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Aktuelle Nachrichten aus der Segelwelt
Aktuelle Segelnachrichten 2010
31. März 2010
Pressemitteilung von Knierim Yachtbau
„TÛRANOR-PlanetSolar“ schwimmt
Kiel. Eine neue Ära in der Schifffahrt hat begonnen: Das größte jemals
gebaute, solargetriebene Boot, die „TÛRANOR-PlanetSolar“ wurde am Mittwoch
(31. März) um 14.55 Uhr von seinem Bauplatz in der Halle 11 der HDW
(Howaldtswerke-Deutsche Werft) gehoben und 35 Minuten später in der Kieler
Förde ins Wasser gesetzt. Bauherr und Eigner Immo Ströher, Unternehmer und
Solar-Pionier aus Darmstadt, sah sich für seinen Mut belohnt, dem Projekt
die nötigen finanziellen Mittel gegeben zu haben. Die Mitarbeiter der
federführenden Kieler Knierim-Werft genossen den Augenblick, als sich ihr
Werk von 68.000 Arbeitsstunden in seiner ganzen Pracht zeigte. Es war der
Moment, auf den alle Beteiligten des Projekts 14 Monate lang hingefiebert
hatten. Und auch für die Skipper Raphaël Domjan aus der Schweiz und den
Franzosen Gérard d’Aboville war es ein weiterer Meilenstein, mit dem 31
Meter langen und 15 Meter breiten Katamaran im kommenden Jahr nur durch
Sonnenenergie angetrieben die Welt zu umrunden.
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Foto: www.knierim-yachtbau.de
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Eines der innovativsten und spektakulärsten Bootsbau-Projekte der Gegenwart
fand seinen Höhepunkt in einem nicht minder aufregenden Stapellauf: In einem
Bilderbuch-Manöver wurde das 85 Tonnen schwere Schiff von dem riesigen
Portalkran der HDW, einem der Wahrzeichen der Stadt Kiel, durch das Dach der
Werfthalle gehievt und in sicherer „Fahrt“ im Windschatten der Werfthalle zu
seinem neuen Liegeplatz am HDW-Kai bugsiert. Die Sonne war sich ihrer
Bedeutung in diesem Projekt offenbar bewusst, fand in dem wolkigen Himmel
immer wieder Lücken, um die mehr als 250 Gäste sowie rund 30 Kamerateams und
Fotoreporter zu bescheinen. Zuvor hatte sich die illustre Gästeschar in der
Halle einen intensiven Blick von dem weißen Schiff mit seinem bronzenen
Unterwasser-Anstrich machen können.
„Ich bin sehr glücklich, dieses wunderbare Schiff feiern zu können“, sagte
Eigner Immo Ströher. Bevor er seine älteste Enkelin zur Taufe bat, sprach er
der Knierim-Werft um die Geschäftsführer Gunnar Knierim und Steffen Müller
seinen großen Dank aus: „Sie haben in bemerkenswert kurzer Zeit Großartiges
geleistet. Es ist ein besonderer Tag, das Schiff heute im Wasser zu sehen.“
Ströher kann sich als Eigner des weltweit größten Solarbootes zu Recht an
der Spitze einer ganzen Bewegung sehen. „Es erfüllt mich mit Freude, dass
die Möglichkeiten erneuerbarer Energien an vielen Stellen genutzt werden.
Mein Gruß geht an die neu gewonnenen Freunde in Österreich, die ebenfalls
ein Solarboot gebaut haben, um damit um die Welt zu fahren. Wir alle hoffen,
damit der Welt und der Zukunft etwas Gutes tun zu können.“
Auch für Steffen Müller war es ein aufregender Moment, denn seine Werft hat
sich in den vergangenen Jahren zwar einen guten Ruf im Spezial-Yachtbau
erworben, die „TÛRANOR-PlanetSolar“ ist jedoch größer als alle bisher bei
Knierim realisierten Projekte. „Wir haben in den 68.000 Arbeitsstunden jedes
einzelne Kilo der 85 Tonnen bearbeitet und an Bord gebracht“, berichtete
Müller. Ohne das große Engagement seiner Mitarbeiter, die über ein Jahr lang
tage- und manchmal auch nächtelang gearbeitet haben, sei die Umsetzung nicht
möglich gewesen. „Das in uns gesetzte Vertrauen ehrt uns, und es wird eine
spannende Zeit, wenn wir in der ersten Aprilhälfte mit den Testfahrten auf
der Kieler Förde beginnen.“
Für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen war der
Stapellauf der Beleg für die Leistungsfähigkeit des Landes:
„Hightech-Schiffbau gelingt bestens in Kiel und in Schleswig-Holstein. Eine
neue Epoche hat heute in Kiel ihren Anfang genommen. Schiffbau ist ein
Aushängeschild dieses Landes“, so Carstensen, der mit einem Schmunzeln
bekannte, dass er im kommenden Jahr gern Urlaub nehmen würde, um bei der
außergewöhnlichen Idee, in 160 Tagen die Welt nur mit Sonnenantrieb umrunden
zu wollen, dabei sein zu können. „Der Solarantrieb kommt dem Perpetuum
Mobile am nächsten. Die Sonne lacht, und wie von Zauberhand entsteht
Energie.“
Fast ehrfürchtig stand Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig vor dem rund
7,50 Meter hohen Schiff: „Es ist atemberaubend, dieses Werk zu sehen. Es
zeigt, dass Kiel die Stadt ist, wo so etwas gelingen kann. Der Dank geht an
die Initiatoren, die gezeigt haben, dass Kiel nicht nur eine große
Schiffbau-Vergangenheit, sondern auch eine entsprechende Zukunft hat. Das
darf uns verdammt stolz machen. Ich wünsche dem Projekt im wahrsten Sinne
des Wortes alle Sonne dieser Welt und wünsche diesem Ort, dass hier noch
viele Schiffe zu Wasser gelassen werden“, so Albig, der dem Kieler Schiffbau
die Ideen, das Knowhow und die Ingenieurskunst für weitere solcher Projekte
zusprach.
In den kommenden Wochen wird die „TÛRANOR-PlanetSolar“, deren Name aus der
Saga „Herr der Ringe“ entlehnt ist und so viel bedeutet wie „Die Kraft der
Sonne“, zahlreiche Testfahrten vor Kiel absolvieren. Angetrieben wird das
Schiff durch insgesamt vier Elektromotoren mit einer Maximalleistung von
insgesamt 120 kW auf den beiden fünfblättrigen Propellern. Eingefangen wird
die Sonnenenergie durch rund 536 Quadratmeter Solarpaneelen, die in den
Lithium-Ionen-Akkus gespeichert und somit einen permanenten Antrieb auch bei
bewölktem Himmel und in der Nacht gewährleisten wird. Vom 7. bis 9. Mai wird
das Projekt beim Hafengeburtstag in Hamburg einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt.
Das Unternehmen Knierim
Knierim ist ein norddeutsches Traditionsunternehmen mit Sitz am
Nord-Ostsee-Kanal in Kiel. Die Werft baut individuelle Hightech-Yachten
unter Motor und Segel in modernster Kompositbauweise, vom edlen
Fahrtenschiff bis zum 30-Meter-Racer immer State of the Art. Höchste
Belastbarkeit bei geringem Gewicht, millimetergenaue Designtreue und ein
außergewöhnliches Finish sind die Markenzeichen. Das gilt genauso für den
Formenbau mit 34 bzw. 32,5 x 8,5 x 4 Meter großen Fünf-Achs-Fräsen zum
Bespiel von Windrotorblättern, für die Luft- und Schifffahrt sowie von
großen Industrieteilen. Weitere Standbeine sind Bootsreparaturen und
-umbauten sowie Komplettservice im Winterlager.
Detaillierte Informationen im Internet unter www.knierim-yachtbau.de und
www.knierim-tooling.de.
Von der Taufe und dem Stapellauf stehen Fotos und Filmmaterial auch aus der
Luft aus einem Hubschrauber zur Verfügung, die für die redaktionelle Nutzung
honorarfrei sind.
Ihre Kontakte:
Andreas Kling KNIERIM Yachtbau GmbH
PR Consultant Anja Erkelenz
Föhrdener Straße 6 Uferstraße 100
25563 Wrist 24106 Kiel
T: +49 (4822) 360-900 T: +49 (431) 30106-0
F: +49 (4822) 360-901 F: +49 (431) 30106-19
M: +49 (172) 257-8817 M: +49 (177) 8990-690
E: a.kling@knierim-yachtbau.de E:
www.knierim-yachtbau.de
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