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Aktuelle Segelnachrichten 2010

28.04.2010
NEUE „HASPA HAMBURG“ FEIERLICH GETAUFT

Pressemitteilung des Hamburgischen Vereins Seefahrt e. V. (HVS)
15,95-m-Einzelbau von judel/vrolijk und Hakes Marine (Neuseeland) HAMBURG. Bis über die Toppen geflaggt strahlte das neue Flaggschiff des Hamburgischen Vereins Seefahrt e. V. (HVS) bei herrlicher Frühlingssonne in feurigem Haspa-Rot, als Dr. Kristina Vogelsang den Champagner zum traditionellen Taufspruch hob. Dann gab die Taufpatin der 15,95 Meter langen Hochseeyacht den Namen „Haspa Hamburg“, nicht ohne die wichtigsten Wünsche für eine „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.
Taufe der neuen Haspa in Hamburg
Foto: © Hamburgischer Verein Seefahrt e.V./Haspa/Nico Krauss
So begann am Mittwoch (28. April) ein noch moderneres Kapitel in der 107-jährigen HVS-Geschichte – eines Vereins, der sich der charakterbildenden Schulung jugendlicher Segler auf hoher See verschrieben hat und damit schon immer mit der Zeit ging. „Dies ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für den HVS.

Unser Dank gilt den zahlreichen Förderern, allen voran natürlich der Hamburger Sparkasse, ohne deren Unterstützung der Neubau dieses außergewöhnlichen Boots nicht möglich gewesen wäre“, sagte der erste Vorsitzende des Hamburgischen Vereins Seefahrt, Dr. Detlef Thomsen, vor mehr als 300 Gästen, die am Vormittag in den Sandtorhafen nach Hamburg gekommen waren. Die „wunderbaren Linien“ der Yacht lösten ganz besondere Emotionen aus. „Jungen Menschen das persönlichkeitsstärkende Hochseesegeln unabhängig von ihrem Geldbeutel zu ermöglichen, passt ideal zu unserem gesellschaftlichen Engagement in der Hansestadt“, erklärte Dr. Harald Vogelsang als Vorstandssprecher der Hamburger Sparkasse, die ihre Partnerschaft mit dem HVS, die er als Freundschaft bezeichnete, voriges Jahr bis 2015 verlängert hatte. „Wie die Sparkasse ist auch der HVS eine waschechte Hamburgensie“. Beide stünden für Weltoffenheit und eine positive Hamburg-Botschaft.

Unter der Segelnummer GER 6300 wird ab sofort das Logo der Hamburger Sparkasse auf allen Ozeanen getragen. Gezeigt wurde es zum ersten Mal am anderen Ende der Welt: im neuseeländischen Wellington. Dort wurde die Yacht nach einem Design des renommierten Bremerhavener Konstruktionsbüros judel/vrolijk bei Hakes Marine gebaut. Werftchef Paul Hakes ließ es sich genauso wenig nehmen, wie Mike Castania aus den USA, der beratend und als Bauaufsicht zur Seite stand, zur Taufe an die Elbe zu kommen. Auch ihnen war der besondere Einzelbau über die vergangenen Monate ans Herz gewachsen. Bevor Henning Rocholl die „Haspa Hamburg“ an die Segelgruppe Störtebeker des Vereins übergab, lobte der 2. HVS-Vorsitzende und Leiter des Neubaukomitees die „hervorragende Zusammenarbeit, die sich in einem einzigartigen Ergebnis widerspiegelt“.

Nach der feierlichen Taufzeremonie standen sie alle mit der HVS-Mannschaft um Bootsinspektor Johan Wilckens und der Segelgruppenleiterin Caroline Hagenberg („eine Riesenchance für die HVS-Jugend“) neugierigen Gästen Rede und Antwort, die das Schiff hautnah unter die Lupe nahmen. Ihnen gefiel das sportliche, „aber menschenwürdige“ (Thomsen) Interieur ohne jeden Luxus. Die 14. „Hamburg“ in der ruhmreichen Historie ist nicht auf komfortable Törns ausgerichtet. Es ist eine Jugendausbildungsyacht für zehn bis zwölf Personen Besatzung, die aber auch mit einer kleineren Crew überführt werden kann. Darüber hinaus stehen jedes Jahr auch einige Regattateilnahmen auf dem Kalender.

Das enorme Potential durfte die Testcrew bereits auf der Überführung von der Landeshauptstadt Wellington an der Südspitze der neuseeländischen Nordinsel in die so genannte City of Sails Auckland erleben, von wo aus die Yacht per Containerfrachter der Reederei „Hamburg Süd“ die Heimreise antrat. „Spitzengeschwindigkeiten von weit mehr als 20 Knoten und Etmals von mehr als 200 Seemeilen waren keine Seltenheit“, berichtete Johan Wilckens. Bei einer Breite von 4,80 Meter und einem Tiefgang von 3,50 Meter verdrängt „die Haspa“ rund zwölf Tonnen. 97 Quadratmeter Großsegel und 70 Quadratmeter Fock stehen am Wind zur Verfügung. Aber auf den Wellen surft sie erst unter ihrem 250 Quadratmeter großen Gennaker.

Abgesehen von den exzellenten Segeleigenschaften wurde das Schiff nach den höchstmöglichen Sicherheitsvorschriften konzipiert, damit Mensch und Material auch schwerste Stürme in abgelegenen Revieren meistern. „Umsichtige, besonnene Seemannschaft gehört zu den wichtigsten Tugenden, die bei uns gelehrt und gelernt werden“, meinte Detlef Thomsen, „das haben uns schon die Vereinsgründer so aufgegeben, und das wollen und werden wir auch in Zukunft hochhalten.“

Die rote „Haspa Hamburg“, die nun auch farblich zu ihrem Namenssponsor passt, löst ihre blaue Vorgängerin ab, eine gebrauchte X-482, die nach mehreren zehntausend Seemeilen „in die Jahre gekommen“ und verkauft worden war. Es ist erst der dritte Neubau des HVS. Eine weitere Vereinsyacht zur Jugendausbildung bleibt die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“. Der Grundname „Hamburg“ geht auf einen Schoner zurück, der unter der Flagge des HVS im Jahr 1905 an einer Transatlantikregatta von New York nach Hamburg erfolgreich teilgenommen hatte und hinter der „Atlantic“ des New York Yacht Clubs Zweiter geworden war. Zum 100. Geburtstag des HVS hatte es 2003 eine Wiederauflage der Regatta als DaimlerChrysler North Atlantic Challenge gegeben, bei der die erste „Haspa Hamburg“ einen starken vierten Platz belegte.

Technische Daten der 56-Fuß-One-Off „Haspa Hamburg“ Rumpflänge: 15,95 Meter Länge (ü. A. inkl. Bugspriet): 17,20 Meter Breite: 4,80 Meter Tiefgang: 3,50 Meter Verdrängung: ca. 12 Tonnen Ballast: ca. 5,4 Tonnen Masthöhe: 25,23 Meter Großsegel: 97 Quadratmeter Vorsegel: 70 Quadratmeter Gennaker: 250 Quadratmeter Maschine: 55-kW-Yanmar

Hamburg, 28. April 2010 Mehr über die Segelyacht „Haspa Hamburg“ unter www.HVS-Hamburg.de -> Menupunkt „Schiffe“ -> „Haspa Hamburg“
Hochauflösende Bilder für die Presse unter www.HVS-Hamburg.de/press
Copyrightvermerk: © Hamburgischer Verein Seefahrt e.V. / Haspa / Nico Krauss
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Kontakt: Hamburgischer Verein Seefahrt e.V. c/o Dr. Detlef Thomse Gänsemarkt 50 D-20354 Hamburg Kontaktperson: Henning Rocholl eMail media@HVS-Hamburg.de Tel.: (040) 866 42 1-41
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