124. Travemünder Woche 2013

- 19.07.- 28.07.2013
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Travemünder Woche 2013
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Duell der Politiker: Saxe fordert Gaschke im Volksbank Rotspon Cup
Tempest: WM-Total & German Open der J 22

Er hat die Tradition wiederbelebt, jetzt muss er die Pinne auch in die Hand nehmen. Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe hat das Match Race um den Rotspon Cup vor neun Jahren wieder ins Leben gerufen. Das traditionelle Rennen der Politiker geht auf die Anfänger der TW zurück. Da segelten nämlich die Hamburger Kaufleute Hermann Wentzel und Hermann Dröge vor Travemünde um die Wette. Der Sieger erhielt eine Flasche Lübecker Rotspon. In diesem Jahr ist Saxes Herausforderer eine Frau: die Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel, Susanne Gaschke. Im November hatte sie das Amt angenommen – ein dreiviertel Jahr später wird sie dann bei der Travemünder Woche nicht die Geschicke der Landeshauptstadt, sondern die Pinne des ehemaligen America`s Cuppers lenken. Und zwar im direkten Duell, Match Race, gegen Bernd Saxe.
Er hat Heimvorteil und ist quasi ein alter Routinier: zum zehnten Mal wird er sich dem Rennen Boot gegen Boot stellen. Doch, dass das nicht viel zu sagen hat, zeigt das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr: Mit 1:2 musste sich Saxe seinem Kontrahenten, Schleswig-Holsteins Innen- und Sportminister Andreas Breitner, geschlagen geben. Es war seine fünfte Niederlage. Umjubelt war die Regattaserie trotzdem, Hunderte von Zuschauern schauten vom Ufer der Trave aus zu. Auch in diesem Jahr werden die Wettfahrten um das legendäre Bürgermeister-Rennen, den Volksbank Rotspon Cup, auf der Trave ausgetragen. Und zwar am Mittwoch, den 24. Juli 2013 ab 12 Uhr.
Die Rennen im Best-of-Three Modus werden kommentiert. Erstmalig wird der Cup durch die Volksbanken Raiffeisenbanken Schleswig-Holstein unterstützt. Als Bank vor Ort fühlt sich die Volksbank Lübeck Travemünde sehr verbunden. Vorstandsmitglied Dr. Michael Brandt kämpft im Team von Bürgermeister Saxe um den Sieg.

Tempest WM-Total zur TW und German Open der J 22
Der Weltmeisterschaftsreigen wird 2013 dominiert von den Katamaranklassen. Doch eine altehrwürdige Bootsklasse trägt auch ihren Titelkampf in der Lübecker Bucht aus. Das knapp sieben Meter lange Zwei-Mann Kielboot Tempest. Gegenüber den Hobies, ist sie ein echtes Schwergewicht - knapp 500 Kilogramm wiegt das Boot. „Trotz des Kiels verhält sich das Boot jollenähnlich und ist sehr sportlich zu segeln“, erklärt Jens Kath. „Nach einer Kenterung richtet sich das Boot durch seine Konstruktion direkt selber wieder auf“. Seit Ende der 60er Jahre ist die Tempest eine internationale Klasse, 1972 war sie sogar vor Kiel olympisch. Die Tempest ist ein sehr langlebiges Boot, so gibt es tatsächlich noch die Segelnummern 1 bis 10 auf den österreichischen Seen zu finden.

Neben der WMs gibt es zusätzlich zu den Ranglistenregatten noch eine German Open. Die J 22 starten vom 25. – 27. Juli 2013 auf der Travemünder Woche. Für sie ein ganz besonderer Anlass: Denn die Klasse feiert ihr 30-jähriges Bestehen.

Die Boote haben eine Segelfläche von 22 Quadratmetern und zusätzlich für den Vorwindkurs einen Spinnaker von 34 Quadratmetern. Das Boot wiegt regattafertig rund 860 Kilogramm während die Crew noch mal 275 Kilogramm wiegen darf. Bis jetzt entschieden sich mehr als 1600 Segler für die J 22. 15 Boote werden zur German Open in Travemünde erwartet. Drei Tage - neun Wettfahrten, dann erst steht der Sieger der German Open fest. Zu den Anwärtern auf den Titel gehören sicherlich wieder Reiner Brockerhoff aus Duisburg mit seiner Französischen Crew; Martin Menzner aus Flensburg oder Lokalmatador Svend Hartog aus Lübeck. Die J/22 Klasse verzeichnet in Deutschland nun seit mehreren Jahren bereits einen steten Zuwachs an Seglern und hat inzwischen rund 120 Mitglieder in der Klassenvereinigung. „Die Mischung aus anspruchsvollem Segeln, wie bei der Europameisterschaft 2011 im Rahmen der Travemünder Woche als alle Klassen wegen sehr viel Wind im Hafen blieben und nur die J/22 auf der Bahn Charlie ihre Runden drehte, kostengünstigen Booten und einer lebendigen Klassenvereinigung machen die Klasse attraktiv“, erklärt der Sprecher der Klasse und selber Mitsegler, Thomas Lösch.
Anne Stadtfeld
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