HSH Nordbank blue race 2007
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15.06.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Der Sprung über den großen Teich

Am Sonnabend ist es endlich soweit. Nach langen Vorbereitungen geht es für die 21 Yachten der ersten Startgruppe auf zum HSH Nordbank blue race über den Atlantik.

Newport/Hamburg, 15. Juni 2007 – Ein kräftiger Nordostwind weht über die Narraganset Bay, als viele der Teams zu letzten Probeschlägen aufs Wasser gehen. Die Spannung im Newport Shipyard, dem Basislager des HSH Nordbank blue race, erreicht langsam ihren Höhepunkt. 21 der 24 teilnehmenden HSH Nordbank blue race Yachten machen sich am Sonnabend (16. Juni) auf zur Startlinie am historischen Fort Adams, um die 3600 Seemeilen lange Strecke bis nach Hamburg in Angriff zu nehmen. Nach einer Segelparade zum Abschied wird um 14.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr europäischer Zeit) die Newport Artillery den Startschuss vor der stimmungsvollen Kulisse aus einer traditionellen Kanone abfeuern und die Flotte auf den Weg über den großen Teich schicken.

Crew der S.Y. KPMG
Foto: HSH Nordbank AG/Heiko Rilk
„Ich freue mich, dass es nun endlich losgeht und die Flotte bald unterwegs ist“, sagt Torben Knappe vom veranstaltenden Norddeutschen Regatta Verein aus Hamburg. „Wir haben fast zwei Jahre mit der Vorbereitung zugebracht, um den Seglern eine gelungene Regatta zu ermöglichen. Jetzt ist es an den Crews, ein gutes Rennen zu segeln“, so der 28-jährige Organisationsleiter. Noch aber halten die abschließenden Vorbereitungen die Segler auf Trab. Riesige Mengen an Lebensmitteln müssen gekauft und verstaut, die Wassertanks gefüllt und die letzten Segeltests vorgenommen werden, bevor es auf die lange Reise geht.

Gleich zwei Mann hängen stundenlang im schwankenden Mast der „Boatmen“ von Skipper Steffen Blunck aus Hamburg – Reparaturen an den Instrumenten stehen an. An Bord des gut 17 Meter langen, ehemaligen Whitbread Racers segelt die Hamburgerin Julia Erben – als einzige Frau an Bord. Sie klebt sorgfältig die Sponsorenaufkleber auf. HSH Nordbank prangt nun auf jedem Großbaum. „Wir haben ein tolles Team, die Vorbereitung ist entspannt gelaufen und obwohl wir vorher nur ganz wenig gemeinsam gesegelt sind, habe ich ein gutes Gefühl und freue mich auf die Tage auf See“, so die 36-Jährige.

Auch auf der „Maiden“ fährt mit Cora Zimmermann (34) aus Hamburg nur eine Frau. Dabei segelt die charismatische Goldschmiedin auf einem Boot, das für seine Leistungen unter rein weiblicher Führung in die Geschichte einging. Die gut 18 Meter lange Aluyacht erlangte Bekanntheit durch die erfolgreiche Teilnahme der ersten reinen Frauencrew am „Whitbread Around the World Race“ 1988/1989 unter der britischen Skipperin Tracy Edwards.
Für die in letzter Sekunde noch durch Segler der ausgeschiedenen „Tokio 2“ verstärkte Crew heißt es allerdings Arbeiten bis kurz vor dem Start. Das gecharterte Schiff braucht einen neuen Seezaun, beschied Wettfahrtleiter Alan Green beim Sicherheitscheck. Nun müssen - neben vielen anderen Aufgaben - schnell noch neue Relingsdrähte angefertigt und eingezogen werden.
Für andere Crews geht es entspannter zu und so werden auf der Bucht vor Newport noch letzte Trainingsschläge absolviert, Segel angepasst und für die Fotografen und Filmteams die beste Seite präsentiert. Allerdings holt das Wetter gerade einmal tief Luft und so gibt es bei gut 20 Knoten Wind (fünf bis sechs Beaufort) schon einen Vorgeschmack auf die Härten des Nordatlantiks.

Die Crews der „Parsifal III, „Bon Bon“ und „Rambler“ müssen sich noch ein bisschen gedulden. Die drei haben einen Rennwert, der es ihnen nicht erlaubt, im ersten Start zu segeln. Die Grenze wurde von der Regattaleitung im vergangenen Jahr auf den Faktor 1.400 festgelegt. Wer darüber liegt, also schneller eingestuft wird, startet am 23. Juni, um annähernd zeitgleich mit dem Feld in Hamburg anzukommen.

Mit einem riesigen Schrecken kurz vor dem Start kommt Tilmar Hansen davon. Der zweifache Admirals Cup-Gewinner aus Kiel musste das Rennwert-Zertifikat seiner „Outsider“ erneuern, weil das Datum abgelaufen war. Mittlerweile hatten sich die Regeln leicht geändert und der Rennwert der „Outsider“ lag plötzlich über 1.400, die Yacht somit im zweiten Start. Das war nicht geplant.

Um seine Elliott 52 nun langsamer zu machen und so einen korrigierten Verrechnungswert zu erhalten, hat Hansen die Segel der „Outsider“ in einer Nachtaktion um das Notwendigste verkleinern lassen und eine neue Zertifizierung aus Lymington/England erhalten. Somit bleibt die Yacht in der ersten Startgruppe, die sich am 16. Juni auf den Weg über den Nordatlantik macht. Und auch seine schärfste Konkurrentin um den Titel „First Ship Home“, die Swan 82 „Grey Goose“ von Tobias König aus Hamburg hat – um im ersten Start zu bleiben - ihren Wert nach unten korrigiert, in dem sie einfach ihre Spi-Bäume zu Hause gelassen hat.

Zu den wichtigen Vorstart-Ereignissen gehörte aber vor allem die große Bon-Voyage Party am Donnerstagabend, bei der die Crews und ihre Angehörigen sowie alle Organisatoren der Regatta es noch einmal richtig krachen lassen, bevor es am Sonnabend endgültig ans Abschied nehmen geht. Der New York Yacht Club bietet dafür das richtige Szenario. Das Gebäude und die Außenanlagen versprühen den unverwechselbaren Charme großer Yachtgeschichte. Dort, wo jeden Abend zum Sonnenuntergang das Einholen der Nationalflagge mit einem Schuss aus der traditionellen Kanone angekündigt wird, treffen sich gut 350 Segler und Fans der großen Transatlantikregatta.

Zwei bis vier harte Wochen auf See liegen vor den gut 180 Seglern und 28 Seglerinnen des ersten Starts. Die drei Maxiyachten, die sich in der zweiten Startgruppe auf den Weg machen, rechnen mit maximal zwei Wochen Überfahrt.

Ab Sonnabend können die Teams auf dem speziell entwickelten Race Tracker unter www.hsh-nordbank-blue-race.com beobachtet werden. Das Programm zeigt die halbstündlich aktualisierten Positionen der Yachten und lässt das Rennen somit auch für die daheim Gebliebenen nachvollziehbar, transparent und spannend werden. Zudem senden die Crews emails von Bord und schildern ihre Erlebnisse, die dann aktuell auf der Eventwebsite veröffentlicht werden.

Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird in Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16. Juni 2007 in Newport (USA). Damit die Flotte zeitgleich in der Hansestadt ankommt, machen sich die schnellen Maxiyachten in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg. Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juni ein großes HSH Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das Rennen ist für alle Einrumpf-Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen.

Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.
Neben der HSH Nordbank als Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie, Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, Holsten sowie Pantaenius zu den weiteren Sponsoren der Regatta.

Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85 Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80 Mobil: +49 (0) 170 31 09 157 Mobil USA vom 10.-24. Juni: 001 - 401 207 4148 Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com www.hsh-nordbank-blue-race.com
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Segeln blindes gif
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