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ROLEX FASTNET RACE
Cowes, Start 11.08.2013
http://fastnet.rorc.org/ - Übersicht
Hamburg, 19. August 2013
SGM/German Offshore Challenger bewährt sich bei Herausforderung des legendären Rolex Fastnet Race
Die „SGM“ mit der jungen German Offshore Challenger-Crew ging als erstes Boot im internen Duell der drei teilnehmenden Swan 60-Yachten über die Ziellinie vor Plymouth/UK. Für das junge Nachwuchsteam, das erst seit Mai 2013 zusammen segelt, ist das Ergebnis eine herausragende Leistung. Steuermann Robert Stanjek berichtet: “Das Rennen hat uns alle an die mentalen und physischen Grenzen gebracht. Entscheidend war die Motivation der Mannschaft und, dass jeder bis zum Ende wirklich alles gegeben hat. Unser Ziel war, die Favoriten unter Druck zu setzen. Gleich vom Start an war die Crew sehr konzentriert und da wusste ich, dass es ein gutes Rennen werden kann.“
608 Seemeilen legten die drei Swan 60-Yachten, „SGM“, „Bronenosec“ und „Petite Flamme“, auf dem Weg um den berühmten Fastnet Rock zurück und lieferten sich die gesamte Strecke über ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Spannender hätte es kaum sein können. Beim Zieldurchlauf trennten die „SGM“ nur dreieinhalb Minuten von der „Bronenosec“ und eine weitere Minute von der „Petite Flamme“.
Die Begeisterung und Motivation ist auch bei Crewmitglied Jörg Reißland zu spüren: „Nach der Rundung des Rocks lagen wir mit den anderen Schiffen so eng zusammen, dass es nur noch um 100%igen Einsatz ging und jedes unnötige Verlassen der Kante nicht in Frage kam. Am letzten Tag wurde das Schichtsystem aufgelöst und alle waren ab dann durchgehend im Racemodus, um „Bronenosec“ zu überholen und den Vorsprung ins Ziel zu bringen.“
Nach berechneter Zeit musste sich das Nachwuchs-Team des vom Norddeutschen Regatta Verein initiierten Projekts der „Petite Flamme“ mit Steuermann Dmitriy Samokhin geschlagen geben, konnte aber die „Bronenosec“ auf Platz drei des internen Swan 60-Vergleichs verweisen. Der amtierende Weltmeister Vladimir Liubomirov galt mit seiner „Bronenosec“, die mit italienischen Americas Cup Profis und russischen Profiseglern unter der Leitung von Tomasso Chieffi bestückt war, als der große Favorit.
„Das Fastnet ist eine absolut geniale Strecke, die einer Mannschaft große Vielfältigkeit abverlangt. Für mich als Skipper war es vor dem Start die größte Sorge, alle 16 Mann mit ihren zehn Fingern wieder heil Heim zu bringen,“ sagt Robert Stanjek und fasst zusammen, „Das German Offshore Challenger-Team hat das wichtigste Ziel erreicht: Viele junge und sehr unterschiedliche Segler sind zu einer hochmotivierten Einheit zusammengewachsen!“
Da für das Team SGM/German Offshore Challenger die Sicherheit an erster Stelle steht, kam zum Fastnet Race professionelle Verstärkung an Bord. Der deutsche Offshore-Nachwuchs (Robert Nest, Peter Knauft, Moritz Bohnenberger, Lena Beuke, Benjamin Meyer, Sven Wegner, Martin Staats, Frithjof Kleen, Jörg Reißland, Marco Schönwitz) wurde unterstützt von Starboot-Segler Diego Negri, Ryan Breymaier (Fastnet-Sieger mit Veolia MOD70 in 2011 und Vendeé Globe-Teilnehmer), Boat Captain Tom Swift, dem spanischen Navigator Juan Luiz Paez und Trimmer Viktor Marino vom spanischen America's-Cup-Team Desafío Español.
Im Vorweg zum Fastnet Race hatte sich die Crew intensiv mit Schwerwetter, Seemannschaft, extremen Bedingungen, Nacht-Segeln, Sicherheitstraining und Notfallrollen beschäftigt, um optimal auf das anspruchsvolle Offshore-Rennen vorbereitet zu sein. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Cowes Week und dem großartigen Fastnet-Ergebnis sind die Challenger hochmotiviert für die nächste große Herausforderung dieser Saison – das Nord Stream Race von Flensburg nach Sankt Petersburg im September.
Gruß von der Kante der “SGM”; Foto: NRV
Gute Stimmung bei den German Offshore Challengern auf der “SGM”; Foto: NRV
Die „SGM“ auf der Cowes Week; Foto: NRV
- ENDE -
German Offshore Challenger (GOC)
“German Offshore Challenger” ist ein deutschlandweites clubübergreifendes Projekt unter der Organisation des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV).
Das Ziel ist es, eine junge, motivierte und leistungsstarke Offshore Crew zu etablieren, die an Bord der Swan 60 „SGM“ an verschiedenen Events des Gazprom Swan 60 Circuit teilnimmt.
Die German Offshore Challenger Crew wurde durch ein offenes Bewerbungsverfahren zusammengestellt. Entscheidend für die Auswahl waren die Kriterien „Erfahrung“ (auch in Dinghy-Klassen), „Motivation“ und „Konstanz“ (zeitliche Verfügbarkeit).
Markus Wieser, mehrfacher Welt- und Europameister in verschiedenen Klassen u.a. Medaillengewinner im TP 52, leitete das erste Sichtungstraining und betreut die Challenger auf ihrem Weg: „Dieses Projekt ist eine tolle Gelegenheit für die jungen wilden Segler, sich auf hochwertigen Regattayachten zu beweisen. Die Kernmannschaft hat die Aufgabe möglichst viel Wissen an die nächste Generation weiterzugeben und das Schiff sicher und kompetitiv zu führen. Die Nachwuchssegler sind in der Pflicht mit Teamgeist und Engagement die alten Hasen von Ihren Positionen zu verdrängen.“
Die Yacht „SGM“ wurde dem NRV von seinem Partnerclub Saint Petersburg Yacht Club (SPBYC) für den Swan 60 Class Circuit 2013 zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel eine deutsche Crew aufzubauen. Highlights der Saison sind u.a. die Teilnahme an der Gazprom Swan 60 WM, der Cowes Week und dem Rolex Fastnet Race.
Der Name der „SGM“ leitet sich ab von dem russischen Unternehmen Stroygazmontazh, das unter anderem auch am Bau der Nord Stream Pipeline beteiligt war. Stroygazmontazh hat den umweltfreundlichen Segelsport für sein Sponsoring-Engagement ausgewählt, um seinen eigenen Fokus auf Umwelt- und Qualitätsstandards zu unterstreichen.
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