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Wenn wir von Cap Ferrat aus nach Osten segeln, passieren wir nach 5sm zuerst MONACO, das wir oft auch zu einem Tagesausflug anlaufen. Zuerst erreichen wir den Port du Cap dÁil, der gerade noch vor der Grenze liegt zu Monaco, welches direkt hinter den Hotels im Hafen beginnt. fontvieille ist die monegassische "Neue Stadt", die dem Meer abgerungen wurde, indem Millionen cbm Erde, Geröll und Beton ins Wasser gekippt wurden. Dort befindet sich auch der Heli-Port (Abstand halten) und etwas weiter östlich das Ozeanographische Museum. (Sehr sehenswert, ein ideales Programm für einen Regentag).
Der Haupt-Hafen Port du la Condamine -6sm- ist sehenswert und man kann auch kurzzeitig anlegen, um mal einen Rundgang in Monaco zu machen. Es ist aber durch den ständigen Schwell unruhig und eine Übernachtung ist wegen der unmittelbaren Nähe zu Cap Ferrat nicht sinnvoll.
Weiter nach Osten, schon an der Landesgrenze zu Italien gelegen, folgt MENTON (6sm weit von Monaco) mit einem kleineren Stadt-Hafen. VIEUX-PORT, in dem man kurzfristig zu einer Stadtbesichtigung festmachen kann, oder der großen Hafen GARAVAN, der allerdings schon zwei Kilometer von der reizvollen Altstadt entfernt ist. Menton ist die Stadt der Zitronen und Orangen, im Frühjahr werden ganze Miniatur-Städte und Statuen aus Zitronen und Orangen aufgebaut. In der hübschen Altstadt gibt es viele originelle Lokale und hervorragende Crêpes, einer weitere Spezialität der Region.
Wir segeln weiter nach Osten, passieren die Landesgrenze ( Gästeflagge wechseln ) und erreichen SAN REMO, 12 sm östlich von Menton. Der Hafen PORTO SOLE ist riesig, italienisch, laut, nicht immer klinisch sauber, aber interessant genug, um ihn auf einem Törn anzulaufen. Wir werden dort immer sehr freundlich empfangen, weil uns die
Hafenmeister gut kennen und wir immer freigiebig unsere Kugelschreiber und Telefonkarten ( viele Italiener sammeln diese ) verteilen. Faszinierend und verrückt ist die Hektik und das organisierte Chaos in San-Remo. Hier gib es das beste Eis (Eisdiele Lollipop ), die leckerste Pizza ( Pizz'All, liefert riesige Pizzen direkt aufs Schiff ) und einen freundlichen Getränkehändler ( Euro-Drink, direkt am Kreisverkehr oberhalb des Hafens, der Getränke kostenlos zum Schiff bringt ).
Weiter nach Osten, nach IMPERIA (12 sm von San Remo) Der PORTO MAURIZIO liegt geschützt hinter einer sehr langen Mole und bietet bei Mistral einen recht guten Schutz. Imperia ist eine alte interessante Stadt mit einer riesigen Zitadelle und einer guten preiswerten Pizzaria oberhalb in unmittelbarer Nähe.
Es wird nach Osten jetzt seglerisch weniger interessant, wir drehen hier meist ab, entweder nach Süd-Ost um Elba oder Korsika anzusteuern, oder segeln zurück nach Cap-Ferrat.
Was evtl. noch angelaufen werden kann, ist Savone (36 sm östlich von Imperia)- ein kleiner Hafen, total geschützt, mit einer reizvollen, kleinen Altstadt, ansonsten ist Savona aber eine recht häßliche Stadt mit Großindustrie und Kraftwerken.
Noch weniger interessant ist es, nach Genua weiterzulaufen. Auch hier ist sehr viel Industrie und schmutziges Wasser anzutreffen.
Maulbronn, Mai 1999
Gerhard Rapp S.Y. SERENA
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