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Neues Buch vom Kieler Kapitän und Autor erscheint
Gerd Engel erzählt „Neptuns Garn“

Spitzbergen hat er gesehen und das ewige Eis, war auf eigenem Kiel in Russland und allen Weltmeeren zuhause. Müde machte das den 82-jährigen Kapitän und Autor Gerd Engel keineswegs. Im Gegenteil. Geschichten aus der Seefahrt zwischen Wahrheit und Legende inspirieren den weitgereisten Kieler bis heute. „Neptuns Garn“ wurde gesponnen, und so heißt sein neustes Buch, das Gerd Engel am Donnerstag, dem 26. Mai, ab 19 Uhr auf dem historischen Raddampfer „Freya“, den er sonst selbst fährt, vorstellen wird.
„Ob die Messerstecherei in Pogo Pogo gefährlicher war, als die Monsterwellen beim schlimmsten Taifun im Leben von Steward Müller“, fragt Gerd Engel schmunzelnd, „war mag das ermessen.“ Zumal sich der fiktive Seebär hinterher selbst nicht mehr an das Unwetter erinnern kann. Wenn der Autor bei seinen Lesungen in Vereinen und Organisationen vortrefflich authentisch erzählt, lauschen auch Landratten gebannt den kurzweiligen „Erlebnissen“ und zuweilen schrägen Begebenheiten.

Nachdem der Elb-Lotse im Sommer 1997 nach 30 Jahren in der Brüderschaft abmusterte, begann eine Unruhezeit. Bekannt war der Einhandsegler schon durch seine spektakulären Reisen unter anderem mit dem selbstgebauten Katamaran „Sposmoker“, für die er mehrfach mit dem Goldenen Kompass sowie Trans-Ocean-Medaille und -Preis ausgezeichnet wurde. Als Rentner erwarb Engel Flugpatente für viersitzige Piper und Cesnas, aber auch Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge beherrscht der Frankreich-Fan und passionierte Klavierspieler.
Wie geht das in einem Alter, in dem viele Zeitgenossen sich nicht mehr selbst die Schuhe zubinden können? „Ich denke und arbeite für mein Leben gerne und war noch nie krank“, sagt Engel fast logisch und hat schon Ideen für einen maritimen Krimi „mit vielen Leichen“ im Kopf. Nach seinem Roman „Rufe aus dem Ozean“ (2007) wäre es wohl das 19. Buch; so genau hat er nicht gezählt. Zunächst einmal aber wird „Neptuns Garn“ präsentiert.

Da ist der Riese aus Schleswig, der packend von Walrössern und Bären in der Arktis berichtet und womöglich niemals dort gewesen ist. Ein polyglotter Greis auf der bretonischen Insel Ouessant beschreibt ein seltsames maritimes Durcheinander historischer Ereignisse – und wirft beim Davongehen keinerlei Schatten. 22 Kurzgeschichten handeln von Kapitän Flexi, Willi Galapago, Sulimans Zahn, Hansen und Hansen sowie dem Garnspinner und vielen mehr. Es sind Spazierfahrten rund um die See, allesamt erfunden und doch so realistisch.

Zur Premierenlesung lädt Gerd Engel auf die „Freya“, die er im monatlichen Wechsel als Kapitän für Passagiere über den Nord-Ostsee-Kanal, aber auch Elbe, Weser und Ems steuert. Der Raddampfer von 1905 wird am 26. Mai auf seinem Stammliegeplatz am Kieler Bahnhofskai (gegenüber CAP-Parkhaus) festmachen. Gelesen und geplaudert und natürlich persönlich handsigniert wird ab 19 Uhr.
Am Montag, dem 30. Mai, ist Gerd Engel dann um 19.30 Uhr in Bremen im Logenhaus (Kurfürstenallee 8) zu Gast. Die Kieler Nachrichten haben ihn bereits zweimal mittwochs, am 8. Juni in der Landeshauptstadt sowie am 15. Juni in Eckernförde zu Gast. Weitere Lesungen vereinbart Gerd Engel direkt unter gerd@engel-gerd.com oder 0174/987-1518. Aus dem Forstweg 16 in 24105 Kiel verschickt der Autor und Verleger der edition le gne auch Bücher (portofrei!). „Neptuns Garn“ (ISBN 978-3-9811612-8-1) hat 172 Seiten und kostet 11 Euro. Weitere Informationen im Internet auf der Website engel-gerd.com.

Die redaktionelle Verwendung der angehängten Fotos ist honorarfrei.
Wenn Sie ein Besprechungsexemplar benötigen und/oder an der Premierenveranstaltung am Donnerstag, dem 26. Mai, in Kiel auf dem Raddampfer „Freya“ teilnehmen möchten, geben Sie dies bitte Gerd Engel direkt per Email oder telefonisch durch.
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