21.05.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
„Wir wollen dem Teufel ein Ohr absegeln!“
Mit Spannung wurde der Meldeschluss des HSH Nordbank blue race am 19. Mai
erwartet. Nun steht fest, wer auf der Wettfahrt von Newport nach Hamburg um
den Sieg segeln wird. 25 Teams aus sieben Nationen machen sich im Juni in
zwei Starts auf den Weg von Rhode Island (USA) in die Hansestadt. Dabei wird
ein spannendes Kopf an Kopf Rennen um den Titel „First Ship Home“ erwartet.
Während der Pressekonferenz in Hamburg wurde von letzten Vorbereitungen
berichtet und das große Festprogramm zum Empfang der Segler vorgestellt.
Hamburg, 21. Mai 2007 – Mitte Juni geht es los - 21 Teams machen sich im
ersten Start auf den Weg über den Nordatlantik. „Um im Hamburger HSH
Nordbank blue race Village mit allen Crews gemeinsam die Ankunft zu feiern,
lassen wir die vier schnellsten Yachten eine Woche später losfahren“,
erklärt Organisationsleiter Torben Knappe (28) vom ausrichtenden
Norddeutschen Regatta Verein (NRV). „Wir haben ein hochkarätiges,
internationales Feld am Start und freuen uns auf besonders spannende
Wettkämpfe“.
Mit dem Einchecken der Yachten ab dem 12. Juni starten die offiziellen
Vorbereitungen in Newport. Nach einer großen Bon Voyage Party im ehrwürdigen
New York Yacht Club macht sich die Flotte dann auf den Weg. Und die
nördliche Route hat es in sich: „Der Kurs führt von der Ostküste der USA
nördlich um Großbritannien herum in die Elbe“, erläuterte Wettfahrtleiter
Alan Green aus London. „Der Point Alpha, den die Yachten dabei an Backbord
lassen müssen, werden wir erst zum Skippers Briefing am 15. Juni bekannt
geben können, denn der aus Sicherheitsgründen eingebaute Punkt hängt von der
aktuellen Eisgrenze ab“, so Green.
Welche Yacht erreicht zuerst das Ziel des HSH Nordbank blue race 2007 in
Cuxhaven und den großen Empfang in Hamburg?
Martin Borkmann, von der Hamburger Firma König & Cie, die mit ihrer für das
Transatlantikrennen gebauten “Grey Goose“ starten, freut sich auf die
Herausforderung. „Das wird sehr spannend, da wir fast genau den gleichen
Rennwert haben wie die „Outsider“ und so ein Kopf an Kopf Rennen möglich
ist. Wir haben uns natürlich vorgenommen, als erste in Hamburg anzukommen“,
so Borkmann. Auf den ersten Blick scheinen die 82-Fuß Swan „Grey Goose“ und
die Elliott 52 „Outsider“ des Kielers Tilmar Hansen ein ungleiches Paar. Die
kleinere, in Neuseeland gebaute Yacht ist allerdings als echter Racer mit
einem Schwenkkiel ausgestattet und bei achterlichem Wind richtig schnell.
„Wir wollen dem Atlantik eins überbraten und dem Teufel ein Ohr absegeln“,
zeigt sich Tilmar Hansen kampfbereit. Hansen zählt bereits zwei Admirals Cup
Siege (`83 und `85) zu seinen Erfolgen.
Wer die Regatta nach berechneter Zeit für sich entscheiden kann und den
wahren Sieg davon trägt, bleibt bis zuletzt spannend. Denn die
unterschiedlichen Yachten treten in einem Handicap-System (IRC)
gegeneinander an und werden am Ende mit ihrem Rennwert verrechnet.
Dass auch die älteste Yacht im Rennen, die „Peter von Seestermühe“ schnell
segeln kann, bewies Eigner Christoph von Reibnitz schön häufiger. An Bord
der 1936 gebauten Regattayacht hat Gerhard Rötters (60) aus Hamburg den Job
des Proviantmeisters übernommen und erzählt von den Vorbereitungen: „Wir
haben hochwertige Konserven eingekauft und werden so lange wie möglich
Frischwaren verarbeiten. Als Reserve nehmen wir aber auch gefriergetrocknete
Nahrung mit für Schwerwetterphasen und falls es etwas länger dauern sollte“,
so Rötters.
Sicher nicht besonders lange wird die „Rambler“ des amerikanischen Eigners
George David für die 3600 Seemeilen lange Strecke brauchen. Die 90-Fuß-Yacht
des „United Technologies“- Geschäftsführers segelt im zweiten Start und wird
als absolut schnellstes Schiff im Rennen gehandelt. Segelprofi Ken Read
(USA) und seine Crew bereiten sich mit dem Supermaxi auf das Round the World
Race 2008/09 vor. „George David ist so freundlich uns sein Boot als
Startrampe zur Verfügung zu stellen und das HSH Nordbank blue race ist für
uns ein wichtiges, erstes Rennen“, sagt Ken Read. „„Rambler“ ist zwar etwas
anders als ein V.O. 70, aber sie ist eine für Offshore-Regatten gebaute
Yacht mit Wasserballast, ohne Schwenk-Kiel und daher eine wunderbare
Trainingsplattform“, so Read, dessen Team die „Rambler“ derzeit in Newport
auf das Rennen vorbereitet.
Auf Seiten der HSH Nordbank laufen die Vorbereitungen ebenfalls auf
Hochtouren. Und dabei geht es natürlich auch um die angemessene Begrüßung
der Schiffe nach 3600 Seemeilen: "Wir wollten für das richtige, weithin
sichtbare "Willkommen" der Segler nach der langen Reise sorgen. Die Schiffe
werden jetzt mit einem riesigen, 170 Meter langen 'HSH Nordbank blue race
Welcome Home' Banner bei Blohm und Voss, Dock 10 begrüßt", sagt Gesine
Dähn, Sprecherin der HSH Nordbank. Das Riesenbanner wird vom 20. Juni bis
21. Juli als Hamburgs längste Werbefläche direkt am Wasser zu sehen sein.
Und damit die Segler sich in Hamburg wie zu Hause fühlen, werden ihnen
persönliche Betreuer (Liaison Officer) zur Seite gestellt. Als einer der 25
Liaison Officer kümmert sich Valentin Graf Kerssenbrock (46) um das
Wohlergehen „seiner“ Crew. Bei dem ehrenamtlichen Job ist vor allem
Spontaneität gefragt. „Wir sind als Botschafter der Stadt Hamburg dafür da,
es den Crews leichter zu machen und ihnen bei der Lösung aller Probleme im
Zielhafen behilflich zu sein. Da gilt es unter anderem, einen Waschsalon zu
finden, ein Schweißgerät zu besorgen oder den ausländischen Gästen die
Umgebung zu zeigen“, so Kerssenbrock.
Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird in
Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH
Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16.
Juni 2007 in Newport (USA). Damit die Flotte zeitgleich in der Hansestadt
ankommt, machen sich die schnellen Maxiyachten in einer zweiten Startgruppe
am 23. Juni auf den Weg. Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen
lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg. Das Rennen ist
für alle Einrumpf-Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter)
offen.
Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der
Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.
Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85
Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80
Mobil: +49 (0) 170 31 09 157
Mobil USA vom 10.-24. Juni: 001 - 401 207 4148
Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com
www.hsh-nordbank-blue-race.com
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