NRV Champions Week 2012 - Boltenhagen 6. – 9. September
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Pressemitteilung 10. Sepember 2012
Flavio Marazzi geht in Führung

Bei der 50th 5.5m IC World Championship 2012 in Boltenhagen, Mecklenburg-Vorpommern, konnte Flavio Marazzi (SUI 224) seine Position an der Spitze der Flotte beibehalten und holte am zweiten Regattatag einen ersten und dritten Platz. Kristian Neergard (NOR 57), der die allererste Wettfahrt der Regattaserie gewonnen hatte, im zweiten Lauf aber die falsche Seite wählte und dann 13. wurde, konnte am Dienstag einen weiteren ersten Platz ersegeln und rückt auf Position zwei im Gesamtklassement vor. Jochen Schümann (GER 55) hält sich weiterhin auf Platz drei.

Criollo vor dem unfreiwilligen Bad des Vorschoters Foto: Peter Kähl
Die Crew der Oro Nero (GER 55) um Skipper Schümann freut sich über den zweiten Platz in Wettfahrt drei Foto: Peter Kähl
„Wir führten bis 100 Meter vor der Ziellinie, bevor Flavio sich näherte und es zu einer unklaren Situation kam“, erzählt Neergard über die dritte Wettfahrt, in der er knapp von Marazzis Ali-Baba geschlagen wurde. Der norwegische Skipper erklärt, warum er am zweiten Segeltag konservativer segelte: „Für mich war es klüger, einen Strafkringel zu absolvieren und Dritter zu werden, als wohlmöglich einen Protest zu verlieren und dann unsere 13 Punkte vom Vortag zählen zu müssen.“ Neergard gibt zu, dass ihn der 13. Platz in Situationen, die potentiell Proteste hervorrufen können, angreifbar macht und ihn deswegen zwingt, vorsichtigere taktische Entscheidungen zu treffen. Er weist aber gleichzeitig daraufhin, dass auch sein nächster Angreifer von hinten, der mehrfache Olympia-Gewinner Schümann, bereits zwölf Punkte und damit einen Streicher eingefahren hat.

Die Criollo (GER 30) von Skipper Andreas Christiansen steigt auf den 17. Platz der Gesamtwertung auf und übernimmt damit die Führung der Evolution-Boote. „Die Top 10 zu knacken wird sehr, sehr schwierig“, sagt Mittschiffsmann Haymo Jepsen über ihre Chancen in dem von Modern-Yachten geprägten Feld. Der Skipper fügt hinzu: „Die Modern-Boote sind einfach eine ganz andere technische Generation, aber auf dem Kurs von heute können wir gerne weitersegeln.“ Die 30 Jahre alte Criollo rundete die Luvmarke in der letzten Wettfahrt sogar an dritter Stelle und verlor die exzellente Position nur, als Vorschoter Carsten Kemmling über Bord ging, da sein Fußgurt riss. „Da mussten wir ihn natürlich wieder einsammeln und haben dabei ungefähr acht oder neun Boote verloren“, sagt Christiansen über den unglücklichen Zwischenfall.

Ein Dorn in seinem Auge: Der 29. Platz, den die Crew am ersten Tag einfuhr. „Wir waren Achte und fuhren dann auf die linke Seite. Da war aber kein Wind, weil wir nicht erkannt hatten, dass die Thermik die entscheidende Kraft war. Also sind wir auf Platz 23 abgerutscht, das hat keinen Spaß gemacht." Der stets drehende Wind ist unter anderem einer der Faktoren, die das Regatta-Revier auf der Wohlenberger Wiek so interessant machen und wie Neergard richtig erkennt: „Es ist kompliziert, aber mir machen die Dreher nichts aus. Es sind die gleichen Bedingungen für alle.“

http://www.nrv.de/segeln/55er-world-championship-2012/results.html Ergebnisse:
1. Ali-Baba, Flavio Marazzi: 2, 4, 1, 3 2. Artemis XIV, Krstian Nergaard: 1, 13, 3, 1 3. Oro Nero, Jochen Schümann: 6, 3, 2, 12

Bestes Evolution-Ergebnis:
17. Criollo, Andreas Christiansen: 13, 29, 10, 14
Bestes Classic-Ergebnis:
20. Blueprint, Lutz von Meyerinck: 16, 18, 22, 22

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