

|
Star Sailors League Finals
Nassau Bahamas, 3.-8. Dezember 2013,
www.starsailors.com - Übersicht
 |
 |
Tagesberichte siehe Menu unten
Nassau (Bahamas), 07 DeZember 2013
Robert Scheidt gewinnt das erste Star Sailors League Finale
in Nassau (Bahamas)
Robert Scheidt und Bruno Prada haben am Samstag das erste Star Sailors League Finale in Nassau (Bahamas) gewonnen. Die beiden Brasilianer eröffneten den packenden Finaltag mit einem vierten Platz im Viertelfinale und gewannen anschließend sowohl das Halbfinale als auch den Finallauf. Sie siegten vor Mateusz Kusznierewicz und Dominik Zycki (Polen) sowie Mark Mendelblatt und Brian Faith (USA). Die Italiener Diego Negri und Sergio Lambertenghi verpassten mit Platz vier im Finallauf den Sprung auf das Siegerpodest knapp.
Nach dem letzten Rennen sprachen wir mit Robert Scheidt:
Robert, wie ist es Ihnen heute ergangen?
Es war ein langer Tag mit drei Rennen. In der ersten Wettfahrt sind wir nicht gut gesegelt und mit dem vierten Platz gerade noch so weitergekommen. Im zweiten und dritten Rennen sind wir dann wirklich sehr gut gesegelt. Gute Starts, gute Geschwindigkeit vor dem Wind und im dritten Rennen ein großartiger Fight mit den Polen. Wir haben es aber geschafft und auch das entscheidende dritte Rennen gewonnen. Das war schon beeindruckend. Es ist toll, nach so einer Woche eine so bedeutende Regatta zu gewinnen. Am Ende waren nur noch vier Boote im Rennen. Wenn dann zweite Boote sich einen kleinen Vorteil erarbeitet haben, ist es für die anderen beiden sehr schwierig, sich noch in den Kampf einzumischen, denn der Zweite fängt an, den Dritten abzudecken, und der Dritte versucht, den vierten abzuwehren. Es ist anders als in einem normalen Fleet Race, wo man Risiken eingehen und nach Fehlern wieder zurückkommen kann. In dieser Art Rennen versucht jeder, wenigstens ein Boot zu schlagen. Das bestimmt aber der Mitte des Rennens die Einstellung. Wir wollen Matteo abdecken, und Matteo die beiden anderen – das macht es schwer, wenn du hinten liegst.
Worin besteht Ihr Erfolgsgeheimnis – Sie haben mehr als ein Jahr lang nicht im Star trainiert?
Da kommen einige Faktoren zusammen. Ich denke, es spielt eine Rolle, dass ich schon in vielen Klassen auf höchstem Niveau gesegelt bin. Wenn dann der letzte Tag beginnt, bin ich immer sehr zuversichtlich, weil ich diese Situation kenne. Ich habe das schon oft gemacht, weiß wie ich reagieren muss und dass ich zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen zu treffen habe. Das ist Erfahrungssache. Es ist ein Vorteil, wenn du das schon mehrfach mitgemacht hast. Du weißt einfach, was du tun musst. Das gibt dir Selbstvertrauen, und Selbstvertrauen ist beim Segeln sehr wichtig.
Was kommt als Nächstes?
Schwer zu sagen. Ich möchte meine Karriere in Rio beenden. An den olympischen Spielen 2016 teilnehmen, das ist mein Ziel. Ich habe im Segelsport schon so viel erreicht, und ich danke Gott dafür, dass ich so viele Möglichkeiten besaß. Ich danke vor allem auch meiner Familie und alle den großartigen Menschen, die mir geholfen haben, wie Luca oder Bruno, der mich immer unterstützt hat. Das gibt dir Stärke. Selbst wenn du allein segelst und gewinnst, steht doch immer ein ganzes Team hinter dir. Das muss man anerkennen. Es gibt nicht den einen großen Erfolgsfaktor. Es muss vieles zusammenkommen. Ein kleines bisschen Talent und sehr viel harte Arbeit.
Wer ist Ihr größter Rivale?
Mein größter Rivale war natürlich Ben Ainslie. Wir haben uns große Kämpfe geliefert. Er hat mal die olympischen Spiele gewonnen und ich wurde Zweiter. Es war großartig. Ich hoffe, ich bekomme noch die Möglichkeit, wieder gegen ihn zu segeln. Es wäre toll, wenn er hier dabei wäre, aber es ist natürlich seine Entscheidung. Er ist ja jetzt im America's Cup aktiv. Ich hatte viele große Schlachten mit vielen Jungs, aber wenn ich einen nennen soll, der wirklich schwer zu schlagen war, dann war das Ben.
Zieht es Sie auch zum America's Cup?
Den finde ich schon interessant. Aber aus irgendwelchen Gründen waren die olympischen Spiele immer mein oberstes Ziel. Die Möglichkeiten, beim America's Cup zu starten, überschnitten sich immer mit meinen Olympia-Kampagnen. Ich habe mich dann stets dafür entschieden, diese Kampagne ernsthaft durchzuziehen, anstatt halbe Sachen zu machen.
Picture: ©SSL/Marc Rouill
|
|
|