichtlich in die Rennen und holte drei Top 20-Ergebnisse. Die 45 Jahre alte Yacht, die als eine der ersten 5.5er mit separatem Ruder entworfen wurde, konnte am ersten Tag sogar sämtliche teilnehmende Evolution-Boote hinter sich lassen und gewann für den 21. Platz der Gesamtwertung den Quail Cup, einen Wanderpreis für das beste Classic-Schiff der Weltmeisterschaft.
Den Five Nations Cup, für den das beste Ergebnis bei ausgewählten National Open Meisterschaften gezählt wird, gewann die Duchess of B (NED 31) für die Modern-Wertung, Above the Line (GER 75) bei den Evolution-Booten und Cybèle II (FRA 38), die an der Weltmeisterschaft nicht teilnahm, bei den Classic-Konstruktionen.
Um das 60. Jubiläum der ersten Olympia-Teilnahme der 5.5m IC-Klasse zu ehren, wurden diejenigen Boote mit einem Sonderpreis ausgezeichnet, die sich noch heute im Zustand der zu den olympischen Zeiten der Klasse geltenden Vermessungsregeln befinden. Als Repräsentanten für die fünf Olympischen Segelspiele mit 5.5er-Beteilung gewannen das Linge-Design Madrisa (GER 38) für das Jahr 1952, Sim-Sala-Bim (GER 80), ein Boesch-Design für den Jahrgang 1956, das Copponex-Boot Korrigan (FRA 19) für 1960, die Meltemi (GER 66), ein Bjarne Aas-Design für die Spiele von 1964 und die aus der Feder von Bill Luders stammende Corona (GER 16) für den Jahrgang 1968.
Möglich gemacht wurde die diesjährige Weltmeisterschaft mit täglichem Stegbier nach den Wettfahrten und Abendveranstaltungen von den Sponsoren Weiße Wiek, Marinepool, Lübzer, Fleischgroßmarkt Hamburg, Palmberg und Klemm – von Meyerinck – Winkler. „Wir hatten eine sehr gute Woche und eine sehr soziale Woche. Ich glaube nicht, dass ihr bei vielen Regatten wart, wo es jeden Tag eine Party mit Freibier, Essen und allem gibt. Das ist bis jetzt ein Rekord“, sagte der frischgebackene Weltmeister Nergaard während der Siegehrung unter zustimmendem Lachen der 5.5er-Segler.
Hier finden Sie http://www.nrv.de/segeln/55er-world-championship-2012/photos.html Bilder .
http://www.nrv.de/segeln/55er-world-championship-2012/results.html Ergebnisse:
1. Artemis XIV, Krstian Nergaard: 1, (13), 3, 1, 1, 3, 1, 7
2. Ali-Baba, Flavio Marazzi: 2, 4, 1, 3, 2, 4, (7), 5
3. Oro Nero, Jochen Schümann: 6, 3, 2, (12), 3, 1, 2, 6
Bestes Evolution-Ergebnis:
16. Criollo, Andreas Christiansen: 13, (29), 10, 14, 14, 14, 12, 20
Bestes Classic-Ergebnis:
21. Blueprint, Lutz von Meyerinck: 16, 18, 22, 22, (25), 18, 21, 21
Die 50th 5.5m IC World Championship wird unterstützt von Weiße Wiek, Marinepool, Lübzer, Fleischgroßmarkt Hamburg, Palmberg und Klemm – von Meyerinck – Winkler.
Deike Maria Flemming
Public Relations
Norddeutscher Regatta Verein
Schöne Aussicht 37
22085 Hamburg
Internet: http://www.nrv.de/ www.nrv.de
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