Erinnerungen an einen Prüfungstörn

Übersicht Nord-/Ostsee
Was war das doch eine tolle Zeit.
Mit großem Eifer hatten wir unseren BR- und BK-Kursus besucht und noch bei den Spätnachrichten die Betonnung und Befeuerung der Seeschiffahrtstraß gepaukt. Aber nun war endlich die Zeit des Prüfungstörns gekommen, auf den wir uns so gefreut hatten.
Am 18.Mai fuhren wir mit dem Zug nach Amsterdam, denn wir hatten uns viel vorgenommen - wir wollten Skagen runden und so unsere erlernte Seemannschaft und Navigationskunst würdig unter Beweis stellen.

Doch begann unser Törn erst einmal mit dem Schrubben der Hannover, die gerade den 2.Teil des Überführungstörns von Teneriffa bei schwerem Wetter hinter sich hatte.
Dann gings aber los - durch den Kanal nach Ijmuiden, an der imposanten Kulisse des Hüttenwerkes vorbei und bei strahlendem Sonnenschein hinaus auf die Nordsee Richtung Texel. Bei dem auf 6 Windstärken zunehmendem NW-Wind und nach einer Sturmwarnung für das Skagerrak schwanden unsere Hoffnungen Skagen zu runden schnell dahin - zumal unser Skipper nicht in ein Sturmgebiet fahren durfte. Statt dessen opferte unsere gesamte Crew, bis auf den Skipper und den Maschinisten, in der langen Dünung Neptun, hielt aber tapfer durch.
Nach 35 Stunden laufen wir erschöpft aber glücklich im Hafen von Helgoland ein, wo wir uns einen Ruhetag gönnten.
Nun nahm unser Prüfungstörn eine ganz andere Richtung - vom Abenteuer im Skagerrak zu einem harmlosen aber abwechselungsreichen Törn in der dänischen Ostsee. Durch den Nord-Ostsee-Kanal gings nach Kiel und weiter an Laboe und Kiel Feuerschiff vorbei unter vollen Segeln Richtung Sonderborg.
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