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Im Polynesier-Katamaran von West nach Ost durch die Südsee
ein modernes Segel-Abenteuer mit wissenschaftlichem Anspruch
Übersicht Segelreviere Südsee
Klaus Hympendahl
Die Lapita-Expedition
285 Seiten, durchgehend vierfarbig mit ca.100 Fotos
€ 19,99
terra magica Verlag, September 2011
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1946 wollte Thor Heyerdahl auf seiner berühmten Kon-Tiki-Fahrt beweisen, dass die polynesischen Inseln einst von Südamerika aus besiedelt
wurden. Eine Generation später hat sich der deutsche Segler und Abenteurer Klaus Hympendahl mit seiner Crew auf den Weg gemacht um das Gegenteil zu beweisen. Mit einer wissenschaftlich qualifizierten Crew segelte er auf zwei mit modernen Materialien nachgebauten traditionellen polynesischen Katamaranen von den Philippinen zum Archipel der Santa Cruz-Inseln Anuta und Tikopia und bewies so - auch anhand von Fundstücken - dass die Besiedlung Polynesiens von China aus über Taiwan und die Philippinen stattfand.
Klaus Hympendahl läßt in diesem Buch seine aufregende Reise Revue passieren, er schildert, wie die Besatzung trotz dramatischer Wetterbedingungen und zermürbender Konfliktsituationen - Wissenschaftler und Abenteuerer auf zwei kleinen Katamaranen zusammengepfercht - nach 4000 Seemeilen in sechs Monaten das Ziel erreichen konnte.
Was den Reiz dieses Buches ausmacht, ist die ehrliche Schilderung einer Seereise in einer realen oft unromantischen Umwelt, in der man vielen Herausforderungen der Natur begegnen musste - aber auch herzliche Kontakte zur Bevölkeerung hatte, die sich noch heute an ihren "Kaiser Wilhlelm" erinnert und ihn bei einem polynesischen Bier hochleben lässt. Happiness und Ernsthaftigkeit liegen hier - wie auch bei der Expeditionscrew - oft eng beieinander.
Die Authentizität der Fotos kompensiert bei weitem den fehlenden Status mancher Hochglanzproduktionen in "märchenhaft-romantischer" Bora-Bora-Umgebung.
Mit einer kleinen wehmütigen Träne ob des Vordringens der genormten Plastik-Zivilisation auch in die letzten bis vor kurzem unberührten Winkel dieser Erde legen wir dieses Buch nach seiner Lektüre - nicht für immer - beiseite.
I.K.
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