ROLEX FASTNET RACE

Cowes, Start 11.08.2013
http://fastnet.rorc.org/ - Übersicht

15 August 2013
IMMER EINE HERAUSFORDERUNG, FÜR IMMER INTERNATIONAL

Mehr als 20 verschiedene Nationen von vier Kontinenten sind beim Rolex Fastnet Race 2013 vertreten. Ungefähr 40 Prozent der Boote und die Hälfte der Segler sind keine Briten. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung, eines der größten Ozeanrennen der Welt und seit 2001 von Rolex gesponsert, ist weltweit geachtet und anerkannt.

Von den Vereinigten Staaten bis nach Russland, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Australien – die Flotte spiegelt die andauernde internationale Reichweite des Sports wider, der bei den Hochseerennen die besten professionellen Segler und passionierte Amateure zusammen bringt. Für die junge omanische Seglerin Raiya al Habsi, die zum ersten Mal an dem Event teilnahm, bis zum 83-jährigen Niederländer Piet Vroon, der die nautische Pilgerfahrt zum Fastnet-Felsen zum 25. Mal antritt – die Faszination ist unwiderstehlich.

Die Mehrheit der 336 Starter (Rekord) teilt zwei gemeinsame Ziele: das erste ist selbstverständlich den Fähigkeits- und Charaktertest über 611 Seemeilen überhaupt zu bestehen. Das zweite ist, den Gesamtsieg einzufahren und den begehrten Rolex Fastnet Challenge Cup und die Rolex Uhr zu gewinnen.

Amerikanischer Einfluss Beim Start des ersten Fastnet-Rennens 1925 – beeinflusst von dem 1906 gegründeten Newport-Bermuda-Rennen – segelten alle sieben teilnehmenden Yachten unter britischer Flagge. Ausländischer Einfluss war dennoch vorhanden. Die Saladwin wurde von dem Spanier Ingo Simon gesegelt, die spätere Siegeryacht Jolie Brise wurde in Le Havre/Frankreich gebaut. Ein Jahr später begrüßte das Rennen seinen ersten Teilnehmer aus Übersee, den amerikanischen Schoner Primrose. Diese Teilnahme wurde in der New York Times angekündigt – ein Zeichen des aktuellen Ansehens des Events quer über den Atlantik.

Amerikanische Boote haben Ären in der Geschichte des Rennens geprägt. 1928 war Paul Hammonds Nina die erste amerikanische Siegerin, was eine Debatte über ihre Jagd nach Geschwindigkeit und ihr rücksichtsloses Verlangen zu siegen auslöste, in einer Zeit, in der zuvorkommendes Segeln als „angemessen“ angesehen wurde. Amerikanische Yachten, die meist schneller und durchdachter als ihre britischen Gegenüber waren, dominierten in den 1930er Jahren. Die Dorade – entworfen und gesegelt von Rod und Olin Stephens – gewann 1931 und 1933, die Stormy Weather 1935, die Elizabeth McCaw siegte 1937. In den 1950er Jahren war es die Zeit der Carina, die 1955 und 1957 zweimal in Folge triumphierte. Eine Dekade später erfuhr Ted Turner viel Beachtung, als er mit seiner bahnbrechenden American Eagle 1969 und 1971 mit einem Streckenrekord gewann. Turner triumphierte ebenfalls in dem tragischen Rennen 1979 mit der Tenacious. Nur ein einziges amerikanisches Boot – die Great News – hat seitdem den Rolex Fastnet Challenge Cup gewonnen, obwohl die Nirvana 1985 einen Streckenrekord aufstellte.

Das Rolex Fastnet ist ein ikonisches Rennen.
Es ist taktisch und strategisch herausfordernd Hap Fauth, Bella Mente (USA) Einige amerikanische Boote nehmen auch dieses Jahr teil, darunter die extrem wettbewerbsfähige 72 Fuß lange Bella Mente, die Hap Fauth gehört und aktuell Mini Maxi Rolex Weltmeister ist. Dies ist Fauths erstes Rolex Fastnet-Rennen, und er räumt glücklich ein, dass er der Senioranfänger in seiner Crew ist. „Das Rolex Fastnet ist ein ikonisches Rennen und bekannt für seine sehr schwierigen Bedingungen. Es ist taktisch und strategisch herausfordernd. Es gibt sehr gefährliche und frustrierende Momente. Darum sind wir hier. Es ist außergewöhnlich, so viele Boote in einem Rennen zu haben: von 130 Fuß runter bis 30 Fuß. Das ist eine tolle Bestätigung für die Organisatoren.“

Kanalspringer
Das größte Kontingent aus „Übersee“ kommt aus Frankreich, das mit 50 Booten beim diesjährigen Rolex Fastnet vertreten ist. Damals in 1928 war die L’Oiseau Bleu das erste Boot eines französischen Eigners, das am Rennen teilnahm, obwohl es noch bis 1929 dauerte, als mit der Guerveur ein französisch besetztes Boot an den Start ging. 1965 brach Baron de Rothschilds Gitana IV – eine der leichtesten Yawls, die jemals das Rennen gewinnen konnte – den zuvor 26 Jahre währenden Streckenrekord. Die Crew war angehalten, jeden Abend zum Dinner die Garderobe zu wechseln. Zwei Jahre später folgte der nächste französische Gesamtsieg in Gestalt der Pen-Duick III mit dem legendären Skipper Eric Tabarly. Drei französische Sieger folgten, zuletzt war es 2005 die 33-Fuß lange Iromiguy.

Macif (FRA) at the Fastnet Rock
Francois Gabart, Sieger der diesjährigen Vendée Globe und Co-Skipper der IMOCA 60 Macif, stammt aus der aktuellen Generation französischer Top-Hochseesegler. „Das Rolex Fastnet ist sehr bekannt und ruhmreich auch in Frankreich. Schon als Kind habe ich darüber nachgedacht, an diesem Rennen teilzunehmen. Für einen professionellen Segler ist es nett, gegen nicht-professionelle Segler anzutreten, gemischt mit Leuten, die es einfach lieben, zu segeln. Ich bin stolz, ein Teil dieses Events zu sein.“

Als es global wurde
Die 1960er Jahre markierten eine neue Ära des Events. Die Globalisierung führte es bis nach Australien, dessen Segler hohe Professionalität und Hingabe einbrachten. Australischer Erfolg kam in Form der Ragamuffin des legendären Syd Fischer, dem Sieger von 1971 – ein Jahr, das durch die Teilnahme des regierenden britischen Premierminister Edward Heath geprägt wurde.

Zum Rolex Fastnet 2013 ist keine Yacht länger angereist, als die 51-Fuß lange Secret Men’s Business 3.5 des Australiers Geoff Boettcher aus Adelaide. Nachdem die logistische Herausforderung bewältigt wurde, die Yacht 16.000 Seemeilen nach Großbritannien zu transportieren, will Boettcher mehr als nur irgendein Ergebnis einzufahren. „Aus Australien zu kommen und am Rolex Fastnet teilzunehmen, ist groß. Wir waren bei so vielen Rolex Sydney Hobart-Rennen (das andere weltbekannte 600-Seemeilen-Hochseerennen, das die Secret Men’s Business 3.5 in 2010 gewinnen konnte). Für die Crew ist das Fastnet eine tolle Zugabe zu ihrer Segelkarriere. Wir wollen eine Podestplatzierung.“ Boettcher ist nicht der einzige teilnehmende frühere australische Rolex Sydney Hobart-Sieger. Andrew Saies (dessen Two True den anderen Klassiker 2009 gewann), tritt mit der größtenteils australischen Crew auf der Two True Tarka an.

Der Erfolg der südlichen Hemisphäre begrenzt sich nicht auf Australien. Neuseeland mit Ross Fields RF Yachting war mit einem Streckenrekord 1999 das schnellste Boot. Neville Crichton gewann das Rennen 2003 mit der Alfa Romeo, und einer der größten Segler des Landes ist auch dieses Jahr mit dabei. „Das Rolex Fastnet ist ein Klassiker in unserem Sport. Es ist sehr taktisch, herausfordernd und ein großer Wettkampf. Das sind alles Facetten, die wir lieben. Ich habe wundervolle Erinnerungen an das Rennen“, beschreibt es Mike Sanderson, ISAF Rolex Weltsegler des Jahres 2006 und Taktiker auf der Bella Mente.

photo Two True Tarka Geoff Boettcher Secret Men's Business Fastnet Rock at dawn

Seinen einzigen Sieg verdankt Südamerika der Saga aus Brasilien im Jahr 1973. Der Mittlere Osten bestätigte seine wachsende Erscheinung im Wettsegeln mit der Azzam und dem britischen Olympioniken Ian Walker als Skipper des Projekts Abu Dhabi Racing mit einem Sieg nach gesegelter Zeit und einem Rennrekord für Einrumpfboote 2011. Dieses Jahr ist der Mittlere Osten außerdem durch die Teilnahme des MOD70-Trimarans Oman Air-Musandam vertreten.

Schwedisches Erbe
Schweden ist ein anderes Land mit einer starken Zugehörigkeit zum Rolex Fastnet Rennen. Die ersten Erfolge kamen in den 1950er Jahren. Circe (1951) und Anna Marina (1959) waren Erste im Ziel nach gesegelter Zeit, während Sven Hansens Sparkman & Stephens Anitra 1959 sogar Gesamtsiegerin wurde.

Ran 2 (GBR), two-time winner race winner
In den späten 1990er Jahren war Schweden erneut eine dominierende Kraft am vorderen Ende des Teilnehmerfelds, zweimal mit dem gleichen Boot, ursprünglich Nicorette genannt und später Royal Blue, 1995 und 1997 Erster im Ziel. Die Verbindung zu dem Event blieb groß. Die Gesamtsiegerin von 2009 und 2011, der Mini Maxi Rán 2, segelt zwar unter britischer Flagge, und die Crew ist vorwiegend britisch. Besitzer dagegen ist der Schwede Niklas Zennström, und die Rán 2 trägt die Initialen des königlichen schwedischen Yachtclubs KSSS auf dem Heck. Die Geschichte des Rennens hat bei Zennström großen Eindruck hinterlassen. „Du erhältst die Trophäe (den Rolex Fastnet Challenge Cup), und du siehst die Plakette mit all den Namen der Yachten. Da steckt eine Menge Geschichte drin. Du liest all diese Namen von vielen klassischen Booten, Boote, die du als Kind gesehen hast oder über die du mal gelesen hast.“

Heimatnah
Zur Myriade der internationalen Segelmächte gehört auch Irland, Heimat des emphatischen Symbols dieses Rennens, des Fastnet-Felsens. Aber nur ein irisches Boot – die Chieftain in 2007 – hat den Event jemals gewonnen. Zum Versuch, diese Statistik zu verbessern, tritt ein zwölf Boote starkes Kontingent von der Irischen Insel an, darunter die Ker 39 Antix, zu deren Crew Anthony O’Leary und sein Sohn Peter gehören. „Das Rolex Fastnet steht auf der Pflichtliste“, erklärt Peter, der an den Olympischen Spielen 2012 teilgenommen hat. „Das Segeln habe ich als Youngster in Baltimore gelernt. Dabei bin ich immer rausgefahren, um die Boote beim Runden des Fastnet Rocks zu sehen. Ich bin mit dem festen Willen aufgewachsen, das Rennen einmal selbst zu segeln. Mein Vater es bereits getan und auch meine Mutter 1979. In Baltimore wird eine ganze Reihe von Booten rausfahren, um uns bei der Rundung zuzujubeln. Aber es wird für mich schon ungewöhnlich sein, dort nur umzukehren, mich wieder von der Heimat zu entfernen und zurück nach England zu segeln.“

Sam Davies, navigator on TEAM SCA
Professionelle britische Segler, die schon auf der ganzen Welt rumgekommen sind, finden den Kurs des Rennens immer noch unvergleichlich. „Das Rolex Fastnet Race ist eines der Top-Hochseerennen der Welt“, bestätigt Sam Davies, Navigatorin auf dem Volvo 70 Team SCA mit einer überwiegend weiblichen Crew. „Ich erinnere mich noch genau, als ich klein war und die Boote bei der Vorbereitung auf das Fastnet Race beobachtete. Damals dachte ich noch, dass ich niemals 600 Seemeilen in einem Stück segeln könnte! Für mich war schon das Segeln in den Englischen Kanal ein weiter Weg. Nun bin ich hier zu meinem fünften Rolex Fastnet Race und freue mich wirklich darauf. Ich liebe das Segeln entlang der britischen Küste. Die ist wunderschön und bietet eine Menge taktischer und navigatorischer Herausforderungen.“

Für die Menschen ist es der Everest zur See
Eddie Warden Owen, RORC CEO Die internationale Anziehungskraft des Rennens ist ohne Zweifel. Die Regattaorganisatoren, der Royal Ocean Racing Club und besonders sein Geschäftsführer Eddie Warden Owen, der selbst siebenmal dabei war, haben die Bedeutung und die breitgefächerte Popularität, die das Rennen erreicht hat, erkannt und bauen diese aus. „Für die Menschen ist es der Everest zur See“, sagt Warden Owen. „Es ist eine harte Herausforderung, aber eine, die die Menschen genießen.“ Eine Sichtweise, die voll und ganz von den ungefähr 3.000 Seglern geteilt wird, die sich alle zwei Jahre von dem Event angezogen fühlen, und von den vielen Hochseeseglern, die ihn bereits hinter sich haben.

Wie das Rolex Fastnet Race zu verfolgen ist Das Rolex Fastnet Race wird vom Royal Ocean Racing Club (RORC) organisiert und seit 2001 von Rolex gesponsert.

Weitere Informationen über den RORC und das Rolex Fastnet Race stehen im Internet unter www.rorc.org.
Fotos Um hoch auflösende Bilder vom Rolex Fastnet Race herunter zu laden, die für den redaktionellen Gebrauch freier Medien von allgemeinem Interesse honorarfrei sind, und während der Woche weitere Informationen zu erhalten, registrieren Sie sich bitte online unter www.regattanews.com.
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Pressemappe Eine ausführliche Pressemappe, verfügbar in Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Russisch, zeigt die Geschichte des Events auf blickt auf die Ausgabe 2013 voraus.
PR-SERVICE FÜR ROLEX REGATTEN
Deutschland Andreas Kling Yachting PR Consultant
International Key Partners (KPMS) Giles Pearman
PR-SERVICE FÜR DEN ROYAL OCEAN RACING CLUB RORC Acting Event Press Officer Peta Stuart-Hunt

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