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INTERKONTINENTALER HANDEL – SCHON VOR 14.000 JAHREN!
Es mehren sich die Belege, dass die Menschen schon lange vor Kolumbus oder den Wikingern den Atlantik überquerten – und zwar regelmäßig, um Handel zu treiben. Die Entdeckung gleicher Kultur- und Rauschpflanzen diesseits und jenseits des Atlantiks liefert die Indizien für transatlantische Handelsreisen in der Frühzeit. Wissenschaftler wiesen in der Mumie Ramses II. Spuren von Nikotin und Kokain nach. Beides Rauschmittel, die eigentlich erst nach der Rückkehr von Kolumbus in die Alte Welt Verbreitung fanden. Außerdem entdeckte man in ägyptischen Gräbern Reste von mexikanischen Tabakkäfern, die nicht aus eigener Kraft vom Golf von Mexiko ins Mittelmeer hätten fliegen können. Diese Funde deuten an, dass Menschen der Alten Welt spätestens seit der Steinzeit Handel mit Ländern der Neuen Welt betrieben haben könnten.(Eine Vision - ähnlich Schliemanns Traum von Troja-d.Red.)
Die Atlantikpassage von Amerika in die Alte Welt führt durch den Nordatlantik entlang des Golfstroms. Diese Nordroute wird nicht zuverlässig durch gleichmäßige Winde unterstützt. Je nach Großwetterlage können überraschende Ostwinde aufkommen, gegen die Schiff und Mannschaft viele Tage aufkreuzen müssen.
Die Abora III wird auf traditionelle Weise von den bolivianischen Aymara-Indianern gebaut. Sie fertigen ihre Schilfboote genau wie die alten Ägypter in Doppelrumpfbauweise. Dabei werden viele kleine Schilfrollen in einem Baugerüst zu zwei großen Kompaktbündeln verschnürt, zwischen die eine kleinere, dritte Rolle gelegt wird. Mit zwei spiraligen Tauen werden dann alle drei Hauptrollen zusammengezogen, so dass sich die beiden großen Rollen fest an die dünne in der Mitte schmiegen. Das besondere an dieser Bootskonstruktion ist ihre Unsinkbarkeit!
Die Abora III hat eine Länge von 12 m, ist 4 m breit und etwa 10 t schwer. Aufgetakelt wird der Rahsegler mit einem 11 m hohem Mast und einem 60 m2 großen Segel aus Leinen. Vor und hinter dem Mast werden zwei Korbhütten aufgestellt, in denen die 9-köpfige Crew zwei Monate lang leben wird.
Das Team der ABORA III bietet einem exklusiven Partner die einmalige Gelegenheit, an diesem vielleicht ambitioniertesten archäologischen Abenteuer unserer Zeit teilzuhaben. Vergleichbar mit dem ersten Atlantikflug, dem ersten privaten Flug ins All oder der ersten Erdumrundung im Ballon. Der Bau der ABORA III ist keine Fiktion. Das benötigte Schilf ist bereits geerntet, getrocknet und liegt zum Bau des Schiffsrumpfes bereit. Mit der Einfuhrgenehmigung durch die entsprechenden Behörden der USA ist die letzte Hürde für die Realisierung des Projektes genommen
Alle Vorbereitungen zum Start der ABORA III Expedition laufen auf Hochtouren. Parallel verbessert das Expeditionsteam die Segeleigenschaften ihres Steinzeitfloßes. Nach der Anbringung und der Erprobung der neuen Bugschwertanlage gelangen ihnen bereits bei den ersten Segelversuchen Kurse unter 90° am Wind. Das Schilfschiff ließ sich bereitwillig nach backbord (links) und steuerbord (rechts) auf neuen Kurs manövrieren.
Die ABORA Crew um dem Experimentalarchäologen Dominique Görlitz legte am 11. Juli um 9.12 Uhr Ortszeit in New York ab. Unter den Augen zahlreicher Journalisten, Freunden und Helfern machte sich die ABORA III auf den Weg nach Spanien.
Zuvor nahm das Team in einer kleinen Feier Abschied von New York. Während der Zeremonie bedankte sich Dominique Görlitz bei allen Helfern und Sponsoren und gab einen kleinen Ausblick auf die nächsten Tage. Die Expedition wurde vom Explorers Club New York als Flaggenexpedition ausgezeichnet und die Flaggenübergabe war ein Teil der Zeremonie. Mit auf die Reise geht außerdem die Berliner "Friedensuhr". Die kulturelle Umrahmung erfolgte wie immer von unserer "ABORA - Band".
Nach kurzer Verabschiedung von Freunden und allen Vorbereitungshelfern der Expedition hieß es dann endlich Leinen los. ABORA III segelte noch für eine kurze Zeit unter vollem Segel entlang des Hudson und später noch einmal vor der Freiheitsstatue.
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Unternehmen zwischen Hobby und Wissenschaft

Die Alte Welt erfährt von Amerika

Die geplante Route der Abora 3 und die geschichtlich interessanten Reiseziele

Am Titicacasee noch heute üblich

zusätzlich integrierte Seitenschwerter

Erfolgversprechender Start
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