18.06.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Mondfische und Champagnerfrühstück
Der erste Tag nach dem Start zum HSH Nordbank blue race brachte die Flotte gut voran. Dann begannen die Köpfe der Navigatoren zu rauchen. Süd oder Nord, das war die große Frage. Das Feld teilte sich in zwei Lager. Bis zum ersten Wegpunkt, dem imaginären Point Alpha auf 41 Grad Nord und 45 Grad West sind es noch ein paar Tage. Bis dahin gibt es viel Wind und eine ruppige See.
Newport/Hamburg, 18. Juni 2007 – Knapp 48 Stunden sind die 21 teilnehmenden Yachten des HSH Nordbank blue race nun auf dem Weg - Kurs Hamburg. Der Auftrag ist klar: Neben dem seglerischen Brückenschlag zwischen dem New Yorker Yacht Club in Newport und dem Norddeutschen Regatta Verein in der Hansestadt zählt vor allem eines: Gewinnen. Und dazu braucht es die richtige Wetterstrategie. Nach dem Passieren des Wegpunktes Charlie knapp vor der felsigen Ostküste Nordamerikas, teilte sich die Flotte in eine Süd- und eine Nord-Fraktion. Nach einem eher schwachwindigen Tag lässt Aeolus (der Gott der Winde) seine Muskeln wieder spielen. Wetterstratege Meeno Schrader liefert seine Analyse: „Das Windfeld baut sich aus Westnordwest auf, damit erhalten die nördlich liegenden Yachten den Druck zuerst“, erklärt der Meteorologe aus Kiel. Gegen Abend legt der Wind weiter zu auf bis zu 25 Knoten (sechs Beaufort) und wird böig. Zu den nördlichen Schiffen zählt unter anderen die „Chieftain“ von Ger O’Rourke aus Limerick/Irland. Die schnelle Cookson 50 heizt momentan mit gut 15 Knoten Speed in Richtung Point Alpha.
Am schlimmsten erwischte es die südlich liegende „Outsider“ von Tilmar Hansen aus Kiel. Sie sind im Golfstrom, der mit vier Knoten schiebt. Was sich gut anhört und auch geplant war, hatte die Elliott 52 aber wieder in den bereits nach Osten abgezogenen Keil höheren Luftdrucks und schwächeren Winds hinein geschoben. Erst spät setzte die Brise für den silbergrauen Racer ein. Jetzt fegt „Outsider“ mit 18 Knoten Geschwindigkeit gen Nordosten.
Die Crews haben sich mittlerweile in ihre Wachroutine begeben und an Bord eingerichtet. Nach den aufregenden Vorbereitungen kehrt nun Ruhe ein. Auf der „Bank von Bremen“ feierte Torsten Messer seinen 47. Geburtstag mit einem Frühstück der besonderen Art. Zu Tütenmüsli mit Champagner lud der Bremer seine Crew am Sonntag ein. Beste Stimmung inklusive. „Nachdem wir bei Point Charly abfallen konnten, ist der Gennaker oben und wir laufen im Schnitt etwa neun Knoten. Am Horizont können wir noch zwei Mitbewerber ausmachen. Vormittags haben wir mehrere Wale und Mondfische gesichtet, welche eben unter der Wasseroberfläche trieben“, heißt es von Bord der gut 16 Meter langen Yacht, die für die Segelkameradschaft das Wappen von Bremen segelt. Für Messer ist es bereits die dritte Atlantiküberquerung.
Von Bord der Swan 82 „Grey Goose“ berichtet Martin Borkmann: „Zum Wachwechsel um Mitternacht haben wir den Gennaker gewechselt – Allemann Manöver. Es stellt sich heraus, genau der richtige Zeitpunkt, kurz danach briest es auf und das Boot beschleunigt. Die Welle gibt den Rudergängern ordentlich was zu tun. Der Atlantik ist freundlich. Dazu eine sternenklare Nacht – unglaublicher Himmel – Sternschnuppen. Es ist kein Schiff weit und breit zu sehen. Allerdings können wir um uns herum heftiges Wetterleuchten beobachten. Auch ein tolles Naturschauspiel“.
Und der Wind wird weiter zunehmen bis auf acht Beaufort, Sturmstärke. Der Dienstag bringt einen ruppigen Ritt, je nachdem ob der Golfstrom mitfließt oder gerade in einem „Eddy“ (Stromwirbel) von vorne kommt. „Es zeichnet sich ein Ende der bequemen Rennphase ab, das Wort Gemütlichkeit verliert an Gültigkeit. Harter Regattarennsport mit allen seinen Facetten steht nun an, denn mit diesem starken Nordwestwind und den teils stürmischen Böen geht es ungestüm durch den Dienstag und über den Ozean. Drei bis vier Meter hohe Wellen bieten sich zum Surfen an“, verspricht Meeno Schrader.
Der Race-Tracker auf www.hsh-nordbank-blue-race.com zeigt halbstündlich aktualisierte Positionen der Yachten und lässt das Transatlantikrennen so auch für alle Daheimgebliebenen spannend werden.
Gespannt darf nun auch auf das Ranking geschielt werden. Die nördlich liegenden Yachten haben auf den frühen Wind gesetzt. Alle nach Süden gesegelten Teams nutzen den Golfstrom stärker. Welches die richtige Entscheidung war, stellt sich erst am Punkt Alpha heraus. Nach der theoretischen Zwischenberechnung (Ranking) liegt der „Peter von Seestermühe“, eine klassische Yawl von 1936 momentan ganz vorne.
Fotos des spektakulären Starts stehen Ihnen im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kostenlos zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Aktuelles TV-Material ist kostenfrei bei ZAG-media erhältlich, Tel. +49 040 /429 49910 / USA Tel: 001-4012073244, www.zag-media.de
Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird in Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16. Juni 2007 in Newport (USA). Damit die Flotte zeitgleich in der Hansestadt ankommt, machen sich die schnellen Maxiyachten in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg. Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juni ein großes HSH Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das Rennen ist für alle Einrumpf-Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen.
Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.
Neben der HSH Nordbank als Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie, Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, Holsten sowie Pantaenius zu den weiteren Sponsoren der Regatta.
Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
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Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80
Mobil: +49 (0) 170 31 09 157
Mobil USA vom 10.-24. Juni: 001 - 401 207 4148
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