Ocean-Yachting - Hobart Race 2004
http://rolexsydneyhobart.com - Übersicht




23. Dezember 2004
Segler erwarten schweren Weihnachtssturm
Neue Hamburger „Vineta“ startet Hochseeklassiker gegen 116 Boote

Sydney – Es ist berühmt und berüchtigt vor allem für seine schweren Stürme: das Rolex Sydney to Hobart Yacht Race der Hochseesegler. Das war schon immer so, seit Marineoffizier John Illingworth 1945 das erste 628 Seemeilen lange Rennen zur Hauptstadt Tasmaniens gewann, nachdem er 36 Stunden gegen einen Sturm ankämpfen musste. Und auch zum 60. Geburtstag dieses Klassikers, der am Zweiten Weihnachtstag im australischen Sydney gestartet wird, wurden wieder schwere Wetterbedingungen vorhergesagt. 117 Yachten, darunter die neue Marten 49 „Vineta“ des Hamburger Reeders Felix Scheder-Bieschin, wollen die Jubiläumsregatta gewinnen.
Die Starterliste liest sich wie ein Stelldichein der Hochseeveteranen. Viele haben das Rennen über die Bass-Straße schon weit mehr als ein Dutzend Mal absolviert. Für Philipp Kadelbach, Crewmitglied an Bord der „Vineta“; wird es die Premiere sein. Der Berliner ist ein erfahrener Jollensegler und sich der außergewöhnlichen Herausforderungen dieses Törns bewusst: „Die Gefahr, das Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, jederzeit wieder passieren können, macht dieses Rennen so einzigartig.“ 1998 waren gab es zahlreiche Mastbrüche und Kenterungen, sechs Segler ertranken damals in einem Orkan. „Deshalb ist unser oberstes Ziel, sicher in Hobart anzukommen“, meinte Kadelbach, „aber unsere zweite Erwartung ist eine starke Leistung. Das Boot ist brandneu, und wir sollten es schaffen, im ersten Viertel des Felds zu landen.“

Zu den Favoriten gehört Grant Wharingtons imposante Maxiyacht „Skandia“ aus Melbourne, die schon voriges Jahr schnellstes Schiff nach gesegelter Zeit war. Sie darf nach einigen Wirren um ihre Vermessung, welche die Vorbereitung empfindlich gestört haben, endgültig starten. Härteste Konkurrentin um die Ehre des „First Ship Home“ dürfte die ebenso große Maxiyacht der 30-Meter-Klasse werden, die Wharington 2003 knapp um 14 Minuten geschlagen hatte. Die Ex-„Zana“ von Stewart Thwaites aus Neuseeland heißt jetzt „Konica Minolta“.

Der Eigner hat aber nicht nur den Namen seiner Yacht gewechselt, sondern auch den Kiel. Statt des starren Kiels hat das Schiff nun – genau wie die „Skandia“ – einen Schwenkkiel, welcher das Geschwindigkeitspotential nochmals erhöht. Diese Technologie ist en vogue. Auch der Schwede Ludde Ingvall, 2000 Erster im Ziel, hat seiner neuen, 90 Fuß langen „Nicorette“ einen Schwenkkiel verpasst.

Es ist schwer zu sagen, ob das Rolex Sydney-Hobart ein Rennen oder ein Abenteuer ist, denn es enthält Aspekte von beidem. Es zieht olympische Segler, wie den dreimaligen 49er-Weltmeister Chris Nicholson auf dem einheimischen Open 66 „AAPT“ genauso an, wie den britischen Abenteurer Robert Swan. Der einzige Mensch, der bisher sowohl zum Nordpol als auch zum Südpol lief, benutzt auf seiner „The Active Factor“ Segel, die nach der Regatta zu 600-ml-Colaflaschen, 13.000 sollen dabei herauskommen, wiederverwertet werden sollen. Auch eine Pioniertat.

Es gibt also ganz unterschiedliche Gründe, am Rolex Sydney to Hobart Yacht Race teilzunehmen. Indes hat jeder, der die Courage dazu hat, den Respekt der gesamten Segelgemeinde verdient. Das Rennen wird am Sonntag, dem Zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) um 13.10 Uhr Ortszeit (3.10 Uhr nachts deutscher Zeit) in Sydney Harbour gestartet. Das australische Fernsehen Network Ten überträgt das Spektakel von 13 bis 14 Uhr live. Alle zehn Minuten aktualisierte Positionsmeldungen sind auf der Website www.rolexsydneyhobart.com zu sehen.

Weitere Informationen und Fotos:
Key Partners, KPMS
Mobil: +61/4244-96941 Website: www.regattanews.com Email: info@regattanews.com Andreas Kling Key Partners (KPMS) Germany Mobil: +49/172/257-8817 Tel: +49/4822/360-900 Fax: +49/4822/360-901 Email: Andreas@regattanews.com

Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE





Segeln blindes gif
Segeln blindes gif