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7. November 2007
ISAF Rolex World Sailor of the Year Awards Estoril, Portugal

Matchrace-As Nr. 1 CLAIRE LEROY und America's Cup-Steuermann ED BAIRD gewinnen die Auszeichnungen zu den ISAF Rolex Weltseglern des Jahres 2007

Mancher packt im Monat November seine Winterjacken aus oder beginnt seine Urlaubsvorbereitungen. Aber für die besten Seglerinnen und Segler der Welt ist es die Zeit der Jahreskonferenz des Weltsegelverbands ISAF mit der Auszeichnung der ISAF Rolex Weltsegler des Jahres.

Die Preise gelten als eine der höchsten Ehren, die ein Segler für seine oder ihre außergewöhnliche Leistung erfahren kann. Die offizielle Zeremonie der Preisverleihung fand am 6. November im portugiesischen Estoril im Kloster Penha Longa statt. Von den allesamt herausragenden Nominierten konnten nur zwei mit dem Titel ISAF Rolex Weltsegler des Jahres nach Hause gehen. Und die außergewöhnlichen Gewinner für 2007 heißen Claire Leroy aus Frankreich und Ed Baird aus den USA, wodurch die Nacht der Auszeichnung zu einem Tribut für das Matchracesegeln wurde.

Claire Leroy ist seit Mai 2005 als Skipperin die Nummer eins der Frauenweltrangliste im Matchrace. Wie bei vielen Profis ist der Segelsport schon seit der Kindheit ein fester Bestandteil in ihrem Leben. "Meine Familie, wir sind schon seit Generationen Segler", antwortete Leroy auf die Frage, wie sie zu dem Sport gekommen sei. "Die Freude am Wassersport hatte ich schon entdeckt, bevor ich laufen konnte. Ich habe viele Tage mit meinen Cousins verbracht, um das Segeln und den Umgang mit den Elementen zu lernen, die schon immer der Hintergrund meines Lebens waren, der Wind und der Ozean."
Fotos : Carlo Borlenghi/Rolex

Male Winner from felt:
Arnaud Boetsch, Rolex SA, Ed BAIRD, H.M. King Harald of Norway

The Nominees From top left:
Bruno PRADA & Robert SCHEIDT (BRA), Vincenzo ONORATO (ITA), Ed BAIRD (USA), Rohan VEAL (AUS), Marcelien DE KONING & Lobke BERKHOUT (NED), Evi VAN ACKER (BEL), Claire LEROY (FRA), Sarah AYTON, Sarah WEBB & Pippa WILSON (GBR)


From Left: Arnaud Boetsch, Rolex SA, H.M. King Constantine, Claire LEROY and team ISAF Rolex World Sailor of the Year Awards 2007
Leroy, Skipperin des "Team Ideactor", hat dabei die Elemente lieben gelernt und dominierte den Matchrace-Zirkus sowohl dieses als auch voriges Jahr. Sie gewann 2006 den ISAF Nationen Cup und das IX. Internationale Frauen Matchrace Kriterium sowie 2007 die ISAF Frauen Matchrace-Weltmeisterschaft in ihrer Heimatstadt St Quay Portrieux in Frankreich und auch die Europameisterschaft. "Wir sind seit mehr als zwei Jahren die Nummer eins im Matchrace", sagte Leroy, "das ist ein wahr gewordener Traum."

2007 war Leroy bereits zum zweiten Mal Kandidatin für die Auszeichnung zur ISAF Rolex Weltseglerin des Jahres, denn sie wurde bereits 2005 nominiert. Als sie vom ISAF-Ehrenpräsidenten, Seiner Majestät König Konstantin von Griechenland, als Gewinnerin bekannt gegeben wurde, kam die Steuerfrau mit ihren beiden Crewmitgliedern Ophélie Théron und Elodie Bertrand auf die Bühne. "Vielen Dank für diese große Ehre", sagte Claire Leroy immer noch ein wenig geschockt von der Auszeichnung. "Das ist ein sehr bewegender Moment für mich, und ich möchte meinem Team danken. Segeln ist ein wundervoller Mannschaftssport, und es ist solch eine große Ehre, dass die Segelgemeinde entschieden hat, dass wir eines der besten Teams der Welt sind - ich kann es immer noch nicht glauben!"

Leroy sagte, sie betrachte das segeln als "Vergnügen, Wettbewerb, Teamwork und einen wundervollen Weg, ihr Englisch zu verbessern." Die Segelwelt dürfte noch große Taten von der 27-Jährigen erwarten, denn ihr Weg an die Spitze hat gerade erst begonnen. "Für mich persönlich ist [diese Auszeichnung] der Erfolg von vier langen Jahren harter Arbeit, die zu den exzellenten Ergebnissen geführt hat, die ich dieses Jahr erreicht habe. Für mich bedeutet das aber auch gleichzeitig das Startsignal zu noch größeren Herausforderungen."

Aber Claire Leroy war nicht die einzige Aktive, die die Zeremonie mit einer silbernen Weltsegler-Trophäe und einer edlen Rolex Armbanduhr verließ. Der US-Amerikaner Ed Baird bekam die Auszeichnung zum ISAF Rolex Weltsegler des Jahres 2007 für seine außergewöhnlichen Leistungen als Steuermann an Bord der Alinghi beim Gewinn des 32. America's Cups. "In so einem Moment gehen dir jede Menge Sachen durch den Kopf, die du sagen möchtest, aber ,wow', sagt alles. Wow, das ist einfach großartig!", so Baird, als er seinen Preis von dem anderen ISAF-Ehrenpräsidenten, Seiner Majestät König Harald V. von Norwegen und von Arnaud Boetsch von Rolex SA entgegen nahm. Mit einer Stimme voll ehrlicher Emotionen hatte Baird keinen Skrupel, seine Freude zu zeigen und zu betonen, dass Alinghi's Sieg "nicht allein mir gebührt, sondern die Leistung eines sehr großen Teams war. Es ist sicherlich die wunderschönste Sache der Welt, den America's Cup mit diesem Team in so einem phantastischen Jahr zu verteidigen und dann dafür noch diese hohe Auszeichnung zu erhalten - das ist magisch!"

Baird blickt schon auf eine lange triumphale Geschichte in der Welt des internationalen Matchracesegelns zurück, sowohl im als auch außerhalb des America's Cups. Baird ist der einzige Amerikaner, der jemals die ISAF Matchrace-Weltmeisterschaft gewann - und das gleich dreimal in 1995, 2003 und 2004. Er ist der einzige Amerikaner, der jemals die Nummer eins in der ISAF-Weltrangliste im Matchrace war. 1995 wurde er von seinen Landsleuten als Rolex Segler des Jahres der USA ausgezeichnet. "Der Cup war bei weitem der am schwierigsten zu gewinnende Event", antwortete Baird auf die Frage nach den persönlichen Höhepunkten seiner Karriere bis heute. "Und es war auch der aufregendste."

Baird agiert auch als Segelcoach und hat immer wiederholt, dass er seine Gedanken auf dem Wasser so klar und einfach wie möglich hält. Oft bezeichnete er den Regattasport als Spiel und wurde als einer der großen Spieler bekannt. In seinem Stück "Denke simple Gedanken", das er 1996 für das Magazin Sailing World schrieb, erklärt Ed Baird, was er mit den einfachen Regeln des Segelsports meint. Unabhängig davon, wo der Erfolg ihn hinführte, hat Baird immer die Ruhe bewahrt und sich die Zeit genommen, die er brauchte, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn: "obwohl wir glauben mögen, unser Sport ist so kompliziert, so funktioniert das einfache Spiel doch, zuerst zu starten, die Führung zu verteidigen und sicher ins Ziel zu kommen."

Bis auf einen waren alle Nominierten bei der Preisverleihung im Kloster Penha Longa anwesend. Aber niemand wusste vorher, wer die Gewinner sein würden, was Spekulationen aus allen Ecken hervorrief. Zu den namhaften Nominierten für den ISAF Rolex World Sailor of the Year Award gehörten außerdem:

Seglerin/Crew Sarah AYTON, Sarah WEBB & Pippa WILSON (Großbritannien Marcelien DE KONING & Lobke BERKHOUT (Niederlande) Evi VAN ACKER (Belgien) Segler/Crew

Franck CAMMAS (Frankreich)
Vincenzo ONORATO (Italien)
Robert SCHEIDT & Bruno PRADA (Brasilien)
Rohan VEAL (Australien)

Neben Leroy und Baird brachte die Liste der Nominierten zu den ISAF Rolex Weltseglern des Jahres 2007 eine unglaubliche Anzahl an herausragenden Leistungen aus der Segelwelt zusammen. Alle, die an der feierlichen Zeremonie teilnahmen, fühlten sich in der Gemeinschaft von so viel Segeltalent geehrt. Der Moderator des Abends, Gary Jobson, formulierte es treffend: "Segeln ist wichtig, denn es gibt uns die Möglichkeit, Freiheit zu genießen. Segler sind zielorientiert, weitgereiste Menschen, die auf Details des Lebens achten. Unser Sport dreht sich vor allem darum, eine gute Zeit zu haben."
(Ende)
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