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Via Gotland in den Götakanal-Abschnitt Götakanal
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Nachdem wir die Schleuse zum Mälarsee, die erste von noch vielen Schleusen, passiert haben, durchfahren wir den Södertälje-Kanal und kommen dann wieder auf Ostseeniveau. Wir haben auch wieder Wind, und so können wir an diesem Tag durch die Schären bis Trosa segeln.
Das idyllische Trosa, das man nicht versäumen sollte, liegt versteckt hinter der Küstenlinie am gleichnamigen kleinen Flüßchen. Die bunten Schwedenhäuser sind am Ufer wie an einer Perlenschnur aufgereiht; jeder Einwohner scheint hier ein Boot zu besitzen.
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Bei unserer Fahrt zum Götakanal taucht plötzlich die Kulisse des Hüttenwerkes von Oxelösund auf. Hier werden schwedische Erze mit polnischem Koks zu hochwertigem Schwedenstahl verarbeitet und in alle Welt - auch nach Deutschland - exportiert.
In diesem Schärengürtel vor dem Festland müssen wir uns exakt an die Leitfeuer und Stangen halten, denn es wimmelt hier von Unterwasserklippen aus solidem schwedischen Granit, die den Törn schnell beenden könnten. Doch dann haben wir Mem, d.h. den Eingang zum Götakanal vor uns, und wir beginnen nun den letzten Abschnitt dieses einmalig schönen Törns.
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Schnell lernen wir die Bedienung der Schleusen, die teilweise noch von Hand geöffnet werden. Mit den max. zulässigen 4,9 Knoten Fahrt erleben wir die sommerliche schwedische Landschaft mit wogenden Kornfeldern, hübschen Häusern am Ufer und auch ausgedehnten Waldabschnitten. Wir erreichen schließlich den Roxensee mit der berühmten Schleusentreppe von Berg, die mit 6 hintereinandergeschalteten Schleusen einen Höhenunterschied von 25m überwindet.
58000 Soldaten haben hier vor fast 200 Jahren in reiner Handarbeit einen Wasserweg geschaffen, der für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region maßgebend wurde.
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Auf dem Vätternsee angekommen, machen wir eine kurze Rast in Vadstena um uns das von König Gustav Wasa im 16.Jahrhundert erbaute Renaissanceschloß Vadstena und die Klosterkirche der heiligen Brigitta anzusehen. Westlich des Vätternsees durchqueren wir anschließend auf dem Weg zum Vänernsee eine wildromantische Gegend mit dem Vikensee, und die Felsplatten und Wollgrasbüschel reichen bis dicht an unsere Fahrrinne heran.
Schließlich haben wir unser Ziel, den Vänernsee, erreicht und treffen in Mariestad wie vorgesehen den Schiffseigner, dem wir nur in wenigen Stichworten erzählen können, was wir alles auf diesem schönen Törn erlebt haben.
Es war eine Traumreise unter Segeln, für die drei Grundvorraussetzungen maßgeblich waren:
ein gutes Schiff, eine gute Crew und gutes Wetter.
I.K.
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