

|

Neues aus der Segelwelt
News 2010
31.10.2010
Vier Crews optimal gefördert
Schmidt/Böhme ins Team aufgenommen
IMMAC Sailing Academy geht in die zweite Runde
Das erste Jahr der IMMAC Sailing Academy geht zu Ende, und die Initiatoren und Macher des Nachwuchs-Förderprojektes blicken zufrieden und mit einer gehörigen Portion Stolz auf die Premierensaison zurück. Die vier Teams Sophie Diesch/Carolin Tiegel (Bodensee, 420er), Svenja Weger/Wiebke Lechler (Berlin, 420er/470er), Justus Schmidt/Max Boehme (Kiel, 29er/49er) sowie Julian und Philipp Autenrieth (Augsburg, 470er) nutzten vier Workshops und Regatta-Auftritte, um sich weiterzuentwickeln, aber auch um sich mit ihrer Persönlichkeit und sportlichen Performance für das IMMAC Sailing Team zu empfehlen.
|

Die Immac Academy hat gewählt(v.l.n.r.): Wiebke Lechner/Svenja Weger (Berlin) belegten Platz drei, Julian und Philipp Autenrieth (Augsburg) Platz zwei, Max Böhme/Justus Schmidt (Kiel) Rang eins und Sophia Diesch/Carolin Tiegel (Bodensee) Platz vier. Reimar Papenfuß und Oliver Lewin von der Immac Academy überreichten die Schecks. Foto okpress
|
So hatte die Jury am Ende der Saison eine schwierige Entscheidung zu treffen und entschied sich schließlich nach einer fünfstündigen Sitzung und einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Crews dafür, Schmidt/Boehme in den Kreis der geförderten IMMAC-Teams aufzunehmen.
"Wir sind mit dem Erreichten sehr zufrieden", sagte Reimar Papenfuß erster Vorsitzender des Vereins. "Wir haben aus dem Nichts angefangen und ein Projekt kreiert, das vier junge Teams in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung gefördert, aber auch eine gute mediale Resonanz für den Nachwuchs-Segelsport gebracht hat", so Papenfuß. Dass die Entscheidung zur Aufnahme ins IMMAC-Sailing Team letztlich zugunsten der Kieler ausfiel, lag daran, dass die Skiffsegler die Idee der Academy in allen Punkten ideal umgesetzt haben. Denn wichtig waren den Juroren nicht nur die sportlichen Erfolge und Perspektiven, die Schmidt/Boehme mit Top-Ten-Platzierungen bei EM und WM im 29er zweifellos zu bieten hatten, sondern auch das Auftreten in der Öffentlichkeit, die beständige Presse-Arbeit sowie die Identifikation mit der Academy. "Justus und Max haben sich wie gewünscht von einem Nachwuchs-Duo zu einem selbstbewussten und sympathischen Spitzenteam entwickelt", sagte Papenfuß. Jetzt startet das Team nach dem Umstieg mit der Förderung eine Karriere im olympischen 49er.
Die beiden folgenden Teams standen dem kaum nach und nur Nuancen entschieden in der qualitativen Auswertung schließlich über die Platzierungen. Die Brüder Autenrieth mussten nach den Erfolgen im 420er und dem Umstieg in den olympischen 470er zunächst noch lernen, mit etwas schwächeren Ergebnissen umzugehen, und für Weger/Lechler muss sich nach dem erfolgreichen 420er-Jahr mit Top-Platzierungen bei zwei Weltmeisterschaften die Perspektive noch festigen. Denn während die Berlinerinnen eine 470er-Karriere anstreben, hält die Jury auch einen Einstieg in das Match-Race-Geschehen für aussichtsreich. Für Diesch/Tiegel steht dagegen nach dem Scheitern der gemeinsamen Segler-Ehe erst einmal Neuorientierung mit anderen Partnern an.
Neben den Preisgeldern (7500 Euro für Platz eins, 5000, 2000 und 1500 Euro für die folgenden Ränge) durften die vier Teams aber auch eine Menge Knowhow auf der Habenseite verbuchen. Denn bei den vier Workshops bekamen sie nicht nur über Experten wie den Diplom-Meteorologen Dr. Meeno Schrader tiefgreifendes Wetterwissen vermittelt, sondern hatten auch Gelegenheit, in wissenschaftliche Anlagen wie den Strömungskanal der FH Kiel zu blicken, im Rollenspiel mit einem ISAF-Judge Protestverhandlungen in englischer Sprache besser verstehen zu lernen, im Öffentlichkeitsarbeitseminar das Auftreten in Pressekonferenzen zu verbessern, oder Presseinformationen zu schreiben, oder im Match-Race- und Yachtsegeln andere Disziplinen des Segelsports kennenzulernen. "Aus dem Feedback der Segler wissen wir, dass ihnen das neue Perspektiven auf ihren Sport ermöglicht hat", berichtete Papenfuß.
Auch für die bereits im IMMAC Sailing Team geförderten Yacht-, Match-Race- und Jollen-Crews hatte die Premiere der Academy einen positiven Effekt. "Die Teams waren in die Schulung der Nachwuchscrews eingebunden und sind dadurch noch enger zusammengerückt", sagte Christian Soyka, Skipper des X-99-Teams von IMMAC und Mitinitiator des neuen Projektes. Er kündigte bereits eine Fortsetzung der Academy für 2011 an: "Dann werden wir sogar fünf Teams aufnehmen, wobei wir uns auf die Klassen 420er, 470er, 29er und 49er konzentrieren." Bewerbungen sind vom 8. November bis 9. Januar möglich. Auch die bisherigen Academy-Teilnehmer, die nicht ins Sailing Team aufgenommen worden sind, können sich wieder bewerben. Zur boot in Düsseldorf werden die neuen Teams verkündet. Bewerbungsanforderungen sind über www.immac-academy.com einsehbar. Neben der bisherigen seglerischen Laufbahn und den zurückliegenden Erfolgen entscheiden auch weitere Hobbys, das soziale Engagement, das sportliche Potenzial und die Bereitschaft, an den IMMAC-Workshops teilzunehmen, über die Aufnahme. "Die Termine werden dabei so gelegt, dass sie nicht mit den großen Regatten zusammenfallen. Alle Bewerber werden rechtzeitig darüber informiert", sagte Soyka. Zudem soll auch das von der IMMAC-Academy geförderte Opti-Projekt, in dessen Rahmen 2010 an Vereine und Schulen 23 Jüngstenboote übergeben wurden, in eine neue Runde gehen. Das genaue Verfahren und der Zeitplan wird noch erarbeitet und zu gegebener Zeit auf der Internetseite sowie in der Segler-Zeitung veröffentlicht.
Bildtext:
Die Immac Academy hat gewählt(v.l.n.r.): Wiebke Lechner/Svenja Weger (Berlin) belegten Platz drei, Julian und Philipp Autenrieth (Augsburg) Platz zwei, Max Böhme/Justus Schmidt (Kiel) Rang eins und Sophia Diesch/Carolin Tiegel (Bodensee) Platz vier. Reimar Papenfuß und Oliver Lewin von der Immac Academy überreichten die Schecks. Foto okpress
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Hell
0172-2609350
hermann.hell@segler-zeitung.de
__________ Hinweis von ESET Smart Security, Signaturdatenbank-Version 5579 (20101031) __________
E-Mail wurde geprüft mit ESET Smart Security.
http://www.eset.com
|
Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE
|
|
|