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HSH Nordbank blue race 2007
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21.06.2007
Wasser findet immer seinen Weg
Der gestrige Abend fing genauso an wie die vorherigen Abende.
Der Wind frischte auf, die Wellen wurden höher und kamen aus verschiedenen Richtungen. Das Steuern ist bei stockdunkler Nacht kein vergnügen, aber eine Herausforderung. Tommy unser Klo Ingenieur stand am Steuer bis Gerd, unser Skipper, den Kopf aus dem Niedergang steckte und sagte, dass Tommy bitte sofort mal nach unten kommen soll. Gerd ist von dem gluckern unter seiner Koje aufgewacht. Nachdem die Matratzen hochgenommen und in den Stauraum unter den Kojen geguckt wurde kam heraus, dass ein nicht geringer Wassereinbruch Steuerbord in der Achterkoje ist.
Pütz, Pumpen groß und klein, Schwämme etc. wurden zum entfernen des Wassers eingesetzt. Nach einer Stunde Arbeit konnte die Freiwache wieder schlafen gehen. Das Wasser wurde zum größten Teil zwar erst einmal entfernt, jedoch wurde die Ursache des Wassereinbruches noch nicht behoben. Bei Tageslicht wollten wir gucken, woher das Wasser kommt. Eines war sicher, es handelt sich um Salzwasser.
Zuerst einmal wollten wir schlafen gehen. Aktionen wie Wassereinbruch im Schiff, zerren sehr an den Kräften des Körpers.
Als wir zu Bett gingen, streikte zur Abwechslung mal wieder unser Donnerbalken, bzw. die Vakuumpumpe. Michael und Gerd haben also im Anschluss noch das Klo repariert, was auch kaum weniger als eine Stunde dauerte. Michael der großen Einsatz in der vergangenen Nacht gezeigt hatte, hat dafür heute eine Stunde extra Schlaf bekommen.
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Nach einem ausführlichen Frühstück, konnte die Backbord Freiwache schlafen gehen (die Kojen waren ja trocken). Die Steuerbord Wache ist auf die Suche nach dem Wassereinbruch gegangen. Nach vielem gucken war klar, dass das Wasser durch die Cockpit-Lenzaustritte kam. Ursache gefunden, Ursache behoben. Wie? Wir haben den Lenzschlauch neu angeschraubt und hoffen nun, dass er auch hält. Der Lenzschlauch an sich war in Ordnung.
Nicht alleine durch unsere nächtlichen Arbeiten, sondern auch von den ganzen Eddies in die wir leider immer wieder geraten, kommen wir nur schleppend voran.
Es ist schade, denn eigentlich machen wir ganz gute Fahrt durchs Wasser, aber wenn man zum Teil einen Strom von ca. 3 - 4 Knoten gegenan hat, kann man noch so schnell segeln, voran bringt es einen nicht wirklich.
Wir bewegen uns grade mit einem Speed over ground von 9,5 Knoten auf Point Alpha zu der noch genau 361 NM vor uns liegt. Wir befinden uns zurzeit 40°07N843´ und 052°50W024´.
Das Barometer steigt langsam wieder und wir hoffen, dass die See ein wenig ruhiger wird. Vor allem hoffen wir aber, dass wir keine erneuten Wassereinbrüche haben und dass das Klo mal einen Tag ohne Aussetzer funktioniert.
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