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Rolex Transatlantic Challenge 2005
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23. März 2004
Berühmtes Silber für den Transatlantikrekord
"Ehre, wem Ehre gebührt." Fürwahr, denn allein die Wanderpreise werden den
Gewinnern der Rolex Transatlantic Challenge 2005 - eine Regatta von New York
nach England mit Start am 21. Mai 2005 - die ihnen gebührende Ehre zukommen
lassen. Die vom New York Yacht Club (NYYC) mit Kooperation des englischen
Royal Yacht Squadron (RYS) ausgerichtete Rolex Transatlantic Challenge steht
allen Einrumpfyachten ab 70 Fuß (21,37 Meter) Länge offen, die den ältesten
Regattarekord der Welt brechen wollen. Der Dreimastschoner "Atlantic" vom
NYYC hat ihn 1905 von New York nach dem englischen Lizard in zwölf Tagen,
vier Stunden, einer Minute und 19 Sekunden aufgestellt.
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Das Rennen in 2005, das bereits beim World Sailing Speed Record Council
(WSSRC), der offiziellen Prüfstelle für Geschwindigkeitsrekorde unter
Segeln, angemeldet ist, soll an das hundertjährige Jubiläum des
"Atlantic"-Rekords erinnern. Dazu hat der New York Yacht Club vier seiner
begehrtesten Trophäen als Symbole für den Transatlantikrekord und für die
jeweils ersten Schiffe im Ziel in den drei Klassen Classic, Performance
Cruising und Grand-Prix ausgelobt.
Der Commodore's Cup, in 1892 von Commodore Elbridge T. Gerry gestiftet, wird
symbolisch für einen neuen Rekord bei der West-Ost-Atlantiküberquerung durch
Einrumpfyachten auf der traditionellen Strecke zwischen Ambrose Tower und
Lizard Point gegeben. Dieser Preis wird zum ersten Mal seit 1892 ausgesetzt.
Der Commodore's Cup ist ein gut 70 Zentimeter hoher Wasserkrug, den eine
Jungfrau schmückt. Commodore Gerry ließ ihn von den Silberschmieden der
Firma Whiting herstellen.
Commodore James Gordon Bennett Jr. stiftete dem Club im Jahr 1872 drei
herrliche Silbertrophäen. Der Gewinner nach gesegelter Zeit in der
Klassik-Klasse von New York zu den Needles wird den Commodore's Challenge
Cup für Schoner erhalten. Diese Trophäe stammt wie die beiden anderen aus
dem Hause Tiffany in New York. Es ist eine etwa 60 Zentimeter große Amphora,
auf der eine Meerjungfrau zwei wilde Pferde zügelt, die aus aufgewühlter See
hervorpreschen, während Seeungeheuer die Griffe des Gefäßes bilden. Die
Namen der bisherigen Gewinner des Challenge Cups sind auf in die Standfläche
eingelassene Silberplatten eingraviert. Zuletzt gewann ihn A. Robert Towbins
"Sumurun" im Atlantic Challenge Cup 1997, dem Vorläufer der kommenden
Regatta, die ebenfalls vom NYYC ausgerichtet worden war. A. Robert Towbin
ist der Chairman der Rolex Transatlantic Challenge 2005.
Dass drei der ausgelobten Trophäen von Commodore Bennett gegeben wurden,
passt außerordentlich gut: An einem späten Abend im Jahr 1866 überboten sich
nämlich drei junge Mitglieder des New York Yacht Club im Aufzählen der
Vorzüge ihrer jeweiligen Yachten. Pierre Lorillard besaß mit der 105 Fuß
langen "Vesta" einen neuen Schwertschoner, Charles Osgood die schmale,
tiefgehende,106 Fuß lange "Fleetwing" und James Gordon Bennett Jr., der
damals 21 Jahre alte Sohn des Herausgebers des einflussreichen Blattes "New
York Herald" war Eigner der 107 Fuß langen "Henrietta". Aus diesem Abend
ging die erste Transatlantikregatta überhaupt hervor. Jeder Eigner setzte
30.000 Dollar aus, und der Sieger sollte die Gesamtsumme bekommen.
Der "New York Herald" hatte kurz zuvor "unsere Süßwassergesellschaft"
ermahnt, "Anker zu lichten und zu einem Hochseetörn aufzubrechen. Verlasst
euren gewohnten Kurs, vertraut auf euer Gespür für das Meer, erwidert den
Besuch eurer englischen Verwandten, stattet der eigenen Küste einen Besuch
ab, fahrt nach Südamerika, versucht euch in Europa, schaut beim Sultan
vorbei; oder, wenn ihr den Mumm habt, segelt um die Welt, dann kommt wieder
nach Hause und schreibt ein Buch. Es wird euer Andenken bewahren, Ruhm auf
eure Taten werfen und eurem Land zur Ehre gereichen."
Dieses erste Transatlantikrennen gewann im strengen Winter von 1866 - die
Wettfahrt endete am Weihnachtstag - klar die "Henrietta". James Gordon
Bennett Jr. war als einziger Eigner selbst mit an Bord. Im darauffolgenden
Jahr übernahm er die Zeitungsgeschäfte von seinem Vater. Bennett war mit 16
Jahren zunächst das jüngste Mitglied des NYYC gewesen, sollte mit 30 Jahren
sein jüngster Kommodore sein und als Einziger dieses Amt zweimal innehaben.
Die zweite Bennett-Trophäe, der Brenton Reef Challenge Cup, ist für den
Schnellsten nach gesegelter Zeit in der Performance Cruising-Klasse
ausgelobt. Er zeigt den neben einer Erdkugel stehenden Kolumbus. Zuletzt
ging die Trophäe an George Lindemanns Schoner "Adela" in der Spirit of
Tradition-Klasse des Atlantic Challenge Cups von 1997.
Als dritte von Bennett stammende Trophäe geht der Cape May Challenge Cup an
die erste Yacht, die in der Grand Prix-Klasse die Ziellinie überquert. Der
Cape May Challenge Cup ist ein wunderbares Beispiel für ein im Amerika der
1870er modernes Design an der Schwelle zum künstlerischen Experimentieren.
Tiffany selbst bezeichnet ihn als bahnbrechend für die Silberschmiedekunst
der damaligen Zeit. Zuletzt wurde die Trophäe von J. Craig Venters
"Sorcerer" in der Contemporary-Klasse des Atlantic Challenge Cups 1997
gewonnen.
Diese und andere Wanderpreise aus der Sammlung des Clubs, wie zum Beispiel
der Sayre Cup, der an die Yacht mit der schnellsten gesegelten Zeit von New
York zu den Needles geht, werden nach dem Rennen bei der Preisverleihung auf
dem Gelände des altehrwürdigen Royal Yacht Squadron übergeben. Die Namen der
Gewinner und ihrer Yachten werden auf den Wanderpreisen würdig verewigt, die
dauerhaft im New York Yacht Club ausgestellt bleiben.
Die Sieger werden außerdem Rolex-Uhren erhalten und dürfen Imitate der
Trophäen behalten, die die ausgelobten und in New York ausgestellten
Wanderpreise darstellen. Der Anmeldeschluss ist der 21. Januar 2005.
Anmeldung, Notice of Race und weitere Informationen: im Internet unter
http://www.nyyc.org oder .
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
Key Partners (KPMS) Germany
Mobil: +49/172/257-8817
Tel: +49/4822/360-900
Fax: +49/4822/360-901
Email: Andreas@regattanews.com
Website: www.regattanews.com
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