Via Gotland-Stockholm in den Götakanal

Traumreise unter Segeln anno 1975
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Ostseetörn nach Stockholm und Götakanal mit Leicina
toernberichte/1975-quappe-1.mpg">Teil1 - Burgtiefe - Bornholm
toernberichte/1975-quappe-2.mpg">Teil2 - Bornholm - Gotland
toernberichte/1975-quappe-3.mpg">Teil3 - Gotland - Stockholm
toernberichte/1975-quappe-4.mpg">Teil4 - Stockholm - Götakanal

Unsere Crew zählte fünf Köpfe, und wir hatten z.T. gerade unser Sporthochseeschifferzeugnis erhalten. Und so nahmen wir uns vor, einen großen Törn in der Ostsee zu fahren - hinauf nach Gotland und nach Stockholm - und in den Götakanal hinein. Dabei wollten wir nicht nur unsere Seemannschaft und Navigationskünste unter Beweis stellen sondern auch noch ein bißchen Land und Leute kennen lernen, und ein wenig Urlaub und Erholung sollten auch sein.
Wir charterten von einem Freund eine solide Ketsch von 12m Länge mit Radsteuerung und 50 PS-Diesel, die wir in Mariestad, mitten in Südschweden dem Eigner übergeben sollten, der dann durch den westlichen Götakanal und den Öresund nach Deutschland zurücksegeln wollte.
So starten wir Anfang August bei strahlendem Sommerwetter von Burgtiefe auf Fehmarn aus in der Gewißheit einen unserer schönsten Törns vor uns zu haben.

Wir setzen zunächst Kurs auf Gedser Rev ab und segeln bis zum Abend bei NO-Wind noch hinauf zu den Kreidefelsen von Mön. Hier stellen wir bei Sonnenuntergang erst einmal eine aktuelle Deviationstabelle auf, damit wir auch ja nicht Bornholm verpassen.
Auf einer Nachtfahrt an Kap Arkona auf Rügen vorbei machen wir gute Fahrt über Grund und werden am nächsten Morgen nach abgeflautem Wind von einer spiegelglatten See überrascht.
So legen wir nur zu gern eine Badepause ein, bevor es unter Motor weitergeht, wobei wir durch ausgedehnte gelbgrün schimmernde Algenfelder fahren - wohl eine Folge der hohen Sonneneinstrahlung und Wassertemeratur von 21 Grad.
Wir haben am Mittag planmäßig die Südspitze von Bornholm vor uns, machen am Nachmittag zum Tanken von Wasser und Diesel in Vexö fest und fahren am Abend bei auffrischendem SO-Wind hinüber zu den idyllischen Zwillingsinseln Christiansö und Frederiksö.
Am nächsten Morgen weckt uns das Geschrei von Tausenden von Möwen, die vor allem die nackten Felsen von Frederiksö bevölkern. Hier scheint die Zeit seit 200 Jahren stillgestanden zu haben. Keine modernen Bauten stören das weltentrückte Bild von Christiansö mit den Resten seiner alten Befestigungsanlagen aus dem 18. Jahrhundert.
Am Nachmittag versuchen wir auszulaufen Richtung Öland, doch eine immer unruhiger werdende See, die unsere Quappe wie einen Tennisball tanzen und das Geschirr in der Pantry zu Boden fallen läßt, zwingt uns zurück in den schützenden Hafen, den wir dann nach einem fröhlichen Abend mit schwedischen Skippern am nächsten Morgen endgültig verlassen.

Abschnitt Öland-Gotland
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