29.01.2013 Kurs Olympia 2016: VSaW unterstützt Annika Bochmann auf ihrem Weg
Berlin, den 29.01.2013 – dreieinhalb Jahre vor den nächsten olympischen
Spielen startet Annika Bochmann vom Verein Seglerhaus am Wannsee ihre
Olympiakampagne. Der Verein unterstützt sie auf diesem Weg.
Dreimal Junioren-Europameisterin, einmal Junioren Weltmeisterin, etliche
nationale Titel und im vergangenen Jahr sogar Bronze bei der
Senioren-Europameisterschaft: das ist die bisherige Erfolgsbilanz der 470er
Steuerfrau Annika Bochmann - beeindruckend, denn die Ingenieursstudentin ist
gerade mal 21 Jahre alt und erst fünf Jahre Steuerfrau der olympischen
Zweimann-Jolle.
Annika Bochmann; BU: Annika Bochmann und Lisa Panuschka auf Erfolgskurs
Seit einem Jahr segelt sie mit ihrer neuen Vorschoterin
Elisabeth „Lisa“ Panuschka (20) vom Segelclub Bayer Uerdingen zusammen. „Wir
beide wohnen in Kiel, studieren und trainieren hier. Wir ergänzen uns
einfach sehr gut und sind jetzt schon ein eingespieltes Team“, sagt Annika
Bochmann, die in Berlin aufgewachsen ist.
Beide Vereine, sowohl der Verein Seglerhaus am Wannsee als auch der
Segelclub Bayer Uerdingen, finanzieren den beiden einen nagelneuen 470er aus
der Mackay-Werft. Er wird im März ausgeliefert. „Das modernste Material zu
haben, nimmt uns schon mal einen riesen Druck“, so Bochmann.
Und auch wenn jetzt Winter ist und man meinen könnte, Segler haben dann
Pause – ist es ganz anders: „So ungefähr zehn Stunden in der Woche haben wir
Athletiktraining mit Kraftausdauer, Ausdauer, Rückenschule oder
Koordinationstraining. Dazu noch fünf Stunden Theorie“, klärt Annika
Bochmann, die seit sieben Jahren Mitglied im VSaW ist, auf. „Der VSaW freut
sich Annika und Lisa bis hierher unterstützen zu können und auch weiterhin
fördern zu können. Sie ist besonders für die VSaW-Jugendabteilung ein großes
Vorbild und damit Ansporn für den Nachwuchs – die Jugendabteilung erhält
darüber hinaus weitere Förderung vom Partner, der Audi GmbH Berlin“, erklärt
VSaW-Geschäftsführer Frank Butzmann.
Der zweimalige DDR-Meister im 470er, Bernd Zirkelbach, ist ihr
Einzel-Trainer. „Ja aber wir trainieren immer in der Gruppe mit den anderen
470er Crews zusammen. Auch mit den Männern – nur im Team können wir
voneinander lernen und bringen uns gegenseitig nach vorne“, so Bochmann.
Doch die nationale, weibliche Konkurrenz ist momentan nicht so groß. „Nee,
nachdem Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher nach den olympischen
Spielen 2012 aufgehört haben und Tina Lutz und Susann Beucke in den 49er FX
umgestiegen sind, haben wir in der nationalen Wertung gute Chancen“. Doch
die Blondine will mehr: „Klar will ich mindestens unter die ersten Sechs in
Rio und wenn es gut läuft dann auch eine Medaille. Und die
Olympiasiegerinnen von 2012 machen weiter. So dass wir eine hohe
internationale Konkurrenz haben“, erklärt Bochmann.
Eine erste Standortbestimmung, wie sie im internationalen Geschäft
mitmischen können, gibt es Ende März in Mallorca. Hier wird der erste
Weltcup der Saison ausgetragen. „Wir trainieren vorher dort und schauen dann
mal, was wir erreichen können“.
Die Bachelor-Studentin ist im fünften Semester und möchte später mal im
Bereich Geotechnik arbeiten. Doch der Weg zu Rio 2016 wird beschwerlich und
sie muss einiges entbehren: „Sicher ist das anstrengend, aber die
Trainingsgruppe motiviert mich immer ganz extrem. Mir macht es einfach Spaß
und vor allem will ich was erreichen. Und das ist nicht irgendwas: das sind
die Olympischen Spiele“!
Anne Stadtfeld
Verein Seglerhaus am Wannsee
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