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Segelmail - Nachrichten aus der Segelwelt 2003
Segelmail 110 von SEGEL.DE - 14.10.03
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1. Daimler Chrysler North Atlantic Challenge
2. SPIEGEL Gespräch mit Jochen Schümann
3. Fastnet Race 2003
4. Calais - Round Britain - Mini Round the World
5. Cowes Week - Isle of Wight
6. Clipper Race 2002/2003
7. WM olymp.Klassen vor Cadiz
8. IDM olymp. Klassen Flensburg
9. Jochen Schümann in San Franzisko
10. Tornados und 49er vor Travemünde
11. Barcolana - großes Segelfestival in Triest
12. Ausblick
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1. Daimler Chrysler North Atlantic Challenge
Mitte Juni, als die vorige Segelmail erschien, lief noch das große Rennen von Newport nach Cuxhaven zu Ehren des 100. Geburtstags des Hamburgischer Verein Seefahrt (HVS).
Nach nur 13 Tagen, 15 Stunden, 7 Minuten und 28 Sekunden überquerte die "Zaraffa" am 28.06.03 um 11.17 Uhr Ortszeit in Cuxhaven die Ziellinie und wurde damit "First Ship Home". Von den insgesamt 63 gestarteten Yachten mussten zehn aufgeben, und die letzten waren viereinhalb Wochen auf See. Ein spannendes Rennen, das mit seinen vielen z.T. dramatischen Ereignissen bei uns unter Oceanyachting 2003 nachempfunden werden kann.
2. SPIEGEL Gespräch mit Jochen Schümann
Im SPIEGEL der 26.Woche stand ein SPIEGEL-Gespräch(Seite 94-98) mit Jochen Schümann und Michael Illbruck über die Leiden ihrer Crews, die Geheimnisse ihrer Boote und eine deutsche Americas-Cup-Kampagne - ein sicheres Zeichen für das immer breiter werdende Interesse der Öffentlichkeit für den Hochleistungs-Segelsport..
3. Fastnet Race 2003
Das Rolex Fastnet Race dieses Jahres vom 10.-15.08.03 frustrierte viele Crews nicht wegen zu vielen Windes und Mastbrüchen sondern wegen zu schwachen Windes. 2.000 Hochseesegler waren am 10. August auf 245 Yachten gestartet und beendeten die 608 Seemeilen lange Traditionsregatta von Cowes auf der Isle of Wight rund um den Felsen Fastnet Rock im Süden Irlands herum wieder zurück nach England (Plymouth) erst nach einer Woche.
Der Rennverlauf liest sich bei vielen Booten wie eine verkehrte Welt, denn in den Windstillen ankerten sie oft, um nicht von der gegenläufigen Gezeitenströmung zurückgetrieben zu werden. Mehr bei uns unter Regatta-Europa.
4. Calais - Round Britain - Race
Zum ersten Mal veranstalteten die französischen und britischen Hochseesegler vom 13.-22.07.03 ein gemeinsames Rennen - ein Mini Round the World, wie es genannt wurde.
Berühmte Namen waren dabei, als es von Calais aus durch die irische See nach Schottland und an der Ostküste Englands zurückging:
1st : PRB - das Schiff des Vendee Globe Gewinners- nach 9 Tagen 9 h 48 min und 51 sec mit durchschnittlich 8.19 kn.
2nd : Sill mit Roland Jourdain , der ständige Rivale von Ellen Mac Arthur.
3rd: Ecover mit Mike Golding, dem Vierten des Vendee Globe
Auch der Gewinner des Around Alone, Bernhard Stamm nahm teil.
Bei diesem Rennen ging es um diverse Rekorde für Teilstrecken und es war ein Kräftemessen der Großen in Bezug auf die nächsten großen Hochseerennen.
Mehr bei uns unter Regatta-Europa.
5. Cowes Week - Isle of Wight
Die Skandia Cowes Week ist in England das, was die Kieler Woche für Deutschland ist.
Bei strahlendem Sonnenschein starteten am 2.August 874 Boote nach 2 Std. Startverschiebung zum ersten Rennen. Am 8.August übernahm sogar der bekannte FormelI-Rennfahrer David Coulthard das Steuer der brandneuen Farr 65 'HUGO BOSS'.
Wir haben zur Berichterstattung unter Regatta-Europa eine Fotogalerie hinzugefügt.
6. Clipper Race 2002/2003
Das 4. Clipper Round the World Race für Amateure war ein kommerziell organisiertes Rennen von Clipper Ventures.com, die auch das Around Alone Race für Profisegler organisiert hatten. Das Rennen lief über 11 Monate von Liverpool aus gegen Wind und Strömung nach Westen - aber oberhalb der Eismeergrenzen - durch den Panamkanal, Hawaii, Japan, Hongkong, Kapstadt, Bahia und New York. Es wurden ausgiebige Stopovers eingelegt und auch Teile der Crews gewechselt. Die acht baugleichen Yachten lieferten sich ein wenig dramatisches aber von gutem Teamgeist geprägtes Rennen über die vielen Etappen. Für viele junge Segler und Seglerinnen erfüllte sich damit ein Traum.
Wir berichteten intermittierend - auch mit Fotos - unter Oceanyachting.
7. ISAF-WM aller olymp.Klassen vor Cadiz
Die WM aller olympischen Bootsklassen fand vom 12.-24.09.03 vor Cadiz statt.
Die DSV-Flotte kehrte mit gemischter Bilanz zurück. DSV-Präsident Dierk Thomsen, der das Team vor Ort besuchte, sagte in Spanien: Da ist viel Licht, aber auch viel Schatten. Besonders enttäuscht bin ich darüber, dass die Starbootklasse als einzige die Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele in Athen verpasst hat." Trotz teilweise mäßiger Ergebnisse ist es allen anderen Disziplinen gelungen, der deutschen Mannschaft einen Startplatz für Athen zu sichern. Mehr unter Regatta-Europa
8. IDM aller olymp. Klassen Flensburg
Zum ersten Mal konnten alle olympischen Klassen zur IDM vom 01.-05.10.03 nach Flensburg geholt werden. Mit einem grandiosen Endspurt sicherten sich die WM-4., Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel), die Internationale Deutsche Meisterschaft in der Tornado-Klasse. Dritte wurden Landenberger/Polgar (Titisee/Kiel).
Wesentlich lockerer konnten es Marcus Baur/Max Groy im 49er angehen lassen. Die WM-5. mussten zur siebten und achten Wettfahrt gar nicht mehr antreten.
Bei den Surfern setzte sich Alexander Baronjan (Berlin) erwartungsgemäß durch. Silbermedaillengewinnerin Amelie Lux (Kiel) landete als beste Frau auf Rang drei in der gemischten Gesamtwertung.
Die Hochstimmung bei der Siegerehrung war uns ein Titelfoto wert - siehe Regatta-Deutschland.
9. Jochen Schümann beim Moet Cup in San Franzisko
Am Samstag, 20.09.03 gewann das ORACLE BMW Racing team in San Franzisko - und damit in heimischen Gewässern - verdient den Moet Cup 2003 sowohl in der Pro-Driver- als auch in der Owner-Driver-Rennserie. Siegerskipper Ellison genoß den Rahmen von über 300 Zuschauerbooten und den Jubel der Massen am Ufer bei klarem Sonnenschein unter dem kalifornisch-blauen Himmel.. Jochen Schümann resümmierte: "It was good to come here. I think it was very spectacular, a great show and good competition. We enjoyed the sailing, we even enjoyed - a little bit - losing the races (Ernesto Bertarelli is shaking his head at this!) because it's still fun. It was windy, it was sunny and it was close enough to be exciting, so I think it was a great week." Für "unseren" Jochen Schümann trotzdem eine hervorragende sportliche Leistung.
Der Moet Cup hat Bedeutung auf verschiedenen Ebenen: Es brachte Top-Crews des Americas Cup erstmals wieder nach USA seit 1995. Außerdem war es der Auftakt für eine Rennserie von Alinghi und BMW Oracle in den Jahren bis zum 32.Americas Cup 2007. Mehr unter Regatta-Moet Cup und Matchrace.
10. Tornados und 49er vor Travemünde
Vom 10.-13.10.2003 segelten in Travemünde die Tornados und 49er das dritte und letzte Rennen des Volvo Champions Race 2003. Bei viel Wind wurde den Zuschauern an Land eine Menge geboten. Auch an Land gab es ein abwechselungsreiches Rahmenprogramm. Weltumsegler Tony Kolb kochte ein Südpolar-Menu aus gefriergetrockneten Zutaten und ein Feuerwerk hat neben vielem anderen das Ganze stimmungsvoll abgeschlossen.
Unter Regatta Deutschland.
11. Barcolana - großes Segelfestival in Triest
1237 Boote versammelten sich zum 35.BARCOLANA Race im Golf von Triest, zu dem am Sonntag, 12.Oktober 250.000 Segler, Fans und Besucher kamen.. 2000 Spinnaker versperrten an der 3km langen Startlinie die Sicht aufs Wasser des engen Golfes. Neville Crichton, siegte am Ruder seiner 90-Fuß Alfa Romeo Auch Prince Alberto of Monaco nahm am Rennen teil. Natürlich gehörte zu diesem Festival auch ein üppiges Rahmenprogramm. Mehr unter Regatta-Europa.
12. Ausblick
Die Segelsaison 2003, die von einem fantastischen Sommer überstrahlt wurde, war natürlich noch viel umfangreicher. Wir haben hier nur einiges aus unserer Berichterstattung zusammengefasst.
Das nächste größere Rennen in diesem Jahr wird das Transat Jaques Vabre Race (Start 02.11.2003) sein. In diesem Jahr werden in allen vier Bootsklassen gemischte Crews segeln, darunter bekannte Namen wie Karine Fauconnier, Ellen MacArthur, Sam Davies, Isabelle Autissier.
Für das winterliche Fernweh und den Unternehmungsgeist der Fahrtensegler haben wir unsere Rubrik "Die schönsten Hafenstädte der Welt" um einige highlights erweitert. Neben den Perlen San Franzisko, Rio,Hongkong u.a. sind nun auch einige Hafenstädte in Europa wie Istanbul und Tunis/Carthago hinzugekommen. Viel Freude beim Lesen und Blättern.
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P.S.
Die Suche des SEGEL.DE-Teams nach einem Nord.Folkeboot war erfolgreich. Wir freuen uns darauf mit der neuen GER 544 in der Segelsaison 2004 auch an Folkeboot-Regatten teilnehmen zu können. Dank an alle, die uns unterstützt haben.
Bis zur nächsten Segel-Mail
mit seglerischem Gruss
i.A. Dr. Irvin Krumnacker, www.segel.de
redaktion@segel.de
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