22.06.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Kurs Neufundland
Die Luffe „HSH Nordbank“ scheidet wegen einer Verletzung voraussichtlich aus
dem Transatlantikrennen aus. Der gebrochene Fuß von Crewmitglied Kerstin
Tröger muss ärztlich versorgt werden. Die Yacht schlägt Kurs nach St.
Johns/Neufundland ein.
Newport/Hamburg, 22. Juni 2007 – Es war keine leichte Entscheidung für die
Crew der „HSH Nordbank“. Aber die acht Segler an Bord der Luffe 48 waren
sich nach kurzer Diskussion einig. „Wir laufen den nächste Hafen an“, hieß
es am Freitagmorgen von Bord. Die 41-Jährige Hamburgerin war bereits am
Dienstag von einer enormen Welle quer durchs Cockpit geschleudert worden und
hatte sich dabei die Fußverletzung zugezogen. Nach eingehender ärztlicher
Ferndiagnose stand fest: Der Fuß muss operiert werden, sonst können
bleibende Schäden entstehen. Und die Gesundheit aller Crewmitglieder hat
auch bei einer Transatlantikregatta absoluten Vorrang vor sportlichem
Ehrgeiz. Das Regattaergebnis rückt automatisch in den Hintergrund.
Nach der medizinischen Analyse informierte die Wettfahrtleitung des HSH
Nordbank blue race sogleich alle betroffenen Seenotrettungsstellen (MRCC
Bremen, JRCC Norfolk und JRCC Halifax) und bat um Stand-by, falls ein
Abbergen der Verletzten notwenig werden sollte. Zudem wurden die
Wetterexperten Meeno Schrader und Bill Biewenga sofort mit einer spezifisch
auf die „HSH Nordbank“ zugeschnittenen Analyse der Wettersituation und der
bestmöglichen Routenvorschläge beauftragt.
Skipper Martin Friederichs (45, aus Kiel), entschied sich schließlich nach
dem Studium der Kursoptionen und einem erneuten Gespräch mit dem Arzt für
ein Ablaufen nach St. Johns/Neufundland. Der Hafen liegt etwa 450 Seemeilen
entfernt und kann voraussichtlich bis Sonntagabend erreicht werden.
In St. Johns wird die Seglerin vom medizinischen Dienst vor Ort erwartet.
Die „HSH Nordbank“ will sobald wie möglich nach dem Absetzen von Kerstin
Tröger die Reise nach Cuxhaven fortsetzen um die Route zu vollenden. Ob die
Yacht innerhalb der Regattawertung weiterfährt, steht noch nicht fest. Die
Wettfahrtleitung hat mit der Jury gesprochen. Demnach ist für die „HSH
Nordbank“ unter bestimmten Umständen eine Fortsetzung der Regatta möglich.
Die „HSH Nordbank“ segelt unter dem Stander des Flensburger Segel Clubs und
des Kieler Yacht Clubs und wird dabei von der HSH Nordbank, dem Titelpartner
der Nordatlantikregatta von Newport/USA nach Hamburg unterstützt. Kerstin
Tröger ist Mitarbeiterin der Bank und wurde unter vielen Kollegen
auserwählt, an Bord der Luffe dabei zu sein. Für die erfahrene Seglerin, die
sich besonders auf die Regatta gefreut hat, ist die zum Ausscheiden führende
Fußverletzung daher im doppelten Sinne schmerzlich. Trotzdem geht es ihr den
Umständen entsprechend gut. Der Fuß wurde geschient und es sind genügend
Schmerzmittel an Bord. „Natürlich liegt mir die Sache enorm im Magen. Vor
allem die Regatta nicht beenden zu können, ist furchtbar ärgerlich. Aber es
ist die richtige Entscheidung“, so Tröger.
„Wir bedauern die Verletzung unserer Kollegin und wünschen ihr gute
Besserung“, sagt Hans Berger, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank. „Die
Gesundheit der Crew und die Sicherheit des Schiffes stehen für uns an erster
Stelle.“
Der Rest der Flotte ist dabei Point Alpha zu runden und trifft auf
freundlicher werdendes Wetter. Vorweg preschen „Outsider“ und „Chieftain“.
Am Sonnabend nimmt die zweite Startgruppe die Verfolgung auf.
Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta, wird mit
Hilfe des New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue
race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16. Juni 2007 in
Newport (USA). Damit die Flotte zeitgleich in der Hansestadt ankommt, machen
sich die schnellen Maxiyachten in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf
den Weg. Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke
nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juli ein
großes HSH Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher
empfängt. Das Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit einer Länge
ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007
ist Ole von Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.
Neben der HSH Nordbank als Titelsponsor zählen die Mercedes Benz
Niederlassung Hamburg, König & Cie, Georgsmarienhütte Holding, hanseboot,
Marinepool, sowie Holsten zu den weiteren Partnern der Regatta. Als
offizielle Charity wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.
Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85
Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80
Mobil: +49 (0) 170 31 09 157
Mobil USA vom 10.-24. Juni: 001 - 401 207 4148
Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com
www.hsh-nordbank-blue-race.com
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