Hamburg, 06. Mai 2013 Claas Lehmann (NRV) und Leon Oehme (LYC) sind Weltmeister in der 505er Klasse
Bei der SAP 505 Weltmeisterschaft auf Barbados vom 22. April bis 03. Mai konnten sich der Hamburger Claas Lehmann (NRV) und Leon Oehme (LYC) den Titel sichern.
Die Entscheidung fiel in der neunten und letzten Wettfahrt. Bis dahin führten die Nordrhein Westfalen Stefan Böhm und Gerald Roos (GER 9035) mit zwei Punkten vor Claas Lehmann / Leon Oehme (GER 8992) und den Kielern Wolfgang Hunger / Holger Jess (GER 9071).
Claas Lehmann und Leon Oehme freuen sich über ihren Sieg
Foto: SAP/Christophe Favreau
Durch einen hervorragenden Start im neunten Rennen sicherten sich Steuermann Claas Lehmann und sein Vorschoter Leon Oehme einen Vorsprung, der von den beiden Kontrahenten nicht mehr eingeholt werden konnte. Lehmann / Oehme wurden Dritte in der letzten Wettfahrt und beendeten die Veranstaltung mit der soliden Serie 2-4-1-3-2-6-3 (plus zwei Streicher). Mit zwei Punkten Vorsprung vor Stefan Böhm und Gerald Roos holten sie sich damit den WM Titel in einer der stärksten Amateur-Jollenklassen der Welt und verwiesen die favorisierten Amerikaner und auch den fünfmaligen Weltmeister Wolfgang Hunger auf die Plätze.
Claas Lehmann ist Herz-Chirurg im Hamburger Albertinen Krankenhaus, startet für den NRV und segelt seit 15 Jahren in der 505er Klasse. Seit 2008 hat er den Kieler Leon Oehme an Bord geholt. Für das eingespielte Team war es die sechste WM-Teilnahme. Im vergangenen Jahr landete es bei der WM in Frankreich schon auf Platz fünf.
„Wir verstehen uns inzwischen ohne Worte und wissen genau, was der andere gerade denkt. Leon hat mich zum Beispiel in einer brenzligen Situation während der letzten Wettfahrt wieder beruhigt als ich etwas nervös wurde. So konnten wir das Rennen konzentriert zu Ende bringen. Diese Zusammensetzung ist bestimmt ein entscheidender Faktor unseres Erfolgs.“ Als weitere Erfolgs-Gründe nennt der Hamburger die Windverhältnisse und die Besonderheiten des Reviers vor Barbados: “Leon und ich kommen gut mit mittleren Winden zurecht, daher kamen uns die 3-4 Windstärken gelegen. Außerdem kenne ich mich durch das Segeln an der Nordsee gut mit Stromrevieren aus. Das hat uns hier bestimmt auch etwas geholfen.“
Das deutsche Team war mit insgesamt 16 Booten nach Barbados gereist und lieferte eine starke Leistung im Feld der insgesamt 69 Teams. Im Endergebnis sind vier deutsche Teams und ein dänisch-deutsches Team unter den Top 10 zu finden.