Newsletter vom 12.07.2007
1. Americas Cup Finale - Kampf der Giganten
Wieder hatten sich die Kiwis vom Syndikat Emirates Team New Zealand um den bewährten Skipper Grant Dalton bis zum Finale vorgekämpft. Und so geriet das Matchrace um den Americas Cup wie vor 4 Jahren zum Kampf gleichstarker Teams, die sich nichts schenkten. Die Matchfolge Alinghi/Emirates 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 4:2 und 5:2 ließ das Match zu einem für alle höchst spannenden Event werden, das Alinghi im 7.Rennen mit einem sensationellen 1-Sekunden-Vorsprung während des Strafkringels von Emirates für sich entschied. So bleibt der 33.Wettbewerb um den berühmtesten Segelpreis weiterhin in Europa. Die Öffentlichkeitswirkung dieses Events ist gegenüber 2003 noch erheblich gestiegen.
2. Die Segelszene in Deutschland
wurde in den vergangenen Wochen neben der Nordseewoche, die wegen zu starker Brise auf Helgoland unterbrochen werden mußte, natürlich von der Kieler Woche beherrscht.
In Schilksee trafen sich nicht nur 5000 Segler sondern auch die Weltelite, die in der neuen X-35-Klasse hier ihre erste Weltmeisterschaft aussegelte. In diesem Jahr gaben der Präsident des Weltsegelverbandes ISAF, Göran Petersson, gemeinsam mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen den Startschuss zur Eröffnung der Kieler Woche.
3. Bei den größeren Regatten im europäischen Rahmen
gaben das Calais Round Britain Race der bekannten Offshoreskipper der IMOCA Klasse , weiterhin die auf dem Starnberger See veranstaltete 1.Serie der iShares Cup Sailing Series 2007 der Extreme40-Cats sowie die noch laufenden Weltmeisterschaften aller olympischen Klassen im portugiesischen Cascais den Ton an. Wie nicht anders zu erwarten, waren Nebel, Flaute und Sturm das Salz in der Suppe der meisten Rennen und sorgten so immer wieder für Überraschungen bei den Ergebnissen.
4. Über das Segeln der besonderen Art
haben wir im letzten Newsletter anhand des Schicksals von Graham Dalton berichtet, der am 18.Juni 2007 in Bilbao seine Weltumsegelung innerhalb des 5 Oceans abgeschlossen hatte.
Gestern hat nun ein weiterer Skipper, der eigentlich Biologe und Experimental-Archeologe ist, eine Atlantiküberquerung von New York aus begonnen, die auf den Spuren von Thor Heyerdahl beweisen will, dass unsere Vorfahren schon vor 10000 Jahren mit Schilfbooten die Ozeane befahren konnten. Im Gegensatz zur Kon Tiki stehen Dominique Görlitz 9 Crewmitglieder zur Verfügung, die aber alle keine gestandenen Seebären sind. Nach mehr oder weniger gelungenen Probefahrten der Vorläufer-Schilfboote Abora 1+2 im Mittelmeer dürfte diese geplante Fahrt entweder bald enden - oder zu einem Triumph der Willenskraft(mit etwas Glück) werden. Wir werden berichten.
Bis zum nächsten Newsletter.
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