HSH Nordbank blue race 2007 - Übersicht
22.01.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Ohne Netz und doppelten Boden

Beim HSH Nordbank blue race erwarten die Segler im Juni die “weißen Nächte” des stürmischen Nordatlantiks. Auf der Bootsaustellung in Düsseldorf können Besucher in einer Black-Box das Abenteuer Atlantik jetzt selbst erleben.

Hamburg, 22. Januar 2007 - Gischt, die mit Gewalt übers Deck fegt und alles für Sekunden in eisiges Wasser taucht. Wellen so hoch, dass der Horizont verschwindet. Wochenlang kein Land in Sicht. Harte, körperliche Arbeit während der ständigen Segelwechsel. Den Nordatlantik zu bezwingen ist noch immer eine der größten Herausforderungen für die Menschheit. Und die nördlichen Breiten mit ihren berühmten „weißen Nächten“, in denen es im Sommer kaum dunkel wird, üben eine ganz besondere Faszination aus.

Auf der Bootsaustellung in Düsseldorf präsentiert sich das HSH Nordbank blue race mit einer ganz besonderen Aktion. Zwei abgedunkelte Black-Boxen stehen auf dem Stand von Marinepool (Halle 5, Stand H40) bereit, um Besuchern diese Faszination näher zu bringen. Ein zehnminütiger Film, der auf dem Atlantik an Bord einer Luffe 48 gedreht wurde, zeigt die Atmosphäre im Rennen und vermittelt eindrucksvoll ein Gefühl für die Weite des Ozeans. Das HSH Nordbank blue race startet im Juni 2007 und führt über die 3600 Seemeilen lange Nordroute von Newport/Rhode Island (USA), an der Eisgrenze entlang, nördlich um Großbritannien nach Hamburg. Aber nicht nur die Härte dieser besonderen Strecke macht das Rennen so spektakulär. Auch die Vorgeschichte ist interessant: Im Jahre 1905 ersegelte die damalige „HAMBURG“ des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS) bei einem Rennen von New York nach Lizard (England) den zweiten Platz und war damit die erste deutsche Yacht, die an einem Atlantikrennen teilnahm. Es gewann die amerikanische Yacht „ATLANTIC“ in der Bestzeit von 12 Tagen, vier Stunden, einer Minute und 19 Sekunden. Im Juni 2003 organisierte der Norddeutsche Regatta Verein dann zum 100-jährigen Jubiläum des HVS eine Nachfolge-Regatta, bei dem die 86-Fuß Rennyacht UCA von Ex-Arbeitgeberpräsident Klaus Murrmann als schnellste Yacht genau 13 Tage, 7 Stunden, 13 Minuten und 5 Sekunden von Newport nach Hamburg unterwegs war. Nach berechneter Zeit allerdings gewann die amerikanische „Zaraffa“ von Huntington Sheldon.
Der NRV hat sich nun zur Durchführung der Neuauflage in diesem Jahr erneut organisatorische Unterstützung dort geholt, wo der Ursprung der Wettfahrt sitzt, und die Siegeryacht „ATLANTIC“ beheimatet war: beim alt-ehrwürdigen New York Yacht Club (NYYC).
Am Start ist daher auch der ehemalige Kommodore des NYYC; Lawrence S. Huntington mit seiner neuen Yacht „Snow Lion“. Er wird traditionsgemäß versuchen den Titel im Lande zu behalten.
Zwei Starts sind für die Flotte des HSH Nordbank blue race vorgesehen (16. und 23. Juni), und für beide Startgruppen wird jeweils eine große Farewell-Party im eindruckvollen Clubgebäude des New York Yacht Club in Newport gefeiert. In Hamburg erwartet die Segler nach den Strapazen auf See dann ein großes, über Tage andauerndes Willkommensfest im Race Village.

Mit zu den ersten in Hamburg eintreffenden Yachten zählt sicherlich die eigens für das HSH Nordbank blue race gebaute neue „Outsider“. Admirals Cup Gewinner Tilmar Hansen aus Kiel hat seinen brandneuen 52-Fuß Racer erst vor wenigen Tagen zu Wasser gelassen. Und die in Neuseeland gebaute Yacht ließ beim Probeschlag bereits ihr hohes Geschwindigkeitspotential aufblitzen. Bei der ersten Trainingsregatta in Neuseeland werden in den kommenden Tagen die Segelprofis Mike und Emma Sanderson die „Outsider“-Crew an Bord unterstützen. „Danach wollen wir das North Island Race rund um die Nordspitze Neuseelands mitsegeln und die neue „Outsider“ für die Herausforderungen des Nordatlantiks vorbereiten, bevor sie in die USA verschifft wird“, berichtet Hansen.

Um den Weg der Segler während des HSH Nordbank blue race auch an Land nachvollziehen zu können, wird ein so genannter Fleettracker eingesetzt. „Wir haben uns für das OC Tracking System von Offshore Challenges, der Firma von Ellen MacArthur und Mark Turner entschieden“, sagt Torben Knappe vom ausrichtenden NRV. Damit werden die Positionen der Teilnehmer während des Rennens via Satellit im Internet dargestellt und gleichzeitig Zwischenergebnisse berechnet. Als besonderes Feature bietet der Fleettracker sogar an, sich die Positionen der Yachten auf Google Earth anzeigen zu lassen. Auch für die Daheimgebliebenen wird das Rennen somit transparent und spannend.
„Momentan ist es schwierig zu sagen, wie groß das Feld wirklich wird“, sagt Knappe. „Wir wissen von vielen Crews die sich bereits in vollen Vorbereitungen für das Rennen befinden, aber ihre Schiffe noch nicht angemeldet haben. Darunter sind auch einige spektakuläre Rennmaschinen zu erwarten“.

Kerstin Tröger ist eine von denen, die an Bord live dabei sein darf. Als Mitarbeiterin des Titelpartners HSH Nordbank wurde sie ausgewählt um auf der Luffe 48 „HSH Nordbank“ mit am Sieg zu feilen. „Damit wird ein Traum für mich wahr“, sagt Tröger, die als Ideenmanagerin für das Bankhaus arbeitet. „Ich hoffe, dass ich mit meiner Teilnahme allen Kollegen ein wenig von dem Gefühl des Hochseesegelns vermitteln kann“, so die 40-Jährige Seglerin aus Hamburg. Und Pressesprecherin Gesine Dähn ergänzt: „Segeln steht für Teamspirit, Leistungsstärke, strategisches Handeln und Freude an der Herausforderung – dafür steht auch die Crew der HSH Nordbank weltweit“.

Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird in Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16. Juni 2007 in Newport (USA). Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg. Das Rennen ist für alle Einrumpf-Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen.
Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.

Pressekontakt
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85 Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80 Mobil: +49 (0) 170 31 09 157 Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com
Unter www.hsh-nordbank-blue-race.com stehen weitere Informationen sowie Bildmaterial bereit.
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Segeln blindes gif
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