24.06.2007
Der Atlantik lebt
Wie unser Skipper Gerd gestern schon ausführlich geschrieben hat, haben wir
oint Alpha passiert.
Seitdem scheint die Sonne, die Wellen des Atlantiks gleichen denen der
stsee, die Temperaturen sind sommerlich. Es ist einfach super noch einmal
onne zu tanken, bevor wir weiter nördlich uns das kühle Nass an Bord holen.
lle Schlafsäcke, das Ölzeug und die klammen Jacken werden von der Sonne
etrocknet und selbst uns lüften wir bei dieser Gelegenheit ordentlich aus.
ir segeln in Shorts und T-Shirts. Die Sonnenmilch kommt zum Einsatz und die
onnenbrillen werden auch wieder getragen.
Wir befinden uns zur Zeit in einem Hochdruckgebiet und wir bewegen uns bei
1 Knoten Wind mit ca. 8 Knoten Speed over ground gen Norden zu. Unsere
osition ist 44°16. 47 N 042° 43. 89W.
Als wir gestern unter Spi segelten, kam auch ich endlich mal in den Genuss
lipper zu sehen. Und wer hätte gedacht, dass Flipper so viele Freunde hat.
s war wirklich atemberaubend wie die Tiere um unsere Haspa Hamburg herum
eschwommen und gesprungen sind. Es ist so schön anzusehen, dass diese Tiere
n der freien Wildbahn genauso verspielt sind wie in den Delphinarien! Wir
lle sind begeistert und der Höhepunkt der Begeisterung war, als Tommy mit
inem -"ÄÄHHHH, ich glaube es kommt etwas Großes auf uns zu"- am Ruder
tand. Tommys Blicke folgend, sahen wir in die Richtung wo das große Etwas
ein sollte.
Wahnsinn, da kam doch tatsächlich ein Tier auf uns zu. Es war definitiv
icht Flipper, denn das Tier trug die Nase auf der Stirn und nicht im
acken. Dieser Wal..es könnte ein Pottwal gewesen sein. kam uns entgegen und
chwamm ca. drei Meter neben der Haspa Hamburg vorbei. Es war noch ein
leiner neugieriger Wal (haben wir uns jetzt mal so gedacht), die anderen
einer Gruppe schwammen einige Meter weiter an uns vorbei. Es ist genial,
enn die Wale auftauchen und eine kleine Wasserfontäne ausstoßen. Was muss
in Wal wohl denken, wenn er an einem Segelboot vorbei schwimmt? Komischer
enosse, der trägt seine Rückenflossen am Bauch?
Wir wurden angehalten, einen riesen Bogen um die Wale zu machen, aber mal
anz ehrlich. Auf einmal sind die da, schwimmen still und heimlich auf und
ir sind mitten drin. Wir haben gar keine Chance einen Bogen zu machen. Aber
as Gute ist ja, dass es Delphine gibt. Letzte Nacht haben die Delphine so
n unserer Bug und Heckwelle rumgespielt, dass sie vor Freude gequietscht
aben. Somit haben sie dann die dösenden Wale aufgeweckt, denn bei diesem
ärm konnte wirklich keiner schlafen. Für uns Segler ist auf dem Atlantik
er dösende Wal eine recht große Gefahr, denn die Wale dösen kurz unter der
asseroberfläche. Wenn man gegen einen solchen Koloss mit einer gewissen
eschwindigkeit fährt, kann man nicht nur am Tier viel kaputt machen,
ondern auch am Schiff. Es wäre ein Alptraum, wenn etwas mit dem Ruderblatt
der der Ruderanlage passieren würde. Für mich, und ich denke auch für die
nderen meiner Wache, war der heutige Morgen mit den Delphinen die uns
atsächlich vier Stunden mit ihrem Gesang begleitet haben, eine riesen
reude. Ich hätte noch Stunden zuhören können, hätte mich nicht irgendwann
ie Müdigkeit eingeholt.
Christina Böge
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