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Kieler Woche 2012 - 16.-24.Juni 2012
www.kieler-woche.de -Übersicht
24.06.2012
Die Kieler Woche sagt Tschüß. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr
Das Kieler-Woche-Team sagt Tschüß bis 2013. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Helfer, Organisatoren und Partner der Kieler Woche wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kieler-Woche-Regatten eine gute und sichere Heimfahrt. Wir freuen uns, wenn Ihnen die Kieler Woche gefallen hat und Sie nächstes Jahr wieder vor Kiel antreten. Allen Empfängern der Kieler-Woche-Pressemitteilungen wünschen wir etwas mehr Ruhe in der Mailbox. Foto: Helly Hansen/www.segel-bilder.de
Kieler Woche 2013, 22. bis 30. Juni
Weitere Informationen unter www.kieler-woche.de
Ansprechpartner für die Presse:
Hermann Hell
Pressemitteilung, 3/24. Juni 2012
Kieler Woche: Schaulaufen der Seriensieger und Weltmeister
Schaulaufen der Seriensieger und Weltmeister zum Abschluss der Kieler Woche. Am finalen Regattatag der olympischen Starboote und der 14 internationalen Klassen spielte die Sonne zwar nicht mehr mit, der schwache Wind gab den Favoriten auf den acht Bahnen aber noch einmal Gelegenheit, um sich bestens in Szene zu setzen. Das nutzte vor allem der fünfmalige 505er-Weltmeister Wolfgang Hunger (Strande), der mit seinem Vorschoter Julien Kleiner (München) seine Rekordserie zur Kieler Woche auf nunmehr 20 Siege im 505er und 470er ausbaute. Makellos war der Erfolg im Starboot durch die Hamburger Johannes Polgar und Markus Koy, die nach zehn Siegen ebenfalls vorzeitig den Sieg sicher hatten.
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Polgar Starboot
Foto: www.segel-bilder.de

Hunger 505er
Foto: Kieler Woche/okpress

Peter Ramke(re)
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Der Abschluss der Kieler Woche 2012 war gleichzeitig auch der vorzeitige Schlusspunkt für den obersten Wettfahrtleiter Jobst Richter, der nach insgesamt 26 Jahren in Kieler-Woche-Funktionen zum kommenden Jahr eine Pause einlegt und mit seiner Frau die Mittsommernacht in Schweden erleben will. Umso mehr freute sich Richter, dass die Kieler Woche in ihrem 130. Jahr derart vom Wind begünstigt war, dass in der zweiten Hälfte fast ausnahmslos das geplante Programm über die Bühne gebracht werden konnte.
Glücklich waren auch Wolfgang Hunger/Julien Kleiner. Obwohl sie mit 49er-Ass Tobias Schadewaldt (Kiel) Konkurrenz von einem aktuellen Olympia-Starter bekommen hatten, der sich bei seinem ersten Einsatz im 505er mit seinem Vorschoter Martin Schoeler (Hamburg) auf Rang vier auch hervorragend in Szene setzte, dominierten Hunger/Kleiner von Beginn an das Geschehen. Ausnahmslos fuhren die Titelverteidiger Ränge in den ersten Drei ein, profitierten dabei davon, dass Wolfgang Hunger in den vergangenen Wochen noch ein paar Kilo leichter und das Team damit noch schneller geworden ist. Die hochkarätig besetzte Konkurrenz mit den Europameistern Meike Schomäker/Holger Jess (Kiel/Eckernförde) und Olympiasieger Jörgen Bojsen-Möller (Dänemark) hatte dem nichts entgegenzusetzen und landete lediglich auf den Plätzen. Hunger/Kleiner konnten bereits ein Rennen vor Abschluss in den Hafen fahren. Die stärkste Konkurrenz kam ebenfalls aus einer olympischen Klasse: Morten Bogacki (DYC/Velbert) errang mit Vorschoter Lars Dehne Platz zwei.
"Die Presse hat die Chance auf den 20. Sieg ja hochgeschrieben. Daher wurde man schon mehrfach darauf angesprochen. Und die Wertigkeit ist schon größer als sonst", sagte Hunger. Obwohl das Duo laut Kleiner nur zwei Regatten und ein paar Tage auf der Förde zur Vorbereitung hatte, waren sie der Konkurrenz doch klar überlegen. "Vielleicht waren die anderen nicht so gut drauf oder unser Boot lief besonders gut", begründete Hunger den klaren Erfolg, mit dem die beiden nun Favoriten auf ihr drittes gemeinsames WM-Gold sind.
Johannes Polgar feierte mit dem ungefährdeten Erfolg im Starboot seinen zweiten Sieg bei der Kieler Woche. Der erste liegt allerdings bereits fünf Jahre zurück. 2007 triumphierte Polgar im Tornado mit Vorschoter Florian Spalteholz. Diesmal dominierte Polagr nun mit Markus Koy das Geschehen in der noch olympischen Kielboot-Klasse und durfte bereits nach zehn Siegen vorzeitig in den Hafen fahren, um der Konkurrenz im Abschlussrennen wenigsten einmal die Chance zu einem Tagessieg zu geben. "Obwohl die Zeit vorher sehr stressig war, haben wir uns wahnsinnig darauf gefreut, hier starten zu können", sagte Polgar. Er würde den Star nicht nur gern weiter als Olympiaklasse, sondern auch in der Kieler Woche sehen, glaubt aber an eine schwierige Zukunft beim Wegfall des Olympia-Status'. "Auf den Revieren in Süddeutschland kommen große Felder zusammen, für die Ostsee wird es allerdings schwierig", so Polgar.
Ein Jubiläums-Wiederholungstäter ist auch Detlef Mohr im Hobie 16. Mit wechselnden Vorschotern feierte der Reinbeker bereits seinen zehnten Erfolg vor Kiel. Für Karen Wichardt war es der vierte an seiner Vorschot. Das Duo profitierte indes auch davon, dass die ärgsten Widersacher Knud Jansen/Anke Delius (Kiel) am vorletzten Tag ein Rennen mit Ruderschaden hatten aufgeben müssen.
Erwatungsgemäß setzten sich in der zweiten Katamaran-Klasse vor Kiel Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen/Kiel) durch. Im Formula 18 reichten ihnen zum Abschluss zwei vierte Plätze, um den zweiten Kieler-Woche-Erfolg in dieser Klasse nach 2008 einzufahren.
Obwohl sich der Däne Steffen Stegger im H-Boot zum Auftakt in den finalen Tag einen Ausrutscher erlaubt hatte, durfte er am Ende doch jubeln. Denn mit dem Rennsieg zum Abschluss gelang dem Weltmeister von 2010 die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Kieler Woche.
Bei den Folkebooten gelang Lokalmatador Walther Furthmann noch der Sprung auf Platz eins. Per Jörgensen (Dänemark), Kieler-Woche-Sieger von 2010 und Gewinner des Goldpokals von 2002, kassierte noch eine Disqualifikation und musste den Kieler damit vorbei ziehen lassen.
Im vierten Anlauf gelang Kai Mares in der J24 endlich der ersehnte Erfolg. Zweimal hatte der Dänischenhagener schon in der Platu25 triumphiert, nach seinem Umstieg in seine neue Klasse, der stärksten Kielboot-Flotte zur Kieler Woche, hatte er Platz eins bisher verfehlt. Diesmal aber war er mit der Empfehlung eines Vize-EM-Titels angereist und nutzte seine Chance, nachdem sich die beiden Widersacher im Kampf um Platz eins am vorletzten Tag verabschiedet hatten. Zum Abschluss genügte eine durchschnittliche Leistung zum Platz auf der obersten Stufe des Siegertreppchens.
Auch wenn Krimi-Drehbuch-Autor Jan von der Bank (Eutin) bei den Contendern mit von der Partie war und das Geschehen in der Spitze auch mitbestimmte, so kam im Kampf um den Sieg zum Abschluss keine Spannung mehr auf. Der Däne Sören Andreasen, der im April erst auf den dritten Platz bei der WM gesegelt war, schloss die Kieler Woche mit zwei Tagessiegen und einem souveränen Gesamtsieg ab. Jan von der Bank, Weltmeister von 2005, kam schließlich auf Platz zwei, während Rekord-Weltmeister Andrea Bonezzi (Italien) noch vom Podium fiel und Jesper Nielsen (Dänemark) Platz drei überlassen musste.
Die Führenden in der OK-Jolle machten es zum Abschluss noch einmal spannend. Während sich der Schwede Thomas Hansson-Mild ebenso zwei Patzer erlaubte wie der Neuseeländer Greg Wilcox, beide Ex-Weltmeister, hatte der amtierende Weltmeister Nick Craig (Großbritannien) mit einem dritten und einem ersten Platz einen starken Tag. Am Ende konnte Hansson-Mild seine Führung nur knapp behaupten und siegte vor Craig und Wilcox.
Ohne Diskussion war der Sieg im Flying Dutchman. Die Ungarn Szabolcs Majthenyi/Andras Domokos ließen sich auch durch den Auftritt von Deutschlands Laser-Ass Philipp Buhl (Sonthofen) mit Vorschoter Adalbert Netzer nicht beeindrucken. Nach acht Siegen in zehn Rennen konnten die achtmaligen Weltmeister ihren vierten Sieg vor Kiel in Folge.
Viele neue Gesichter gab es in den Führungspositionen der jugendlich geprägten Klassen. Eine überlegene Vorstellung lieferten dabei die Spanien Carlos Robles/Florian Trittel bei den 29ern ab. Beste Deutsche wurden die Flensburger Nils Carstensen/Jan Frigge auf Rang drei. Nach Chile ging der Sieg in der zahlenmäßig größten Klasse der Kieler Woche. Nadja Horwitz/Francisca Fuentes entführten den 420er-Pokal nach Südamerika.
In den beiden Laser-Klassen durften dagegen deutsche Starter triumphieren. Sie trafen allerdings auch auf geringe internationale Konkurrenz. Theodor Bauer (Müritz) stand bei den Radial-Seglern ganz oben, Johannes Neumann (Berlin) war sein Pendant bei den 4.7-Akteuren.
Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang dagegen in der Europe-Klasse. Der Franzose Silvain Notonier eroberte am Schlusstag die Spitze zurück und feierte damit den dritten Sieg bei der Kieler Woche in Folge.
"Für das nächste Jahr werden wir mit verschiedenen Klassen sprechen. Wir möchten sie ansprechen und unterstreichen, dass die Segler/innen im Mittelpunkt stehen", blickte Richters Nachfolger Peter Ramcke bereits kurz nach der Siegerehrung nach vorn.
Hermann Hell
Wolfgang Hunger/Julien Kleiner (Strande/München) gewinnen die Kieler Woche. Hunger holt damit seinen 20. Kieler-Woche-Sieg. Foto: Kieler Woche/www.segel-bilder.de
Johannes Polgar/Markus Koy (Hamburg) sichern sich souverän den Kieler-Woche-Sieg.Foto: Kieler Woche/okpress
Bildarchiv der Kieler Woche
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Pressemitteilung, 2/24. Juni 2012
Kieler Woche: Hunger schraubt den Rekord auf 20
Der Strander Wolfgang Hunger hat die Rekordmarke hochgeschraubt und sicherte sich bereits vor der letzten Wettfahrt den 20. Kieler-Woche-Sieg. Zusammen mit Vorschoter Julien Kleiner gewann der ehemalige 470er-Olympiateilnehmer die Kieler Woche 2012 nach zehn Wettfahrten im 505er souverän und musste zur letzten Wettfahrt nicht mehr antreten. Auch der 49er-Olympiateilnehmer Tobias Schadewaldt (Kiel) konnte den 505er-Weltmeister von 2011 nicht stoppen.
"Durch Juliens Umzug nach München sind unsere Trainingsmöglichkeiten deutlich reduziert, aber es klappt zum Glück trotzdem", so Hunger, der einige Pfunde herunter gehungert hat, um auch bei leichten Winden vor allem der schnellsten Seglerin Meike Schomäker (Kiel) mit Vorschoter Holger Jess (Eckernförde) Paroli bieten zu können.
Weitere vorzeitige Kieler-Woche-Sieger sind in der olympischen Starboot-Klasse Johannes Polgar/Markus Koy (Hamburg) mit nur ersten Plätzen, Sören Dulong Andreasen (Dänemark) im Contender und Steffen Stegger (Dänemark) mit Crew im H-Boot.
In den elf Klassen wird der Kieler-Woche-Titel noch vergeben. Die letzte Startmöglichkeit ist um 14 Uhr. Die Siegerehrung ist für 16 Uhr geplant.
Weitere Informationen unter www.kieler-woche.de
Hermann Hell
Pressemitteilung, 1/24. Juni 2012
Kieler Woche: Peter Ramcke folgt Jobst Richter
Eigentlich haben die Segler/innen bei der Kieler Woche schon länger auf sein Kommando gehört, denn seit fünf Jahren ist Peter Ramcke (54) für die Ausschreibungen und Segelanweisungen der Kieler-Woche-Regatten zuständig. Nach dieser Kieler Woche (16. bis 24. Juni) wird der Unternehmensberater für IT-Strategien und Projektmanager dann auch ganz offiziell Organisationschef der Kieler-Woche-Regatten und übernimmt das Amt von Jobst Richter (60), der nach acht Jahren zurücktritt.
Wie Richter ist auch Ramcke ein Teamplayer. Herausragende Leistungen wie die Kieler Woche seien nur von Teams zu schaffen. "Professionalität und der Spaß für jeden Einzelnen dabei zu sein, sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Mir ist es wichtig, die erfolgreich eingeschlagenen Wege mit dem Team weiterzugehen und die weltweite Vorrangstellung der Kieler Woche weiter auszubauen", so der 54-Jährige.
Ramcke ist seit seiner Jugend auf Segelschiffen zuhause und aktiver Regattasegler in verschiedenen nationalen Jollen- und Kielbootklassen. Durch seinen Vater verbunden mit dem Dickschiffsegeln und seit zehn Jahren Besitzer eines Hobie 16 kennt der dreifache, alleinerziehende Vater somit alle Facetten des Segelsports, der zur Kieler Woche angeboten wird.
Hans Jürgen Blunck hatte den jungen Peter Ramcke in den 90er Jahren für eine Dart-WM vor Travemünde für die Aufgaben der Wettfahrtleitung gewinnen können. Einmal dabei, wurde es zur Leidenschaft. "Ich habe dort gelernt, dass Wettfahrtleitungen auf Kundenservice orientiert ausgerichtet arbeiten können", so Ramcke, der diese Ausrichtung auch in Kiel erlebt hat und weiter ausbauen will.
Im Team des 2002 verstorbenen Klaus Krogmann (HSC) übernahm Ramcke 1993 das Schlauchboot mit der PIN-End-Funktion und fand schnell Gefallen an den neuen Aufgaben. Die Aufgaben des Wettfahrtleiters bei der Travemünder Woche sowie zahlreiche Erfahrungen bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften als Prinzipal Race Officer und Wettfahrtleiter folgten.
2002 übernahm der Mönkeberger, inzwischen International Race Officer der ISAF, zur Kieler Woche die Wettfahrtleitung der Bahn der olympischen 470er Jollen und der internationalen 505er- und FD-Klassen. Seit 2008 ist Ramcke für die Segelanweisungen zuständig. Er setzt sich konsequent für die Ausrichtung der Kieler Woche nach den internationalen Standards ein und bekommt den Spitznamen "Mr. ISAF". Auch die Pflege internationaler Netzwerke und die Verpflichtung "Charly Cooks" (USA) als oberster Wettfahrtleiter und damit Promoter der Kieler Woche im Vorjahr trägt seine Handschrift.
Überhaupt sind es seine internationalen Verbindungen, die Ramcke auszeichnen. 2006 wurde er als International Technical Official (ITO) für die Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Segelwettbewerbe in Qingdao (China) nominiert und war demzufolge drei Jahre lang für den Weltsegler-Verband (ISAF) in China im Einsatz. 2009 folgte die Einladung nach Weymouth (Großbritannien) als ITO bei "Sail for Gold". Die logische Konsequenz: 2011 wurde der Kieler für die olympischen Segelwettbewerbe in Weymouth nominiert und Mitglied des ITO-Teams beim olympischen Testevent 2011 sowie bei den Olympischen Spielen in diesem Jahr.
Diese Internationale Erfahrung und die entstandenen Kontakte kommen der Kieler Woche zugute, denn Ramcke war federführend an der Umsetzung und Entwicklung einer europäischen Segelserie beteiligt, die nach mehr als einem Jahr Vorbereitung 2013 starten soll. Als 2010 bei der Umgestaltung des Sailing World Cups schnell deutlich wurde, dass die bestehende Konstruktion nicht mit der Kieler Woche zusammenpasst, wurde die Strategie einer europäischen Serie entwickelt, deren Projektleitung die Kieler Woche unter Peter Ramcke übernahm. Der Europäische Seglerverband (Eurosaf) und die ISAF wurden mit ins Boot geholt, ohne dass die Eigenständigkeit der fünf Veranstaltungsorte (Medemblik/Niederlande, Kiel, Weymouth/Großbritannien, La Rochelle/Frankreich und Riva/Italien) verloren ging. Im März dieses Jahres wurde der Vorvertrag unterzeichnet und der Schulterschluss festgezurrt. Der European Sailing Cup ist ein weiterer Meilenstein für die Kieler Woche, die nun von Ramcke entscheidend mitgeprägt wird.
Hinweis für Sonntag, den 24. Juni: Auf allen Bahnen sind bei rund neun bis 13, zunehmend 14 bis 17 Knoten Wind aus südlicher Richtung zwei Wettfahrten geplant. Die Siegerehrung findet um 16 Uhr im Festzelt in Schilksee statt.
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