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Fotobummel durch Berlin - Mai 2008
Reviere Berlin - Übersicht Hafenstädte u. Wassersportzentren
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Wenn sich ein Segelrevier für einen ausführlichen, womöglich mehrtägigen Landgang eignet, dann ist es Berlin. Die deutsche Bundeshauptstadt ist nach den Zerstörungen des 2.Weltkrieges und der Zeit der Teilung wie ein Phönix aus der Asche zu neuer Schönheit erblüht und lohnt in jeder Hinsicht einen Besuch - vor allem , wenn die Jahreszeit und das Wetter stimmen. Wir hatten das Glück Berlin vier Tage lang bei Sonnenschein und im frischen Maigrün zu erleben - in einem fast perfekten, baulich kompletten Zustand, nachdem nun auch die amerikanische Botschaft am Brandenburger Tor so gut wie fertiggestellt ist.
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Nimmt man an einer Regatta in Berlin teil, geht man in einem der zahlreichen Yachtyachtclubs-segelvereine an Land - wie hier im Yachtclub Gothia an der Scharfen Lanke(Nordende des Wannsees). Oder man nimmt sich ein paar Tage für Berlin frei und fährt mit der Bahn. Dann kommt man am frisch fertiggestellten neuen Hauptbahnhof an, dem ehemaligen und im Krieg zerstöärten Lehrter Bahnhof nördlich des Brandenburger Tores und des Reichstagsgebäudes. Mit einem Welcome-Ticket kann man von hier aus mit S- und U-Bahn in alle Himmelsrichtungen losfahren - so oft und wohin man will.
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Fotos: © Irvin Krumnacker-SEGEL.DE
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Mehrere Unternehmen veranstalten täglich Stadtrundfahrten von 2-3 Stunden, die man auch mit einer Bootsfahrt durch das Regierungsviertel verbinden kann. Vom Kuhdamm aus fährt man an den Botschaften südlich des Tiergartens vorbei zum Potsdamer Platz mit seinem neuen Gesicht und dann am ehemaligen Checkpoint Charlie vorbei zum Alexander Platz mit seinen großen Baustellen rund um den fast abgerissenen Volkskammerpalast. Am Berliner Dom steigt man um in ein offenes Motorboot, in dem man auch ein kühles Pils bekommt.
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Mit dem Aussichtsboot fährt man zunächst nach Osten durch das Altstadtviertel mit dem Münzhaus. Dann an der Museumsinsel mit dem neuen Bodemuseum vorbei und mit einem Blick zum Hauptgebäude der Charite - dem größten Berliner Krankenhaus. Ein Strandcafe lädt zum Verweilen zum Feierabend ein.
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Man fährt weiter auf der Spree flußabwärts zum neuen Regierungsviertel mit der Rückseite des Bundeskanzleramtes. Man ist überrascht von der Leichtigkeit und Transparenz der hypermodernen Architektur.
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Die Besuchsgruppe für den Reichstag trifft sich beim ehrwürdigen Hotel Adlon. Von Osten blickt man "historisch korrekt" auf das Brandenburger Tor. Die Quadriga hat eine bewegte Geschichte, die man ihr heute nicht mehr ansieht. Davor posieren zur Feier des Kriegsendes am 8.Mai zwei aliierte Soldaten mit ihren Fahnen.
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Jahrzehntelang sah die freie Welt das Brandenburger Tor nur von dieser Westseite. Auch der Reichstag zeigt nach langem "Schlaf" direkt an der "Mauer" sein altes/neues, grandioses Gesicht. Hier tagt der Bundestag des wieder vereinigten Deutschland. Eine geniale architektonische Vielzwecklösung ist die neue Glaskuppel.
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Weniger steil als gedacht erklimmt man die höchste Ebene des Reichtstages und bewundert währenddessen die raffinierte Konstruktion des Spiegelrüssels, der der Lichtversorgung und Klimatisierung des Plenums dient. Von der großen Plattform rund um die Glaskuppel aus hat man einen tollen Überblick über die Stadt.
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Trotz aller Zerstörungen kann man noch ein Stück altes Berlin in den Hackeschen Höfen nördl. der Museumsinsel sehen. Die alte Bahnstation wurde perfekt restauriert, und in engen Gassen mit Boutiquen und Ateliers bekommt man in gemütlichen Gaststätten auch eine Berliner Weiße.
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Neues Glanzstück der Museumsinsel ist das wiedererrichtete Bodemuseum. Weltberühmt ist das Pergamonmuseum mit seinem einzigartigen Pergamonaltar. Daneben überrascht die modern wirkende Portätkunst aus griechisch-römischer Zeit.
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Das berühmte babylonische Ishtartor und die zugehörigen Wandteile beeindrucken durch ihre unverwüstliche Farbenpracht und Größe. In der ägyptischen Abteilung stehen weltberühmte Schätze - wie die Nofrotete. Wieder draußen, erschlägt einen dann die wuchtige Baumasse des Berliner Doms.
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Beim anschließenden Bummel Unter den Linden kommt man an der Humboldt Universität vorbei und begegnet auch altem preußischen Glanz und Gloria. Man sollte nicht versäumen den sehr schönen Gendarmenmarkt mit dem Französischen Dom und dem Schillerdenkmal zu besuchen. Schließlich ist der Alexanderplatz mit Fernsehturm und Brunnen ein Muss.
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Nach Jahrzehnten als Trümmerfläche erstand der Potsdamer Platz in den 90er Jahren als Schaufenster modernster Berliner Arhitektur. Das Sonycenter begeistert durch raffinierte architektonische Lösungen. Und vom Daimler-Chrysler Building aus hat man einen phantastischen Rundblick.
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Beim Bummel zurück zum Brandenburger Tor lässt einen das Holocaust-Denkmal im Rücken des Hotels Adlon über die Schatten- und Sonnenseiten des Lebens sinnieren. Wenn man noch Zeit hat, lohnt der Besuch des Charlottenburger Schlosses mit seinen Prunksälen und Einblicken in die Privatsphäre der preußischen Könige. Wenige U-Bahnstationen weiter hat einen die Gegenwart beim Warten auf den Zug im modernen Hauptbahnhof wieder fest im Griff.
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© Irvin Krumnacker 1996-2016 - SEGEL.DE
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