HSH Nordbank blue race 2007
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21.03.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Klitschnass und Abgekämpft

In Neustadt/Holstein ging es hoch her, als beim Sicherheitslehrgang der Ernstfall auf See geprobt wurde. Drei Tage dauerte das eigens für die Teilnehmer des HSH Nordbank blue race veranstaltete Seminar. Die DGzRS bildete die Segler aus und alle kamen ohne Blessuren, aber mit vielen eindrucksvollen Erlebnissen davon.

Hamburg, 21. März 2007¬ – Extrem warm, fast tropisch ist die Luft in der Rettungsdienst- und Taucherübungshalle der Marine in Neustadt. In dem 32 Grad warmen Wasser wird eine Rettungsinsel durch die gut 80 Zentimeter hohen Wellen hin und her geworfen und verschwindet fast unter der Gischt.
Drinnen sitzen neun Teilnehmer des “Offshore Personal Survival Training Course”, den die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) extra für die Hochseesegler ausrichtet. Ab und an taucht eine Hand an der Öffnung der Rettungsinsel auf um den Eingang wieder zu verschließen. Trotzdem schwappt ständig Wasser hinein. Es ist nass, eng, stickig und sehr wackelig in der Gummiinsel. Schulungsleiter Horst Kagel hatte zuvor sogar Plastiktüten ausgeteilt – für den Fall der Fälle. „Auf dem Atlantik erwarten uns ganz andere Temperaturen, aber das war schon sehr eindrucksvoll, eine besondere Erfahrung. Da drinnen wird einem ganz schnell mulmig“, sagt Ole Sartori (41) als er klitschnass aus dem Becken klettert. Das klare Fazit des Kielers, der auf der „Outsider“ segelt: „Wir werden auf jeden Fall vermeiden, auf See in die Rettungsinsel zu müssen“. Vor allem das Einsteigen in das schwimmende Zelt hat gezeigt, wie anstrengend es ist, sich im Wasser in voller Montur zu bewegen. Die Segler proben noch eine Bordwand hochzuklettern, sowie das Abbergen aus der Luft. In der Umkleidekabine ist es dann ungewöhnlich still. „Jeder hat darüber nachgedacht, dass die Situation im Ernstfall da draußen noch viel härter sein würde“, sagt Christoph von Reibnitz, der mit seinem „Peter von Seestermühe“ an den Start gehen wird.

Das dreitägige Programm des Lehrganges ist umfangreich: Von Leckabdichtung, über medizinische Maßnahmen, bis hin zur Brandbekämpfung reichen die Ausbildungsinhalte. Dazu nutzt die DGzRS auch die Ausbildungsstätten der Neustädter Marine.

Und in der Brandabwehrhalle wird es noch einmal richtig heiß. Meterhohe Flammen müssen die Teilnehmer löschen, um den Einsatz an Bord zu üben. Beherzt kämpft sich Gerhard Rötters mit dem Feuerlöscher an den Brandherd und versprüht gezielt das weiße Pulver. Es staubt mächtig, aber die Flamme erlischt. „Wenn man nicht genau genug zielt, schießt das Feuer sofort zurück und eine Flasche Pulverlöscher ist schnell leer“, berichtet Rötters nach der Übung. Der 60-Jährige Hamburger segelt im Juni bei von Reibnitz mit über den Atlantik und bereit sich in Neustadt gezielt darauf vor. Auch Alan Green (67) aus London, Wettfahrtleiter des HSH Nordbank blue race frischt mit diesem Kurs sein Wissen auf, denn ihm liegt die Sicherheit „seiner“ Teilnehmer besonders am Herzen.

Der in englischer Sprache abgehaltene Kurs richtete sich an die Segler der internationalen Transatlantikregatta die im Juni von Newport (USA) nach Hamburg führt. Nach den Regeln des Internationalen Weltseglerverbandes (ISAF) müssen 30 Prozent jeder teilnehmenden Crew dieses Zertifikat haben. „Wir haben diesen Kurs jetzt erstmals für Externe angeboten, sonst bilden wir vor allem unsere eigenen Rettungskräfte aus“, sagt Horst Kagel von der DGzRS, die zur official Charity das HSH Nordbank blue race ernannt wurde.

Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird in Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16. Juni 2007 in Newport (USA). Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg. Das Rennen ist für alle Einrumpf-Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen.
Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.

Pressekontakt Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85 Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80 Mobil: +49 (0) 170 31 09 157 Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com www.hsh-nordbank-blue-race.com
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