Delta Lloyd Regatta

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Hamburg, 24. Mai 2013
Gelungener Auftakt für die German Offshore Challenger Crew
der Swan 60 „Stroygazmontazh“ (SGM) beim Delta Lloyd North Sea Race in Scheveningen.

Als einziger Herausforderer des „Blauen Boots“, der Swan 60 „Bronenosec“ von Gazprom ging die jun-ge deutsche Crew des Projektes German Offshore Challenger (GOC) auf der Swan 60 „SGM“ Gazprom an den Start. Hochmotiviert steigerte die Crew von Tag zu Tag ihre Leistung, reduzierte den Abstand zu den Profis und fuhr ohne größere Manöverfehler mit dem zweiten Platz und viel Erfahrung im Gepäck nach Hause. Ein gelungener Saisonauftakt, der aber auch noch viel Lernpotenzial für die kommenden Regatten der Serie offenbarte. Kathrin Kadelbach wies bereits in Ihrer ersten Ansprache als Taktikerin darauf hin, dass es sich für die German Offshore Challenger bei dieser Regatta um einen Trainingslauf handelte. Mit Ihrem olympischen Geist und als erfahrene Leistungssportlerin motivierte sie die Mannschaft. „Jedes Rennen zählt als Ein-zelnes und nach jedem Rennen wird neu angefangen. Fehler aus Vorrennen, haken wir nach dem Zielein-lauf ab.“ Das Ergebnis stand für die Crew am Ende nicht im Vordergrund, auch wenn sich der Ehrgeiz verbreitete das „Blaue Boot“ der Russen, die Swan60 „Bronenosec“, mindestens einmal zu schlagen. Der Fokus, den auch Boat Captain Tim Kröger betonte, lag klar auf dem Einsegeln des GOC Teams und der Sicherheit jeden Manövers an Bord.
„Nervosität und Aufregung sind dabei förderlich für die Konzentration“, weiß die Olympionikin Kathrin. Steuermann Robert Stanjek, ebenfalls Olympiateilnehmer 2012, konzentrierte sich auf die Basics aus dem vorangegangenen Training mit Marcus Wieser und wollte keine gewagten Manöver fahren, die die Sicher-heit an Bord gefährdet hätten.

Die Windbedingungen von anfangs 12-15 kn war die Crew nach 3,5 Trainingstagen bereits gewohnt, al-lerdings waren die Strömungen vor Scheveningen nicht zu vernachlässigen und wurden von der Aftergard mit Argusaugen verfolgt. Der Wind nahm von Tag zu Tag ab, am letzten Tag fielen die Wettfahrten dann mangels Wind gänzlich aus.

Am Ende eines jeden Regattatages sah man 18 strahlende Gesichter: Erfolgreich abgeschlossene Wett-fahrten, kein Bruch, keine "mayor Fuck Ups" und Timmy berichtete vom Lob der russischen Swan60 Crew und anderer Swan45 Segler, dass diese Newcomer aus Deutschland „sauber über den Kurs gekommen seien“.

Die Crew startete immer besser und zuletzt auf Augenhöhe mit der „Bronenosec“. Die Manöver wurden flüssiger, das Vorschiff entwickelte seine Kräfte und steigerte die Geschwindigkeit seiner Abläufe. Lena Beuke, Chief Sewer und „stärkste Frau“ an Bord, war stolz mit Benny Meyer (Sewer) und Kai Becker (Floater) immer schneller beim Spipacken zu werden. Torsten Postrach (Mast) befürchtet nun nach seinen Erfahrungen mit den an Bord wirkenden Kräften, bei seiner nächsten Dinghy-Regatta das Boot beim Set-zen der Fock durch zu viel Krafteinsatz zu zerstören.

Den Abstand zum „blauen Boot“ konnte das GOC Team stetig reduzieren. Besonderes Highlight für die Crew war es, als sie am 3. Regattatag über die Hälfte der Wettfahrt in Führung lagen – die Entscheidung für die „falsche“ Tonne am Gate kostete dann leider den möglichen Sieg. Timmy sah auch, dass die GOC „Jungs und Mädels immer sicherer werden. Wir sind aber noch nicht an dem Punkt wilde aggressive Ma-növer zu fahren.“

Auch Tommaso Chieffi an Bord der „Bronenosec“ blieb nicht verborgen, dass die German Offshore Chal-lenger hochmotiviert in die Wettfahrten gingen und bezeichnete die Leistungen der jungen deutschen Crew als „wachsenden Wettbewerb“.

0:8 mag zwar auf den ersten Blick bei zwei startenden Swan 60 eher nach einem verlorenen Match Race klingen, aber die Crew der SGM war bei der Delta Lloyd North Sea Regatta keineswegs Verlierer. Steu-ermann Robert war insgesamt zufrieden mit seiner Crew und freute sich über die Motivation der German Offshore Challenger.

Eine anstrengende Woche in Holland liegt hinter dem Team, das sich nun wieder in alle Teile Deutschlands begeben hat. Das Projekt „GOC“ ist aus Sicht aller Teilnehmer gut gestartet. Nun gilt es die Erfahrungen zu evaluieren und gemeinsam im GOC Orga Team die nächsten Regatten der Serie zu planen, um dem Projekt die Konstanz zu geben, die eine erfolgreiche Regatta Crew ausmacht. Besonders die reinrassigen Offshore Regatten werden unter dem Aspekt der Sicherheit akribisch vorbereitet.

Mit dabei waren:
Name Club Position Kai Becker NRV Floater Lena Beuke HVS Chief Sewer Moritz Bohnenberger DTYC Pit Kathrin Kadelbach NRV Taktik Peter Knauft SCR Trimmer Tim Kröger NRV Boat Captain Leif Tom Loose NRV Großsegeltrimmer Benjamin Meyer YCSO Sewer Robert Nest SCO Genua Trimmer Johannes Noculak SKWB Bow Torsten Postrach ESVK Mast Nils Reichert NSV Kite Trimm Jörg Reißland SVSF Mast Marco Schönwitz Kreuzerabteilung Midbow Robert Stanjek NRV Steuermann Sven Wegner SSR Pit Till Zarncke SVHV Floater Anne Fritzemeier NRV Media Crew

Das GOC Team nach dem Auswahltraining; Foto: Mitja Meyer

Die Swan60 „SGM“; Foto: NRV Die Swan 60 „SGM“; Foto: © onEdition

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