Extreme 40 Sailing Series 2012 - Rio, 6.-9. Dezember 2012
www.extremesailingseries.com/ - Übersicht Extreme40 2012


Übersicht
09/12/12
Leigh McMillan schafft das Double
Sieger bei Act 8 in Rio und Champion der 2012 Extreme Sailing Series.

- Doppelsieg für Oman bei der 2012 Extreme Sailing Series: Oman Air wird Zweiter hinter The Wave, Muscat, das auch den letzten Act vor Groupe Edmond de Rothschild mit 0,2 Punkten Vorsprung gewinnt
- Die sechste Welt-Tour endet in der perfekten Segel-Arena von Rio de Janiero, dem Austragungsort der Olympischen Spiele 2016
- Jens Kroker, dreifacher Medaillengewinner bei den Paralympics, und 470er-Olympionike Patrick Follmann schnuppern Extreme-40-Luft
- Nächste Station Oman – in der siebten Saison werden 2013 acht Teams an acht einzigartigen Orten auf drei Kontinenten antreten. Der Startschuss fällt in Maskat am 5. März 2013

Im engsten Finale in der sechsjährigen Geschichte der Extreme Sailing Series hat The Wave, Muscat am Sonntag in Rio de Janeiro den Sieg mit dem knappsten möglichen Vorsprung von 0,2 Punkten vor Groupe Edmond de Rothschild errungen. Skipper Leigh McMillan konnte das finale Rennen, bei dem die doppelte Punktezahl zu gewinnen war, gelassen angehen, stand sein Sieg in der Jahresendabrechnung doch schon fest. Nach dem Rennen zeigte McMillan sich allerdings überwältigt: „Wir sind völlig hin und weg. Es war ein fantastisches Erlebnis, hier in Rio, bei diesem außerordentlichen Event, zu gewinnen. Es blieb bis zur letzen Minute spannend. Die Leistung des gesamten Teams war entscheidend. Die Mannschaft waren die ganze Saison über fantastisch und ich bin ihr sehr dankbar. Es war großartig und wir sind heute ein überglückliches Team.“
Fotos: Lloyd Images








Vor dem Act waren Leigh McMillan, Ed Smyth, Hannah Mills, Peter Greenhalgh und Hashim Al Rashidi als hohe Favoriten auf den Gesamtsieg gehandelt worden. Nachdem sie zuvor schon drei Acts gewonnen hatte, hätte ihnen in Rio ein sechster Platz genügt. Der spannendste Kampf war daher der um den zweiten Platz. Und diese Schlacht wurde, typisch für die Extreme Sailing Series, erst im letzten Rennen, bei dem die doppelte Punktzahl vergeben wurde, entschieden. Jedes der Top-4-Teams hätte zu diesem Zeitpunkt den Act noch gewinnen können, mit entscheidenden Auswirkungen auch auf die Saison-Wertung. Die Kampfansage war daher eindeutig: Jedes Team wollte gewinnen. Ein einziger Punkt trennte die ersten Drei, und es sollte daher bis zur allerletzten Minute spannend bleiben. In der einen Minute lag das österreichische Red Bull Sailing Team an der Spitze, dann übernahm Groupe Edmond de Rothschild die Führung, nur um sie im nächsten Augenblick wieder an ein Boot aus dem Oman abzugeben. Am Ende hatte Pierre Pennec die Nase vorn. Beeindruckende zehn gewonnene Wettfahrten bedeuten Platz 2 in Rio für den Franzosen und den dritten Platz in der Gesamtwertung für 2012. „Trotz einer leichten Enttäuschung war Rio ein großartiger Act. An der Spitze ging es zwischen den Booten sehr eng zu, aber wir haben als Team gut funktioniert. Wir haben gut gekämpft, und es war ein großartiger Wettbewerb“, sagte Pennec nach den Rennen.

In ihrem ersten Jahr in der Series mit Siegen in Maskat (Oman) und Cardiff (Wales) haben Morgan Larson und sein Team Oman Air bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Am Sonntag reichte ein fünfter Platz im Final-Rennen für den dritten Rang in Rio und Platz zwei in der Saisonwertung – das Double für Oman war damit perfekt. „Es war ein Tag voller Herausforderungen, und , wie ich den Jungs gerade gesagt habe, es war ein echter Charaktertest für alle Beteiligten. Die Männer auf dem Boot haben sich als großartiger Kämpfer erwiesen, die immer weiter gekämpft haben, auch wenn es mal nicht so gut für uns lief“, sagte Larson: „Mit dem Gesamtergebnis sind wir total zufrieden. wir haben das Optimum heraus geholt und schauen in eine großartige Zukunft.“ Eine bittere Enttäuschung hielt der Tag hingegen für Roman Hagaras Red Bull Sailing Team bereit, das auf den letzen paar Hundert Metern zwei Ränge verloren und damit einen Platz auf dem Sieger-Podest verpasste.

Rio de Janeiro hat sich mit Act 8 eingereiht unter die einzigartigen Schauplätze und Austragungsorte der Extreme Sailing Series wie Maskat (Oman), Qingdao (China), Istanbul (Türkei), Porto (Portugal), Cardiff (Wales) oder Nizza an der französischen Riviera. Die Series wird in den kommenden drei Jahren nach Rio zurückkehren, der Stadt der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016.

Das sechste Jahr der Extreme Sailing Series ist damit nach 209 Wettfahrten an sieben Orten in elf Monaten zu Ende gegangen. Die 2013 Series startet am 5. März in Maskat (Oman) mit acht Teams (sechs etablierten und zwei neuen). Nach vier Jahren in der Extreme Sailing Series werden die französischen „blauen Jungs“ von Groupe Edmond de Rotschild dann nicht mehr dabei sein. Sie werden sich im kommenden Jahr auf ihr Offshore-Programm konzentrieren. Cyril Dardashti, Generral Manger der Groupe Edmond de Rothschild, sagte: “Ich möchte dem OC-Sport-Team danken und gratulieren für seine harte Arbeit, sein Professionalität und für das Kaliber der Veranstaltungen an den unterschiedliche Orten dieser Welt-Tour. Dass wir nächste Jahr bei der Extreme Sailing Series nicht dabei sein werden, bedeutet nicht, dass wir eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt ausschließen.“

In Rio besuchten auch zwei deutsche Top-Segler die Series: Jens Kroker, dreifacher Medaillen-Gewinner bei den Paralympics, und Patrick Follmann, Olympiateilnehmer in London im 470er, segelten als Gäste des SAP Extreme Sailing Teams auf einer Extreme 40 mit.

Die Austragungsorte und Zeiten für 2013 werden noch vor Jahresende bekanntgegeben. Mit acht Veranstaltungsorten auf drei Kontinenten wird der Vorreiter des Stadion-Segelns damit im dritten Jahr eine echte Welt-Tour sein. Die Mannschaften werden auf der boot Düsseldorf am 20. Januar bekannt gegeben.

Extreme Sailing Series 2012, Act 8, Rio de Janeiro, Brasilien, Gesamtwertung nach Tag 4, 30 Wettfahrten (09.12.12)
Rang / Team / Punkte
1. The Wave, Muscat (OMA), Leigh McMillan, Ed Smyth, Pete Greenhalgh, Hannah Mills, Hashim Al Rashdi 192.2 Punkte
2. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec, Arnaud Psarofaghis, Hervé Cunningham, Roindex Petit, Bernard Labro 192 Punkte
3. Oman Air (OMA), Morgan Larson, Will Howden, Charlie Ogletree, Andy Maloney, Nasser Al Mashari 181 Punkte
4. Red Bull Sailing Team (AUT), Roman Hagara, Hans Peter Steinacher, Matthew Adams, Pierre Le Clainche, Graeme Spence 179 Punkte
5. SAP Extreme Sailing Team (DEN), Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Pete Cumming, Mikkel Røssberg, Jonas Hviid 166 Punkte
6. Alinghi (SUI), Pierre-Yves Jorand, Jean-Christophe Mourniac, Bruno Barbarin, Nils Frei, Yves Detrey 152 Punkte
7. GAC Pindar (GBR), Andrew Walsh, Anna Tunnicliffe, Mark Bulkeley, Adam Piggot, Richard Peacock 129.6 Punkte
8. ZouLou (FRA), Erik Maris, Philip Mourniac, Jean-Sébastien Ponce, Patrick Aucour, Bruno Jeanjean 119 Punkte
9. Team Brasil (BRA), Torben Grael, Alex Welter, Diogo Cayolla, André Mirsky, Marco Grael 92 Punkte

Extreme Sailing Series 2012, Gesamtwertung 2012 nach Act 8 in Rio
Rang / Team / Punkte
1. The Wave, Muscat 76.5 Punkte
2. Oman Air 65 Punkte
3. Groupe Edmond de Rothschild 64.5 Punkte
4. Red Bull Sailing Team 59 Punkte
5. GAC Pindar 45.5 Punkte
6. SAP Extreme Sailing Team 42 Punkte
7. Alinghi 35.5 Punkte
8. ZouLou 28 Punkte
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