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Segelmail - Nachrichten aus der Segelwelt 2002
Segelmail Nr.106 von SEGEL.DE - 25.11.2002
1. 7. Route du Rhum - das Segelereignis des Herbstes 2002
2. Louis Vuitton Cup in Auckland/NZ
3. 6.Arond Alone 2002/2003
4. Clipper 2002 - 4th Clipper round the world race
5. Regattaszene in Deutschland.
6. Mitteilungen des DSV
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1. Route du Rhum - das Segelereignis des Herbstes 2002
Nachdem das große Volvo Ocean Race 2001/2002 die Segelsportmedien beherrschte und im Laufe des Rennens auch das Interesse von Millionen auf sich zog, ist in diesem Hebst die sog. Route du Rhum - eine Einhand-Regatta über den Nordatlantik zum herausragenden und dramatischen Segelevent geworden.
Die Route du Rhum ist eine Einhand- Transatlantik-Regatta, welche alle vier Jahre durch Promovoile organisiert wird. Das Rennen ist offen für Boote über 40 Fuß, sowohl Einrumpf- als auch Mehrrumpfboote, wie auch Profi- und Amateursegler, soweit sie die Sicherheitsvorschriften des Organisators und internationale Vorschriften erfüllen.
Die maximale Anzahl von Teilnehmern für das diesjährige Rennen ist auf 60 festgelegt worden. Das Rennen startete in diesem Jahr in St.Malo und endet in Pointe-à-Pitre (Guadeloupe). Wir meldeten am 14.10.02: "On 10th October 2002, 60 competitors were entered in La Route du Rhum. Of the 18 Imoca 60-foot monohulls, 9 class 2 monohulls, 5 class 3 monohulls, 2 x 17 metre monohulls and 8 class 2 multihulls, 42 will be starting out of Saint Malo on Saturday 9th November, 18 ORMA 60-foot multihulls will be starting on Sunday 10th November."
Es wurde ein Rennen unter extremen Wetterbedingungen. Der Nordatlantikorkan, der auch das deutsche Wetter beherrscht hatte, ließ bereits kurz nach dem Start den ersten Mast brechen.
Besonders die am 10.November - einen Tag später gestarteten Trimarane wurden vom Orkan dezimiert - von den gestarteten 18 Multihull 60 Orma kamen ganze drei ins Ziel. Ein Skipper ließ sich von einem Frachter retten und musste sein Boot allein im Atlantik treiben lassen, eine Skipperin wurde von einem anderen Skipper aufgenommen, ein Skipper harrte auf seinem gekenterten Trimaran drei Tage aus, bis seine Bergungsmanschaft ankam.
Für die theoretische Renndistanz von 3,450 Meilen(Großkreis) waren für die Monohulls 16-18 Tage, für die Multihulls 12 Tage angesetzt.
Ergebnis: Ellen Mac Arthur - die Zweite des Vendee Globe 2000/2001 - war als Siegerin bei den Open 60'-ORMA Monohulls mit ihrer "Kingfisher" nach 13 Tagen, 13 h und 31 min am Ziel. Ellen unterbot damit den bisherigen Rekord(1994) von Yves Parlier - dem legendären Vendee Globe Skipper, der vor Feuerland seinen gebrochenen Mast mit Bordmitteln flickte und damit nachhause fuhr, um zwei Tage, 5 h und 52 min.
Auch der Zweite- Mike Golding auf Ecover - brach den bisherigen Rekord. Michel Desjoyeaux, der "Professor" und Vendee Globe Sieger siegte bei den drei übriggebliebenen 60' ORMA Multihulls.
Es gab wohl bisher kaum ein Hochseerennen, das eine solche Nachrichtenfülle brachte - und für die Bootsbauer und Skipper manche neue Erfahrung...
Lesen Sie in unseren täglichen Reports und schauen Sie die Fotos an - direkt von der Rennleitung, Kingfisher-Team und Ellen Mac Arthur.
2. Der Louis Vuitton Cup in Auckland/NZ
Das zweite große und noch bis in s Frühjahr laufende internationale Segelereignis ist der Louis Vuitton Cup als Ausscheidungs-Rennserie für den Americas Cup 2003. Die ersten beiden Runden , in denen jede der 9 Yachten gegen jede im Matchrace segelte, sind gelaufen Die Italiener auf Mascalzone musste am Ende ausscheiden. Z.Zt. laufen die Rennen im Viertelfinale mit "Vor- und Rückrunde", die wegen des engen vorgeschriebenen Windstärken-Fensters unterbrochen werden müssen.
Nach den Segelanweisungen 14.6(a), kann die Wettfahrtleitung die Regatta nicht starten, wenn 15 Minuten vor dem Start der Wind konstant über 19 Knoten ist.
Sie kann eine Regatta auch nach dem Start abbrechen, wenn im Fünf-Minuten-Durchschnitt mehr als 23 Knoten 10 Meter über dem Startschiff gemessen werden. Auch bei weniger als 7kn Wind wird nicht gestartet. Grund: Die Ausscheidungsrennen sollen möglichst unter den gleichen Wetterbedingungen gesegelt werden, die zum Zeitpunkt des Americas Cup erwartet werden.
Die sog. Alpencrew" von Alinghi mit Co-Skipper Jochen Schümann an Bord hat bisher die meisten Matchraces gewonnen.
Wir haben die vielen Fotos aus dem Haurakigolf zu einer Fotogalerie mit Punktetabellen zusammengestellt und werden sie bis zum Ende noch erweitern.
3. Arond Alone 2002/2003
Nach dem "Hammer" des Vendee Globe vor zwei Jahren, in dem Ellen Mac Arthur zur "Sailing-Queen" aufstieg, ist das z.Zt. laufende Solo Rennen um die Welt eine Nummer kleiner. Die 13 Yachten segeln in 2 Klassen(Open 60' und 40-50') und haben 5 Zwischenstopps, die zu Reparaturen genutzt werden köönen, was beim Vendee Globe nicht erlaubt war.
Die erste Gruppe ist bereits in Kapstadt, die zweite Gruppe dorthin noch unterwegs, weil viele Schiffe in spanischen Häfen den Nordatlantiksturm abwetterten.
Auch hier wieder eine ehrgeizige und erfolgreiche Skipperin - Emma Richards auf Pindar dabei(schnellste Frau über den Nordatlantik und als 3. in Kapstadt !)
Auch hierzu unsere ausführliche Bild-Berichterstattung .
4. Das Clipper 2002 - 4th Clipper round the world race
Noch einen Schritt weiter zum Hochseesegeln für "Normalsportler" geht das "Race 2002". Hier segeln Amateure unter Führung erfahrener Skipper auf 8 baugleichen Yachten rund um die Welt und lassen sich bei den Zwischenstopps reichlich Zeit zur Erholung - ähnlich wie beim Global Challenge 2001.
Auch hier unsere Berichte und Fotos unter Oceanyachting.
5. Regattaszene in Deutschland.
Die Regattasaison 2002 war Ende September noch lange nicht zuende. Unter Regatta berichteten wir von den vielen Regatten sowohl im Inland(u.a. 23. YACHT Meisterschaft der Meister Außenalster) als auch an der Küste (Laser- IDM vor Greifswald).
Der unermüdliche SKBUe berichtete darüber hinaus auch anschaulich vom Vereinsgeschehen bis hin zum Sport-Presse-Brunch. Hier wäre noch mancher andere Bericht(mit Fotos) aus den Vereinen willkommen.
6. Mitteilungen des DSV
Unter Verbände/Nachrichten haben wir die umfassenden und wichtigen Mitteilungen des DSV in diesem Herbst verlinkt. Hier noch einmal die Themen:
01. Vereinsausbildung und Fuehrerscheine
02. Gemeinschaftsprojekt Vereinsausbildung
03. Informationsveranstaltungen fuer Vereine
04. Neue Seefunkzeugnisse fuer die Sportschifffahrt
05. IDM Seesegeln 2003 in Kiel
06. Neuer Bundestrainer
07. "Gruenes Band" Preistraeger 2002
08. Dopinggefahr
09. Spendenabzug bleibt moeglich
10. Skippertraining fuer Frauen
12. America's Cup im TV
13. DSV-Geschaeftsstelle
Bis zur nächsten Segel-Mail - mit seglerischem Gruss
i.A. Dr. Irvin Krumnacker, - www.segel.de - redaktion@segel.de
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