Aktuelle Segelnachrichten 2010
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17.09.2010
autenrieth-sailing
Pressemitteilung, Augsburg, 17. September 2010
Training, ein neues Boot und Horizonterweiterung

Genau ein Jahr ist es her, dass Julian und Philipp Autenrieth in den olympischen 470er umgestiegen sind. Nach ein paar kleineren Regatten stand aber erst das Abitur von Philipp im Vordergrund. Der resultierende Trainingsrückstand auf dem Wasser machte sich in den Ergebnissen bemerkbar, bis nach einem Zusatztraining Ende August bei der Junioren-EM mit Rang 14 die Kriterien für den Platz im D/C-Kader des Deutschen Segler-Verbands und damit auch in der neuen Nationalmannschaft erfüllt wurden.
Anfang September waren die beiden Augsburger erneut sieben Tage zum Training in Warnemünde. Rundungsmanöver an den Wendemarken, Spinnaker setzen und bergen waren diesmal die Schwerpunkte. Auflandiger Wind, anfangs mit fünf bis sieben Beaufort, Strom und Welle sorgten für anspruchsvolle Bedingungen. „Da hatten wir richtig zu kämpfen“, beschreibt Vorschoter Philipp, „das war richtig gutes Training für uns!“
Unmittelbar danach holte Steuermann Julian einen neuen 470er bei der momentan tonangebenden Werft in Polen ab. Der steht jetzt in Augsburg und wird komplett ausgestattet. „Das zieht sich“, meint Philipp, als er sich um „Kleinigkeiten“ wie Blöcke, Strecker oder Schoten kümmert. Bei der Deutschen Meisterschaft (30.9. bis 3.10.) am Chiemsee werde der neue 470er wohl noch nicht eingesetzt, schätzt er. Denn segeln wollen die Autenrieths mit der neuen Jolle schon ein paar Tage, ehe sie damit ins Regattageschehen eingreifen.

Während Julian seit dieser Woche wieder zur Schule geht und als letzter Jahrgang des neunstufigen Gymnasiums nur noch bis Februar die Schulbank drücken muss, absolvierte Philipp gerade ein zweiwöchiges Praktikum in der Possenhofener Bootswerft von Markus Glas. Eine „Lake 35“ wird dort gerade gebaut: „Ein richtiger Edel-Segler ganz aus Holz“, sagt Philipp beeindruckt, der seit seinen Anfängen im Optimisten nur auf „Plastikschüsseln“ gesegelt hat. Lackieren und Schleifen waren seine Aufgaben, dazu andere Boote fürs Winterlager vorbereiten oder Reparaturen durchführen.

IMMAC-Workshop mit Windkanal, Wetterfrosch und Matchrace

Heute (Freitag, 17. September) sind die beiden Autenrieths auf dem Weg nach Kiel. Ein weiterer Workshop der IMMAC Sailing Academy steht an. Wissenschaftlich wird es dort, wenn Strömungsversuche am Segel im Windkanal begutachtet werden. Wissenschaft und Erfahrung bringt dann Wetter-Experte Meeno Schrader den Teilnehmern nahe. Der zweite Tag dreht sich ganz ums Matchrace in Theorie und Praxis. Deutschlands beste Matchracerin, die Hamburgerin Silke Hahlbrock, gibt ihr Wissen preis.
„Die Inhalte der IMMAC-Workshops bringen immer neue Aspekte, die wir im normalen Training nicht haben“, ist Julian schon ganz gespannt auf dieses Wochenende. So wurde auch die kleine Onboard-Kamera von IMMAC beim Training in Warnemünde wieder intensiv zur Analyse der Bewegungsabläufe eingesetzt.

Ende September steht dann die Deutsche Meisterschaft der 470er auf dem Chiemsee an. Hier wird es zu einem weiteren Leistungsvergleich der deutschen Spitzensegler kommen – wenn der Wind mitspielt, denn Oktoberfestwetter kann auch tagelange Flaute bedeuten.

Foto: Die Autenrieths bei steifer Brise auf der Ostsee

Dr. Volker Göbner – für autenrieth sailing / Presse Keimstraße 24, D-86356 Neusäß Tel. +49-(0)821/4867316, mobil +49-(0)170/2023319 presse@autenrieth-sailing.de
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