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Kieler Woche 2012 - 16.-24.Juni 2012
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Pressemitteilung, 3/23. Juni 2012
Starboot Polgar/Koy: neun Rennen - neun Siege!
Beständigkeit ist Trumpf im zweiten Teil der Kieler Woche. Das gilt nicht nur für den Wind, der den Athleten in den 15 internationalen Klassen einmal mehr beste Bedingungen und damit ein schnelles, anspruchsvolles Programm mit mindestens drei Rennen auf allen Bahnen bot. "Die Bedingungen waren anspruchsvoll und trickreich", sagte Wettfahrtleiter Peter Ramcke, der froh war, bis aufdie seetüchtigen Kielboote auf Bahn Foxtrott alle Klasse vor der dunklen Wolke, die Böen mit 28 Knoten mitführte, im Hafen gehabt zu haben. Beständigkeit zeigten auch die Athleten selbst. Denn an der Spitze der Felder gab es kaum Veränderungen.
Im Radsport war die Legende Eddy Merckx ehemals als der "Kannibale" bekannt, da er seinen Gegnern nichts schenkte. Diesen Beinamen haben sich bei dieser Kieler Woche auch die Starboot-Segler Johannes Polgar/Markus Koy (Hamburg) verdient. In neun Rennen kreuzten sie neunmal als Erste die Ziellinie. Dennoch war das einzige Team von Weltformat in dieser olympischen Klasse bei der Kieler Woche froh, nach drei Rennen am Sonnabend den Hafen ansteuern zu dürfen: "Die Bahn auf dem Stollergrund wird nicht umsonst auch Stolpergrund genannt. Die See war auch durch die Windjammer-Parade ganz schön aufgewühlt mit einer unangenehmen Welle", sagte Polgar.
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Foto: Lars Krumnacker-SEGEL.DE

Kai Mares/J24
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Eindrucksvoll ist auch der Auftritt der Spanier bei den 29ern. Carlos Robles/Florian Trittel lassen sich offenbar nur durch einen Frühstart aufhalten. Zumindest stehen in ihrer Bilanz nach zehn Rennen neun Siege und eine Disqualifikation, die sie aber streichen können, so dass sie souverän vorn sind. Die Deutschen lauern mit einem Trio hinter der Spitze. Zwischen Platz drei und fünf sind Nils Carstensen/Jan Frigge (Flensburg), Paul Kohlhoff/Carolina Werner (Kiel) und Ole Kuck/Niclas Kath (Lübeck) platziert.
In die Riege der Serien-Sieger gehört auch der Däne Steffen Stegger im H-Boot. Er darf bisher sieben Tagessiege feiern und ist naturgemäß der Dominator seiner Klasse, der vor dem Abschlusstag nur noch theoretisch von der Spitze zu verdrängen ist.
Überlegen ziehen auch Wolfgang Hunger/Julien Kleiner (Strande/München) ihre Kreise im 505er. Beständig sind sie in vorderster Linie zu finden, geben aber durchaus mal der Konkurrenz die Gelegenheit, einzelne Sieg einzufahren. Die nutzte auch Tobias Schadewaldt (Kiel) mit Martin Schoeler (Hamburg). Obwohl Olympiasegler Schadewaldt zum ersten Mal in dem 505er sitzt, findet er sich doch bestens zurecht und liegt nach einer guten Serie und zwei Siegen auf Rang zwei. Olympiaklasse lässt sich eben schnell in anderen Disziplinen umsetzen. Davon zeigte sich auch Meike Schomäker (Kiel) beeindruckt, die im vergangenen Jahr mit ihrem Vorschoter Holger Jess (Eckernförde) noch ärgste Widersacherin von Wolfgang Hunger war, jetzt aber mit Platz sechs im Zwischenklassemnt vorlieb nehmen muss. "Nach unserem EM-Titel im vergangenen Jahr, haben wir noch nicht unseren Rhythmus gefunden. Aber mit zunehmender Dauer der Kieler Woche läuft es immer besser. Was Tobi hier zeigt, ist beeindruckend. Er hat ein super Bootshandling und setzt das perfekt um im 505er", so Schomäker.
Das gewohnte Bild ergibt sich bei den beiden Katamaran-Klassen. Detlef Mohr steuert mit Karen Wichardt auf Kurs Titelverteidigung in Hobie 16, und bei den Formula 18 sind in Abwesenheit der favorisierten Brüger Helge und Christian Sach (Zarnekau) Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen/Kiel) das Maß aller Dinge. Manko bei den Hobie 16 ist die geringe Meldezahl in diesem Jahr. "Wir wissen auch nicht, was schief läuft. Das ist eigentlich nicht typisch für die Klasse. Bei anderen Regatten sind über 50 Kats am Start", sagt Mohr, der wie seine Vorschoterin feststellte, dass die Segler bei kleineren Veranstaltungen mehr in den Mittelpunkt gehoben werden.
Derlei Probleme haben die J24 nicht. Sie sind die stärkste Kielboot-Klasse zur Kieler Woche und international wie national stark besetzt. Den Weg zurück an die Spitze hat dabei Kai Mares (Dänischenhagen) gefunden. Nachdem er in den Vortagen stets gegen den Segelmacher Frank Schönfeldt konkurrieren musste, setzte er sich nun durch einen Patzer des Hamburgers deutlich ab. "Wir haben extra ein neues Segel gebaut mit großen Fenstern. Aber in einer Schauerböe flatterte das Segel plötzlich etwas merkwürdig, und dann meldete der Vorschoter auch schon: ,Freie Sicht bis zum Mittelmeer'", berichtete Schönfeldt. Soll heißen: Das Fenster war komplett rausgeflogen und die Wettfahrt damit beendet. So steht nun Mares vor dem Gesamtsieg, bekannte aber: "Die Klasse ist top besetzt und es war bisher ein sehr enger Kampf. Das ist ja aber auch das Schöne."
Festgezurrt scheint das Podium bei den Contendern. Trotz wechselnder Ergebnisse führt wie am Vortag der Däne Sören Dulong Andreasen vor den Ex-Weltmeistern Andrea Bonezzi (Italien) und Jan von der Bank (Eutin). Und auch in der OK-Jolle bleibt es bei der bisherigen Führungskonstellation. Der Schwede Thomas Hansson-Mild führt vor dem Neuseeländer Greg Wilcox. Der amtierende Weltmeister Nick Craig (Großbritannien) ist zwar auf Platz drei geklettert. Das Führungsduo anzugreifen, dürfte ihm am letzten Tag aber schwer fallen.
Per Jörgensen aus Dänemark schickt sich an, den deutschen Crews im Folkeboot eine weitere empfindliche Niederlage auf heimischem Geläuf zuzufügen. Nachdem die heimischen Folke-Segler schon bei der Landesmeisterschaft und dem Trudelmaus-Pokal vor zwei Wochen den Dannebrog vor sich hersegeln sahen, steht die rot-weiße Nationalflagge der Dänen nun wieder an der Spitze. Allerdings ist der Vorsprung von Jörgensen gegenüber Ulf Kipcke (Strande) vor dem Finale nur hauchdünn.
Die Europes sind eine der wenigen Klassen, in der es ein ständiges Wechselspiel gibt. Nach dem dritten Tag hat sich der Franzose Sylvain Notonier als dritter Führender in drei Tagen ganz nach vorn geschoben.
Im Laser Radial hat sich der bisher Führende Däne Tobias Hemdorff selbst von der Spitze geschossen. Nach zwei Frühstart-Disqualifikationen und einem verpassten Rennen grüßt er nur noch vom zehnten Platz aus, während Theodor Bauer (Röbel) die Gunst der Chance nutzte und sich vor den nationalen Konkurrenten platzierte. Im Laser 4.7, der mit einem kleineren Rigg bestückt ist als das Schwesterschiff Laser Radial, führt weiterhin der Berliner Johannes Neumann.
Eine bei der Kieler Woche seltene südamerikanische Führung gibt es bei den 420ern. Die Chileninnen Nadja Horwitz/Francisca Fuente fuhren in allen neun Rennen unter den ersten Vier über die Ziellinie und haben nun die Chance die Tradition der vergangenen fünf Jahre fortzusetzen, in denen es stets Sieger aus anderen Nationen und von bisher drei Kontinenten gab. Nur Amerika und Afrika fehlen hier noch in der Siegerliste.
Im Flying Dutchman blieb bisher die Hoffnung von Laser-Ass Philipp Buhl (Sonthofen) unerfüllt , gemeinsam mit seinem Vorschoter Adalbert Netzer dem ungarischen Spitzenduo Szabolcs Majthenyi/Andras Domokos einen Tagessieg abnehmen zu können. Die Weltmeister waren wieder stets an der Spitze zu finden, kassierten aber eine Frühstart-Disqualifikation.
Kieler Woche im Ergebnis
Olympischer Klassen:
Starboot (9): 1. Johannes Polgar / Markus Koy (Hamburg,1/1/1/1/1/1/1/1/(1))8 Punkte; 2. Andrey Berezhnoy / Sergey Masalov (RUS,5/2/2/2/5/(18)3/4/3)26; 3. Lars Kiewning / Stefan Paust (Berlin,4/3/3/7/4/4/2/(10)4)31; 4. Pavlo Bondar / Maltsev Konstantin (UKR,8/6/(18)3/2/2/6/3/2)32; 5. Reinhard Schmidt / Niels Hentschel (Starnberg-Percha,2/4/4/13/6/(18)7/2/5)43; 6. Beigel-Vosbury Barbara / Guy Avellon (USA,3/(11)7/4/7/8/9/8/7)53;
Internationale Klassen:
Tornado (6): 1. Roland Gaebler / Nahid Gaebler (Bremen,1/1/1/1/(2)1)5 Punkte; 2. Stéphanie Rossé / Michael Gloor (SUI,2/2/2/3/(4)3)12; 3. Hannes Jantke / Philip Wetzig (Salzgitter,3/3/4/4/3/(4))17; 4. Henriette Gruse / Jan Weber (Hamburg,5/4/3/5/6/(12))23; 5. John Ready / Martin Sedevic (GBR,12/12/(12)2/1/2)29; 6. Klaus Rocholl / Sven Rausch (Möhnesee,4/12/12/(12)5/5)38;
Flying Duchman (8): 1. Szabolcs Majthenyi / Andras Domokos (HUN,1/2/1/1/1/(32)1/1)8 Punkte; 2. Philipp Buhl / Adalbert Netzer (Sonthofen,2/3/3/2/2/2/(4)3)17; 3. Kilian König / Johannes Brack (Waldeck-Scheid,5/1/2/4/7/1/2/(32))22; 4. Jiri Hruby / Roman Houdek (CZE,9/6/5/7/8/(32)3/4)42; 5. Robert de Lange / Klaas van der Spek (NED,7/32/(32)3/3/4/10/13)72; 6. Shmuel Markhoff / Michael Matscheroth (Frankfurt,32/(32)6/8/5/14/5/7)77;
505er (9): 1. Dr. Wolfgang Hunger / Julien Kleiner (Strande,2/1/1/1/2/2/(3)2/2)13 Punkte; 2. Tobias Schadewaldt / Martin Schoeler (Hamburg,21/2/4/2/3/(21)1/6/1)40; 3. Jens Findel / Johannes Tellen (Kiel,19/3/5/4/(22)7/2/1/4)45; 4. Morten Bogacki / Dehne Lars (Velbert,3/4/2/(18)4/15/9/5/7)49; 5. Stefan Böhm / Gerald Roos (Hürth,(18)8/3/10/1/6/11/3/8)50; 6. Meike Schomäker / Holger Jess (Kiel,10/14/8/7/(16)4/10/4/3)60;
Formula 18 (9): 1. Jörg Gosche / Hannes Pegel (Bremen,1/5/1/1/8/1/(26)3/2)22 Punkte; 2. Eckart Kaphengst / Sönke Kühl (Kiel,4/2/7/8/10/(13)1/2/1)35; 3. Andreas John / Sven Lindstädt (Hamburg,8/1/3/(12)4/3/7/9/5)40; 4. Dr. René Schwall / Dr. Chris Hartkopf (Kiel,7/9/8/(26)1/2/4/1/10)42; 5. Thomas Visser / Michael Walther (Kiel,9/3/(26)2/5/10/8/8/11)56; 6. Martin Friedrichsen / Finn Heeg (Flensburg,2/12/2/26/9/4/2/4/(26))61;
Hobie 16 (9): 1. Detlef Mohr / Karen Wichardt (Reinfeld,3/3/(5)1/1/1/1/2/4)16 Punkte; 2. Knud Jansen / Anke Delius (Kiel,2/1/3/5/2/2/2/1/(12))18; 3. Stefan Wiese-Dohse / Susanne Gehrmann (Scharbeutz,4/2/1/(9)6/7/3/4/2)29; 4. Chris Hancock / Kerstin Sommer (AUS,7/4/4/3/3/3/(7)3/3)30; 5. Stephan Schubert / Tom Schreyack (Hamburg,(8)7/7/2/5/5/4/5/1)36; 6. Stefan Rumpf / Karen Schröder (Hamburg,1/5/6/4/8/8/5/12/(12))49;
Contender (9): 1. Sören Dulong Andreasen (DEN,(7)1/2/1/1/1/2/1/5)14 Punkte; 2. Andrea Bonezzi (ITA,(19)2/1/2/2/4/1/5/2)19; 3. Jan von der Bank (Eutin,2/3/3/6/3/2/(8)3/1)23; 4. Jesper Nielsen (DEN,1/4/(6)3/4/3/4/2/3)24; 5. Christoph Engel (Hamburg,(15)10/8/7/5/5/3/6/4)48; 6. Volker Niediek (Braunschweig,3/5/5/18/17/(18)6/4/10)68;
OK-Jolle (9): 1. Thomas Hansson-Mild (SWE,1/2/3/1/(5)1/2/1/1)12 Punkte; 2. Greg Wilcox (NZL,2/1/2/2/2/3/1/3/(3))16; 3. Nick Craig (GBR,(13)3/4/3/1/2/3/5/2)23; 4. Joergen Lindhardtsen (DEN,3/4/5/4/8/4/9/(9)6)43; 5. Gunter Arndt (Solroed Strand (DK),8/6/1/9/6/(36)7/4/4)45; 6. Oliver Gronholz (Bad Segeberg,12/8/6/(36)4/5/13/6/9)63;
J/24 (9): 1. Kai Mares / Nils Schröder / Tobias Peters / Tobias Feuerherdt / Jan-Marc Ulrich (Dänischenhagen,4/2/1/3/2/(5)2/2/1)17 Punkte; 2. Frank Schönfeldt / Till Krüger / Nick Feuerstein / Thorsten Sperl / Finn Möller (Hamburg,1/3/8/1/6/1/3/5/(34))28; 3. Manfred König / Tina Lülfing / Nils Glockow / Michael Peters / Olaf Schmidt (Hamburg,2/1/11/(14)1/7/1/1/9))33; 4. Jan Kähler / Christian Carstens / Heyo Schönwaldner / Roland Böhm / Olaf Zietz (Hamburg,13/4/6/2/8/(20)7/3/2)45; 5. Till Pomarius / Theo Pomarius / Christian Warnecke / Bele Schütt / Maximilian Bischof (Hamburg,6/10/(15)4/7/2/5/6/12)52; 6. Matthias Garzmann / Niklas Phillips / Kai Arendholz / Michael Skotzki / Thorsten Glabisch (Hannover,7/5/9/12/(17)8/4/4/7)56;
Folkeboote (9): 1. Per Joergensen / Kristian Hansen / Heines Nielsen (DEN,4,5/3/1/1/2/2/(12)2/1/16,5 Punkte; 2. Ulf Kipcke / Gero Martens / Dieter Kipcke (Neumünster,3/1/2/5/1/3/(6)1/3)19; 3. Walther Furthmann / Paul Girolstein / Hans Christian Mrowka (Kiel,1/4/3/4/(28)1/2/3/4)22; 4. Christian Thomsen / Claus Schou / Henrik Holk (DEN,2/2/(11)2/4/10/1/6/6)33; 5. Juergen Breitenbach / Torben Rakow / Fabian Gäde (Kiel,4,5/13/6/6/3/8/3/4/(21))47,5; 6. Carl-Otto Hedegaard / Ole Hjaltelin / Peter Secher (DEN,(15)12/9/12/5/5/13/7/2)65;
Europe (9): 1. Sylvain Notonier (FRA,9/3/3/3/(22)2/6/4/2)32 Punkte; 2. Gustav Petterson (SWE,8/4/5/4/5/4/(12)1/3)34; 3. John Diedrichs (SWE,19/1/2/1/3/6/5/(52)1)38; 4. Anna Livbjerg (DEN,2/7/7/11/6/3/(22)11/5)52; 5. Schilt i Catafal Pau (ESP,10/10/4/5/4/11/9/5/(12))58; 6. Kaczmarek Marek (POL,11/2/6/8/15/(25)18/6/10)76;
Laser Radial open (9): 1. Theodor Bauer (Malchin,2/3/3/1/4/1/2/1/(5))17 Punkte; 2. Maximilian Müller (Stein,5/2/4/3/(8)7/7/3/1)32; 3. Magnus Simon (Hamburg,6/(12)7/2/5/4/9/5/3)41; 4. Leon Passlack (Hamburg,7/6/16/9/9/3/(16)8/4)62; 5. Nik Aaron Willim (Schleswig,4/4/(15)12/1/41/1/2/2)67; 6. Patrick Aggeler (Friedrichshafen,9/(17)6/14/3/14/5/12/8)71;
Laser 4.7 (9): 1. Johannes Neumann (Berlin,2/2/1/4/1/(13)5/5/1)21 Punkte; 2. Michael Linder (Ingolstadt,5/1/3/2/(9)2/6/7/3)29; 3. Eric Toralf Malach (Zarrentin,3/3/2/1/2/5/8/(21)17)41; 4. Florian Skyrde (Neustadt,(12)5/7/6/6/7/11/3/5)50; 5. Jana Jakob (Wustermark,1/8/6/13/12/4/2/(14)6)52; 6. Philipp Steenbuck (Lengede,6/6/8/14/5/8/(19)1/8)56;
29er (10): 1. Carlos Robles / Florian Trittel (ESP,1/1/1/1/1/1/1/(47)1/1)9 Punkte; 2. Marti Llena Prats / Oriol Mahiques (ESP,1/1/4/1/(10)8/4/4/4/3)30; 3. Nils Carstensen / Jan Frigge (Flensburg,2/4/4/2/4/2/(29)1/3/11)33; 4. Paul Kohlhoff / Carolina Werner (Altenholz,5/8/13/6/3/1/3/2/2/(14))43; 5. Ole Kuck / Niclas Kath (Lübeck,5/3/3/10/10/3/9/8/9/(10))60; 6. Johanna Sommarlund / Marcus Anjemark (SWE,4/2/2/7/14/12/7/(21)5/8)61;
H-Boot (9): 1. Steffen Stegger / Carsten Pedersen / Lars Christansen (DEN,2/1/1/1/(5)1/1/1/1)9 Punkte; 2. Helmut Claussen / Marc Müller / Kai Spranger (Fahrdorf,1/2/3/3/3/(4)2/2/2)18; 3. Thomas Sander / Lutz Viehweger / Bernd Deertz (Menden,(9)4/2/7/2/7/4/4/3)33; 4. Thomas Kausen / Alexander Eilhard / Jani Funk (Wonneberg (St. Leonhard),4/6/(12)2/6/3/3/3/6)33; 5. Knut Viehweger / Burkhard Jakubeit / Rainer Kamrath (Düsseldorf,(8)5/4/5/1/5/5/5/4)34; 6. Peter Nürnberger / Marco Krogull / Florian Zimmermann (Bad Saarow,5/9/6/6/4/6/6/(9)5)47;
420er (9): 1. Nadja Horwitz / Francisca Fuentes (CHI,4/4/(4)1/3/1/1/1/2)17 Punkte; 2. DavidD Charles / Alex Charles (ESP,1/1/1/5/1/6/2/5/(17))22; 3. Pieter Goedhart / Lars Stekelenborg van (NED,10/3/2/7/7/2/4/(49)3)38; 4. Santi Mas Depares / Jaime Menescal (ESP,1/5/1/4/(13)10/3/12/5)41; 5. Fabian Graf / Leon Probandt (Berlin,2/4/8/11/2/3/(35)17/8)55; 6. Aura Miquel / Marina Cano (ESP,5/9/14/3/8/4/11/2/(23))56;
Senatspreis:
ORC I: 1. "ALL4ONE" Jochen Schümann (Kiel); 2. "Desna" Sven Wackerhagen (Kiel); 3. "ONE4ALL" Thomas Ross (Kiel); 4. "Audacious" Robert Jacobsen (Gelting); 5. "Calypso" Gerd Clausen (Kiel); 6. "Inschallah VI" Volker Andreae (Hamburg);
ORC II: 1. "Lutzifer" Martin Lutz (Kiel); 2. "Team Arken Zoo" Patrik Forsgren (SWE); 3. "Schmitzkatze" Klaus Kalkreuth (Kiel); 4. "Aloha Mare" Klaus Meier (Kronshagen); 5. "Asia de Cuba" Felix Hauß (Düsseldorf); 6. "Resoltute" Andi Lochbrunner (Lindau);
ORC III/IV: 1. "RubiX" Max Gurgel (Kiel); 2. "halbtrocken" Dr. Knut Freudenberg (Bad Laer); 3. "SiouXsie" Soeren Jepsen (Kiel); 4. "Peggy" Dagmar Hilcken (Flensburg); 5. "Passion X" Andreas Wulfes (Oyten); 6. "Longo Mai" Thomas Jung (Kiel);
Weitere Informationen unter www.kieler-woche.de
Ansprechpartner für die Presse:
Hermann Hell
Pressemitteilung, 1/23. Juni 2012
Kieler Woche: Speedsailing zum Anfassen in der Audi Sailing Arena
Mit der Audi Sailing Arena vor dem Hindenburgufer auf der Kieler Innenförde hat Audi neben den Übertragungen der Regatten im Kieler Woche TV powered by Audi spannende Segelwettkämpfe direkt zum Zuschauer gebracht. Gesegelt wird auf Tornados, was dem Zuschauer vor dem Kieler Yacht Club rasante Regatten garantiert.
"Die Audi Sailing Arena ist perfekt", stellt der mehrfache Welt-und Europameister im Tornado, Roland Gäbler, fest. Bereits am ersten Tag fuhr das Team Roland und Nahid Gäbler in vier Rennen vier Siege ein. "Das Konzept garantiert kurze, knackige Rennen, bei denen die Zuschauer bestens verfolgen können, was an Bord vor sich geht, wie die Taktiken der einzelnen Sportler sind. Diese kurzen Rennen sind für die Segler mental und physisch sehr anspruchsvoll, da viel mehr Manöver gefahren werden als auf längeren Kursen, man ständig hochkonzentriert sein muss, und auch noch die andere Schifffahrt im Auge haben muss", so Gäbler. " Die Audi Sailing Arena ist der einzige Segelkurs mit einem Sponsorennamen weltweit", so Gäbler weiter. "Wir haben dieses Konzept auch der ISAF angeboten. Das würde unseren Sport weiter bringen", ist der Weltmeister überzeugt. "Es ist ein Konzept, das sich in Zukunft weiterentwickeln wird. Es bietet die Chance, hochklassige Events mit einer schlanken Organisationsstruktur ohne die Notwendigkeit einer großen Flotte hochmotorisierter Juryboote und mit der Chance einer gemeinschaftlich organisierten und damit günstigen Transportlogistik. Das ermöglicht ein grünes Event zu geringen Kosten mit einer großen Publikumswirksamkeit, die auch die lokale Wirtschaft partizipieren lässt und das für den Nachwuchs attraktiv ist", ist sich Gäbler sicher. "Hier in Kiel könnte die Zusammenarbeit mit den Wettfahrtleitern und den Organisatoren nicht besser sein. Man erkennt manchmal gar nicht, wer Segler ist und wer zur Organisation gehört, so sehr ziehen alle an einem Strang."
Roland Gäbler, der mit seiner Frau Nahid seit Jahren erfolgreich als gemischte Crew im Tornado segelt, sieht die Entscheidung, sich bei Olympia auf Mixed Crews festzulegen dennoch kritisch: "Ich hätte es besser gefunden, wenn es weiterhin offen gewesen wäre. Viele ausgezeichnete Männercrews werden so auseinander gerissen, einige haben deswegen bereits aufgegeben"; stellt er fest. Befürchtungen, dass deswegen das sportliche Niveau sinken könne, hat er jedoch nicht. "Es gibt genug ausgezeichnete und talentierte Seglerinnen, die jetzt einsteigen. Wenn man so hört, wer sich da engagieren will, macht das Mut. Es werden so nur zwangsläufig weniger Crews werden als bei einer offenen Klasse." Persönlich bevorzugt er die Mixed Situation mit Ehefrau Nahid: "Es ist eine tolle Herausforderung für eine Partnerschaft, unter Druck zusammen Höchstleistungen zu vollbringen. Die Fan-Resonanz ist ebenfalls anders und wirklich spannend. Wir haben ungefähr 50 Prozent weibliche Interessenten, die uns ansprechen. Und dass gemischte Crews auch gegen reine Männercrews gewinnen können, haben wir ja nun mehrfach bewiesen."
In Bezug auf die olympische neue Nacra 17 Klasse ist Roland Gäbler gespannt: "Das neue Boot ist bestellt, es wird wohl irgendwann im Herbst geliefert werden. Wenn es zeitlich passt, finden die ersten Trainings noch hier in Kiel statt, ansonsten weichen wir gleich nach Spanien aus, wo wir im Winter perfekte Trainingsbedingungen finden und auch schon Trainingspartner haben. Ziel und Wunsch ist die Teilnahme am World Cup in Melbourne im Dezember, ansonsten die folgenden Regatten in Miami im Januar. Die erste europäische Competition in der neuen Klasse in Palma zu Ostern nächstes Jahr ist natürlich Pflicht. 2016 wollen wir bei den Olympischen Spielen dabei sein. Das ist auch die große Chance für Nahid, das zu erleben, sie war ja noch nie dabei", so der Gewinner der olympischen Bronzemedaille des Jahres 2000.
Weitere Informationen unter www.kieler-woche.de
Hermann Hell
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