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8. November 2005
ISAF Rolex World Sailor of the Year Awards Singapore
Ellen MacArthur und Fernando Echavarri Erasun/Anton Paz Blanco sind die Welt-Segler des Jahres 2005

Der Weltsegelverband ISAF (International Sailing Federation) und Rolex haben Ellen MACARTHUR aus Großbritannien und die amtierenden Tornado-Weltmeister Fernando ECHAVARRI ERASUN und Antón PAZ BLANCO aus Spanien mit den angesehenen ISAF Rolex World Sailor of the Year Awards 2005 ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung am Dienstagabend in Singapur wurden die drei Segler für ihre herausragenden seglerischen Leistungen geehrt, die sie zwischen dem 1. September 2004 und dem 31. August 2005 erbracht haben. In diesem Zeitraum knackte MacArthur bei ihrem Solosprint um die Welt in ihrem Maxitrimaran "B&Q" den Weltrekord. Echavarri und Paz krönten eine Kette voller Erfolge im Tornado sowohl mit dem Welt- als auch mit dem Europameistertitel.

Für die 29-Jährige Ellen MacArthur ist es bereits das zweite Mal, dass sie den begehrten ISAF Rolex World Sailor of the Year Award der Damen gewinnt. Bereits 2001 hatte sie die weibliche Segelszene beherrscht, indem sie als schnellste weibliche Seglerin und jüngste unter allen Solo-non-stop-Teilnehmern die runners-up trophy bei der Vendée Globe 2000 gewann. Im Jahr davor hatte sie sich schon eine Nominierung für den Award erarbeitet durch den Sieg in der Klasse 1 des Europe 1 New Man STAR (Single Handed Trans-Atlantic Race Plymouth to Newport).

Am 7. Februar dieses Jahres sicherte MacArthur sich einen einzigartigen Platz in der Geschichte des Segelsports, als sie die Ziellinie vor der bretonischen Küste mit einem neuen Einhandweltrekord für die Non-stop-Weltumsegelung überquerte. Um mehr als 24 Stunden hatte sie dabei den bis dahin gültigen Rekord von Francis Joyon aus dem Jahr 2004 unterboten. Für ihren 27.354 Seemeilen langen Kurs rund um den Globus hatte sie nur 71 Tage, 14 Stunden, 18 Minuten und 33 Sekunden benötigt und war dabei im Schnitt 12,66 Knoten schnell.

Mit den Berichten von ihrer Achterbahnfahrt über die Weltmeere hatte sie weltweit ein gespanntes Publikum in ihren Bann gezogen. Ellen ließ alle daran teilhaben, wie sie ihr Boot auf permanente Höchstgeschwindigkeit trimmte, während sie gegen extreme Müdigkeit, Materialbruch, heftige Stürme, Verletzungen und die Einsamkeit ansegelte. Bei ihrer Rückkehr ins heimische Großbritannien wurde sie von vielen tausend Fans begeistert begrüßt und von Queen Elizabeth II. prompt geadelt.

Nur wenige Wochen später stellte sie mit ihrem Rekordboot "B&Q", diesmal mit einer Crew, auch einen neuen Maxi-Rekord von St. Nazaire nach St. Malo auf. Ihren Versuch, den Transatlantikrekord von New York zum englischen Lizard zu brechen, musste sie im Oktober dieses Jahres allerdings wegen zu schwieriger Wetterbedingungen aufgeben.

Zurzeit segelt Ellen McArthur bei der Transat Jacques Vabres 2005 zusammen mit ihrem Freund Roland 'Bilou' JOURDAIN auf der Open 60 "Sill et Veolia". Überrascht und hocherfreut ließ sie es sich aber nicht nehmen, ihre zweite Auszeichnung zu kommentieren:
"Ich möchte mich bei der ISAF, ihren Sponsoren und Mitgliedern für die Auszeichnung bedanken. Ich hatte das Glück, den Award bereits in 2001 zu erhalten, und es ist eine ebenso große Überraschung und große Ehre für mich, ihn nun erneut verliehen zu bekommen. Die International Sailing Federation erweist der Segelszene einen großen Dienst, indem sie mit Hilfe der 117 Mitgliedernationen den Segelsport voranbringt, indem sie ihn herausstellt und versucht, möglichst viele Menschen für das Segeln zu gewinnen. Ich möchte auch den anderen Seglerinnen gratulieren, die für den Female Award nominiert waren. Sie stehen an der Spitze ihrer jeweiligen Segelklasse und ich fühle mich geehrt, gemeinsam mit ihnen nominiert worden zu sein."

Die Tornadosegler Fernando Echavarri Erasun und Antón Paz Blanco knüpften in 2005 da an, wo sie das Vorjahr geendet hatten - mit außergewöhnlichen zwölf Monaten, die mit ihrem Sieg bei der ISAF Grade 2 Barcelona Olympic Sailing Week im März, bei der sie fünf von neun Rennen gewannen. Im Mai holten sie Gold bei der ISAF Grade 1 Holland Regatta und gewannen schließlich die ISAF Grade W Tornadoweltmeisterschaften.

Im August erwiesen sie sich als die vielversprechendsten Talente im Tornadozirkus und fügten ihrer Trophäensammlung den Europameistertitel hinzu, der ihnen weitere Punkte und damit eine bessere Platzierung im ISAF World Ranking brachte. Während des Nominierungszeitraums kletterten sie stetig nach oben, bis sie am 29. Juni den Spitzenplatz erreichten.

Seitdem hat Echavarri gezeigt, wo nach der Erfüllung seiner Olympischen Ambitionen seine Zukunft liegen könnte. In den vergangenen Wochen segelte er auf der spanischen Yacht "Movistar", die als einer der Favoriten in das Volvo Ocean Race 2005-2006 geht. Er wurde als Standby für Skipper Bouwe Bekking eingesetzt und soll je nach Verfügbarkeit eine Etappe oder ein Inshore-Rennen segeln.

In bezug auf den Award sagte Echavarri: "An aller erster Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der ISAF und Rolex bedanken und unsere Achtung aussprechen. Außerdem möchte ich meine Dankbarkeit gegenüber der Royal Spanish Sailing Federation, der Galician Sailing Federation, dem Athlete Help Program und unserem Hauptsponsor Movistar ausdrücken. Dies ist ein ganz besonderer Tag für uns. Wir sind stolz, zu den weltweiten Größen des Segelsports gezählt zu werden und 2005 als Beste ausgezeichnet zu werden. Es wird schwer werden, auf diesem Niveau weiterzumachen.

Heute ist Spanien im Segelsport ganz vorne dank Veranstaltungen wie dem Volvo Ocean Race und dem America's Cup. Dass nun eine spanische Olympia-Crew den ISAF Rolex World Sailor of the Year Award gewonnen hat, wird unseren Sport sicher weite fördern. Wir sind damit groß geworden, über die Gewinner des ISAF Rolex World Sailor of the Year Awards zu lesen und sie für ihre Leistungen zu bewundern. Es wird cool sein, nun auf einmal unsere eigenen Namen in diesem Zusammenhang zu lesen. Wir werden nicht vergessen, was wir in unserer Saison 2005 erreicht haben."

Die Preisverleihung wurde von der dreifachen Olympiamedaillengewinnerin und mehrfachen Surfweltmeisterin Alessandra SENSINI aus Italien präsentiert. Mehr als 500 Gäste aus 50 Nationen wohnten der Zeremonie bei, darunter internationale Segler und prominente Persönlichkeiten aus der Segelwelt. Die Auszeichnungen wurden vom ISAF-Ehrenpräsident König Konstantin und Claudio Mariani von Rolex Singapur überreicht.

Die Gewinner erhielten je einen Rolex Chronometer und die World Sailor Trophäe, einer massiven Marmor-Weltkugel, auf der fünf silberne Spinnaker die Kontinente darstellen.

Die weiteren Nominierungen für die ISAF Rolex World Sailor of the Year Awards 2005 waren:

Damen
Claire LEROY (FRA)
Blanca MANCHÓN (ESP)
Paige RAILEY (USA)

Herren
Peter GILMOUR (AUS)
Finian MAYNARD (IVB)
Bruno PEYRON (FRA)
Vincent RIOU (FRA)
Rohan VEAL (AUS)

Weitere Informationen:
ISAF - ISAF Sekretariat, Ariadne House, Town Quay, Southampton, SO14 2AQ, UK Tel: +44 (0)2380 635111 Fax: +44 (0)2380 635789 Email: worldsailorawards@isaf.co.uk Website: www.sailing.org/worldsailor
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2. Fotos Hochauflösende Fotos von der Zeremonie sind für redaktionelle Zwecke honorarfrei zu finden unter: www.regattanews.com

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