78. Nordseewoche 2012 - 25.05.-01.Juni 2012
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78.Nordseewoche 2012
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31.05.2012
Pantaenius Rund Skagen Regatta: Rostocker Yacht "SEB" Erste im Ziel

(Hamburg, 31. Mai 2012) Die ersten Yachten sind bei der Pantaenius Rund Skagen Regatta nach über 63 Stunden Segeln ins Ziel vor Kiel gekommen. 60 Yachten waren am späten Pfingstmontag Nachmittag von Helgoland aus zur Regatta gestartet. Das Pantaenius Rund Skagen Rennen gilt als härteste Regatta Deutschlands. Noch in der ersten Nacht hatten bei hohen Wellen bis fünf Meter und starkem Wind rund elf Yachten aufgegeben. Viele der Teilnehmer hatten Wasser im Schiff oder litten unter der Seekrankheit. Die größte Yacht im Feld, die Rostocker "SEB" bewältigte mit einer Zeit von knapp unter 64 Stunden die 510 Seemeilen lange Strecke am schnellsten.

Am Donnerstag Morgen war es soweit: das Nordseewoche Zielteam - einquartiert im Wohnwagen in Kiel-Strande - konnte die erste Ankunftszeit ins Protokoll eintragen. Die "SEB", mit 19,50 Metern Länge größtes Boot im Rennen rund um Skagen, lief als erstes Schiff über die Ziellinie. Um 8:26 Uhr notierte Gesche Boehlich von der Wettfahrtleitung die Segelnummer des Volvos von Speedsailing aus Rostock. Die 14 köpfige Crew hatte sich gleich zu Beginn des Pantaenius Rund Skagen Rennens an die Spitze des Feldes gesetzt und bis zum Schluß die Führung behauptet. Einzig die Rogers 46 "Shakti" kam zeitweise in die Nähe des ehemaligen Volvo Ocean Race Bootes. Die "Shakti" mit Skipper Christoph Avenarius vom Flensburger Segel-Club, kam dann auch als zweites Boot nach Kiel. Um 10:33 Uhr war es soweit, das in British-racing-Green lackierte Boot überquerte die Ziellinie. Mit etwas Abstand folgte dann um 10:59 Uhr die 52 Fuß lange "Haspa Hamburg" vom Hamburgischen Verein Seefahrt. Im Laufe Mittags kamen die Class 40 Rennyacht "Red" mit Skipper Mathias Müller von Blumencron aus Hamburg, die "Bank von Bremen" des Vereins Segelkameradschaft Wappen von Bremen und die "Desna" mit Skipper Sven Wackerhagen aus Kiel ins Ziel. Weitere 39 Boote werden bis zum Freitag Abend erwartet. Das letzte Schiff im Feld, die "Tramontane" meldete gestern dtrotz der Platzierung "super Stimmung" von Bord. Sie war am Donnerstag Mittag noch über 170 Seemeilen vom Ziel entfernt.

Insgesamt haben seit dem Start am Pfingstmontag um 16:30 Uhr, 14 Yachten das Rennen aufgegeben. Die meisten in der ersten Nacht. In drei Fällen halfen die Seenotrettungszentralen, wobei es sich bei einem automatisch abgesetzten Notruf einer sog. EPIRB-Boje um einen Fehlalarm handelte. Die Kieler Yacht "Desna" hatte die Boje unbemerkt verloren, welche sich im Wasser aktivierte. Ein Hubschrauber der dänischen Seenotrettung soll die Boje dann aus der Nordsee geborgen haben. Am schwersten hatte es das Schiff "Der Elch", auf dem auch der Hamburger Profisegler Tim Kröger an Bord war, getroffen. Durch einen Schaden in der Bodengruppe nahm die gut 13 Meter lange Yacht offenbar viel Wasser auf. Der Zollkreuzer "Borkum", der sich zufällig in der Nähe befand, nahm das Schiff an die Schleppleine und brachte es sicher in einem Hafen auf der dänischen Insel Rømø, wo es mit Hilfe eines Krans aus dem Wasser genommen wurde. Bereits am Dienstag Nachmittag befand es sich auf einem Transporter auf dem Weg zur Reparatur.

Das Pantaenius Rund Skagen Rennen startet alle zwei Jahre als Langstrecken-Abschluß Regatta der in der Deutschen Bucht ausgesegelten Nordseewoche, die seit 1921 stattfindet. Das Rund Skagen Rennen gilt als härteste Regatta Deutschlands und fordert von den Crews ein hohes Durchhaltevermögen.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.nordseewoche.org
Silvan Dahl
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