19.05.2010
IMMAC fördert vier Nachwuchscrews
Der Andrang war riesig: Die hoffnungsvollsten deutschen Segeltalente wollten in die IMMAC Sailing Academy aufgenommen werden. Vier Teams haben die Juroren schließlich mit ihrer sportlichen Vita überzeugt. Zwei 420er-Crews und jeweils ein Team aus den Klassen 29er und 470er, die allesamt bereits eine beeindruckende Titelsammlung aufweisen, bilden nun den IMMAC-Kader. In der kommenden Saison wollen sie auf Regatten, aber auch bei den IMMAC-Fortbildungsmaßnahmen mit seglersicher Leistung und Persönlichkeit überzeugen, um für die Zukunft in den Genuss eines IMMAC-Sponsorenvertrages zu kommen.
Von Kiel über Berlin und Augsburg bis hin zum Bodensee verteilen sich die vier Teams, die sich in den Jugendklassen bereits klangvolle Namen erarbeitet haben:
Sophia-Theresa Diesch/Carolin Tiegel (420er)
Svenja Weger/Wiebke Lechler (420er)
Justus Schmidt/Max Boehme (29er)
Julian und Philipp Autenrieth (470er)
Das Segeln liegt der Familie Diesch einfach im Blut. Sophia-Theresa Diesch (17 Jahre) aus Friedrichshafen, Tochter von Rupert Diesch, dem Cousin der Olympiasieger, bildet da keine Ausnahme. Schon in jüngsten Jahren segelte sie im Teeny zu drei deutschen Titeln. Im 420er setzte sie diese Erfolgsserie fort. Nach Topplatzierungen seit 2006 gewann sie im vergangenen Jahr den deutschen Jugendtitel. Im Herbst 2009 tat sie sich mit der Hessin Carolin Tiegel (17) zusammen, die über den Opti und Korsar den Weg in den 420er fand und mit Platz zehn bei der WM 2009 ihren größten Erfolg feierte. Gemeinsam in einem Boot zeigte das Team vom Bodensee mit dem dritten Rang bei der deutschen Meisterschaft, dass es von Beginn an harmoniert.
Svenja Weger (16) aus Kleinmachnow gehört zu der goldenen Opti-Generation, die in den vergangenen Jahren auf internationaler Bühne für Aufsehen gesorgt hat. Vor fünf Jahren holte sie sich nach EM-Platz sieben den deutschen Titel, 2006 später gelang ihr mit dem Team der Gewinn der Bronzemedaille bei der WM. Seit 2007 im 420er punktet sie nun auch mit Wiebke Lechler in der deutschen Spitze. Gemeinsam fuhren die beiden im vergangenen Jahr zum 4. Platz bei der Kieler Woche und Rang sechs bei der deutschen Jugendmeisterschaft.
Im 29er sind Justus Schmidt (17) und Max Boehme (18) aus Eutin und Kiel in die erweiterte Weltspitze vorgestoßen. In Deutschland sind sie bereits seit 2008 mit zwei nationalen Titeln das Maß aller Dinge, im vergangenen Jahr gewannen sie zudem die Gesamtwertung des Europacups, und zur WM Anfang 2010 gelang ihnen mit Rang acht der Sprung in die Top-Ten.
Obwohl gerade erst 18 und 19 Jahre alt haben die Brüder Julian und Philipp Autenrieth bereits eine beeindruckende Segelkarriere hinter sich. Beide gehörten zum Opti-Team, das 2005 für den größten deutschen Erfolg aller Zeiten sorgte. Neben dem Titelgewinn im Team platzierte sich Philipp im Einzel auf Rang vier und Julian auf sieben. Ein Jahr später legte der jüngere Bruder Julian beeindruckend nach, gewann Bronze im Team und als erst zweiter Deutscher den WM-Einzel-Titel. Auch gemeinsam sind die Augsburger eine Macht. Im 420er fuhren sie zu zwei deutschen Meisterschaften und einem Jugendtitel. Mit Platz neun bei der WM haben sie sich nun in das Lager des olympischen 470ers verabschiedet und gehören für die Zukunft zu den großen deutschen Hoffnungen.
Mehr Informationen unter: www.immac-academy.com
Hermann Hell
Tel.: 0451-898974
Mobil: 0172-2609350
hermann.hell@svg-verlag.de
autenrieth sailing
Pressemitteilung, 19. Mai 2010
Julian und Philipp Autenrieth in die IMMAC Sailing Academy berufen
Viele haben sich beworben, aber nur vier Teams wurden bundesweit in die
IMMAC Sailing Academy berufen. Die Augsburger Brüder Julian und Philipp
Autenrieth, die für den Bayerischen Yacht-Club im 470er eine Olympiakampagne
gestartet haben, sind dabei.
Einen ganzheitlichen Ansatz hat die IMMAC AG, eine Hamburger
Investmentgesellschaft im Bereich von Pflegeheimen, für ihre Unterstützung
der Nachwuchssegler gewählt. Mit der Förderung der ausgewählten Teams sind
Workshops über Wetter, Wettfahrtregeln, Taktik, Teambildung, Rhetorik und
Medien sowie Fitness- und Mentaltraining verbunden. Am Saisonende werden
nicht nur die Regattaergebnisse bewertet, sondern auch Leistung und
Persönlichkeit abseits der Regattabahn. Jünger als 20 Jahre mussten die
Bewerber sein, und „das Zeug für die oberen Klassen haben“, so die
Ausschreibung.
Vor wenigen Tagen fand bereits der erste Workshop der IMMAC Sailing Academy
in Laboe an der Kieler Bucht statt. Der erste Tag diente dem Kennenlernen
und zum Foto-Shooting in Teamkleidung. „Zielmanagement“ war einer der
Vorträge am zweiten Tag. Marcus Baur, Olympiateilnehmer in Sydney, erklärte,
wie man anhand von Kreisdiagrammen seine eigenen Fähigkeiten besser
einschätzen kann. „Management-Methoden aufs Wasser bringen, um schnell und
effektiv zu entscheiden“, fasste Julian zusammen. Fähigkeiten und Defizite
hat man so bildlich vor Augen, auch wenn es einmal eng auf der Regattabahn
wird. Der 18-jährige Steuermann freute sich über viele neue Impulse,
beispielsweise auch eine kleine Onboard-Kamera, mit der man Bewegungsabläufe
für die Manöverkritik aufzeichnen kann.
Rückblick: DJM
Julian und Philipp Autenrieth haben vergangenes Wochenende einen achten
Platz bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft der 470er in Travemünde
gesegelt. Etwas unglücklich war das abschließende Medal Race verlaufen, wo
das Team durch wechselhafte Windverhältnisse seine Führung einbüßte. „Wir
wissen, woran wir weiter arbeiten müssen“, analysierte Julian die insgesamt
sieben Wettfahrten, in denen sie trotz Trainingsrückstand – Philipp (19) hat
gerade erst seine Abiturprüfungen absolviert – beim Speed gut mithalten
konnten.
Ausblick: Delta-Lloyd-Regatta in Holland
Die nächste Regatta ist die „Delta-Lloyd-Regatta“ in Medemblik auf dem
holländischen Ijsselmeer vom 26. bis 30. Mai. Über 100 Mannschaften aus mehr
als zwei Dutzend Ländern stehen auf der Meldeliste. „Die Leistungsdichte im
470er ist deutlich stärker als im 420er. Wir wollen erst einmal Erfahrung in
der Klasse sammeln und immer weniger Fehler machen“, erwartet Julian
Autenrieth keine Wunder in der kommenden Woche.
Dr. Volker Göbner – für autenrieth sailing / Presse
Keimstraße 24, D-86356 Neusäß
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