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Aktuelle Nachrichten 2011
Übersicht
07.08.2011
Stephan Frank, Presse Lacustre-Vereinigung Bodensee
Für Rückfragen 0049-171-22 321 84
19 Lacustre bei einer entspannten Far Niente
Die schönste Art, auf dem Bodensee Urlaub zu machen, haben eine Woche
lang (7.-13. August) 57 Lacustre-Segler auf 19 Schiffen erlebt. Die Far
Niente – ein Gondeln von Hafen zu Hafen - führte in diesem Jahr in die
Bregenzer Bucht. „Ich wollte ein paar Ecken in Vorarlberg zeigen, die
viele Segler am See noch nicht kennen“, erklärt Far Niente-Organisator
Josef Bitsche das Programm. „Angefangen haben wir in Lochau, ein
idyllisch gelegener, kaum besuchter Hafen mit der alten Fähre
‚Meersburg‘, von da ging es erst Mal weiter nach Fußach“.
Vor der Einfahrt in den Fußacher Hafen wurde in der Bucht gebadet,
abgeschottet von jeglichem Betrieb. Geschützt von Kiesdämmen und
Inselchen. „Ich wusste gar nicht, dass der See solche idyllische
Buchten hat“, meinte Mitsegler Willi Beck aus Immenstaad, der seit
Jahrzehnten auf dem See unterwegs ist.
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Badeszene in der Fußacher Bucht sowie die kaiserliche Truppe.
Von links: Otto Ziegler, Walter Müller (Nero), Franz-Joseph Bitsche,
Wolfgang Simon. Foto: Frank
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Der nächste Tag brachte eine nicht ganz ernst genommene Überführungsregatta nach Hard. Auch hier
wurde wieder von den im Päckchen liegenden Schiffen aus gebadet,
diesmal im Binnenbecken. Und jeder holte aus seiner Bilge lang
gehortete Spezialitäten: Gekühlte weiße Bordeaux-Weine, Käse, Salami
und Brot, Obst – und handgemachtes Marzipan. Am Abend folgte ein
gemeinsames Grillen, dafür fiel die Überführungsregatta am nächsten Tag
wegen Sturmwarnung aus. Ein anderthalb Stunden dauerndes Fenster
zwischen den Regenschauern reichte aus, um die 19 Lacustre und zwei
Begleitboote trocken nach Lindau zum Lindauer Segler-Club zu bringen.
„Hier haben wir uns die beeindruckende Picasso-Ausstellung angesehen“,
lobte Bitsche das Lindauer Kulturprogramm.
Am nächsten Tag schien wieder die Sonne, es folgte die
Überführungsregatta nach Bregenz, die wegen abflauender Winde
abgebrochen werden musste. „Erst im zweiten Anlauf habe ich dann noch
einen Bananenkurs vor Bregenz auslegen können“, erklärt
Lacustre-Wettfahrtleiter Andreas Giger.
Dann der Höhepunkt der Far Niente: Der Galaabend in der perfekt
restaurierten Villa Raczynski - 1877 vom polnischen Grafen Raczynski
für seine Frau als Sommersitz erbaut. „Wir haben in diesem Jahr das
Motto ‚wir sind Kaiser‘ gewählt“, so Bitsche. „Die Segler haben die
passenden Kostüme besorgt. Vom Kaiser Franz-Joseph bis zurück zu Nero –
das war eine war eine tolle, etwas andere Party. Mit königlichen und
kaiserlichen Hoheiten, wer nicht kostümiert war, diente als
bürgerlicher Untertan“.
Am Abschlusstag war der Enthusiasmus für eine weitere Regatta
verhalten, die meisten Lacustre-Segler bevorzugten einen
Hafenaufenthalt, bevor es zur Oper auf die Seebühne ging. Nachdem fast
die gesamte Far Niente entgegen dem Wetterbericht trocken über die
Bühne gegangen war, fiel die Vorstellung auf dem See aber wegen Regens
aus.
„Bei der Far Niente gibt es zwar Überführungsregatten, damit der
Ehrgeiz aber nicht überhand nimmt, lassen wir die Listen unmittelbar
nach der Siegerehrung sofort verlorengehen“, beschreibt
Lacustre-Bodensee-Präsident Ernst Zollinger das Wesen der Wettfahrt.
„Und zusätzlich muss der Erste am nächsten Tag einen dicken Fender
hinter sich herziehen, das bremst zusätzlich“. Im nächsten Jahr will
die Lacustre-Vereinigung Bodensee die Far Niente 2012 organisieren, es
wird die 50. sein.
Stephan Frank
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