26.06.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Fair Winds
Schottland wir kommen! Die 24 Yachten des HSH Nordbank blue race blieben von
der ganz großen Flaute verschont. Nun geht es mit frischem Wind munter
weiter. „Outsider“ plant als erste Yacht die Zielankunft für das
Wochenende. Das Hauptfeld wird durch das wechselhafte Wetter wild gewürfelt
und das Zwischenergebnis offeriert täglich andere Sieger. „Grey Goose“ kann
endlich ihr Potential zeigen, während die zweite Startgruppe heranrauscht.
Newport/Hamburg, 26. Juni 2007 – Ein lustiges Bild zeigte der Race Tracker
der Transatlantikregatta heute Mittag. Wie eine Armada aufgereiht segelt das
Hauptfeld des HSH Nordbank blue race nebeneinander in Richtung Schottland.
Vorweg eilen die beiden Poweryachten „Outsider“ und „Chieftain“, aber das
Hauptfeld liegt erstaunlich nah beieinander. Auch die „HSH Nordbank“ sucht
langsam wieder Anschluss, nachdem sie einen Umweg einlegen musste, um die
verletzte Kerstin Tröger auf einen Rettungskreuzer der Küstenwache zu
übergeben. Die Hamburgerin überquerte den Atlantik unfreiwilligerweise mit
dem Flugzeug und landete am Dienstag wohlbehalten in Hamburg. Nun wird ihr
zweifach gebrochener Fußknöchel in der Heimat behandelt.
Die drei Maxis, die erst eine Woche später auf den Parcours durften, holen
derzeit von achtern nur mäßig auf, denn bisher konnten die Racer ihr
Potential noch nicht so richtig zeigen. Die drei „Großen“ haben den
Starkwind verpasst, der die Flotte des ersten Starts gleich zu Anfang
richtig voran geschoben hatte. Aber auch für „Parsifal III“, „Bon Bon“ und
„Rambler“ wird noch Rauschefahrt erwartet, denn der Wind holt endlich wieder
Luft. Bis zu 30 Knoten kann die theoretisch schnellste Yacht der Wettfahrt,
die „Rambler“ von Eigner George David dann segeln.
„Die letzten flehenden Rufe nach mehr Druck im Segel verstummen, der Wind
ist wieder zurück. Alle fahren ausnahmslos wenigstens so schnell, dass es
wieder beginnt, Spaß zu machen“, sagt Wetterexperte Menno Schrader aus Kiel.
„Den meisten Druck bekommt dabei vorab die „Outsider": 22 Knoten sind
Windstärke 6, das Ganze von der Seite mit einem Windeinfallswinkel von 100
Grad führt zu hohen Zahlen auf dem Tachometer: mit 15 bis 17 Knoten schießen
sie weiter in Richtung Fair Isle auf direktem Kurs“, so Schrader.
Bereits etwa 200 Seemeilen konnte Tilmar Hansen zwischen seine Elliott 52
und die auf dem Fuße folgende irische „Chieftain“, von Skipper Ger O’Rourke
bringen. Aber die Crew um den Kieler Admirals Cup Gewinner blickt nach
vorne. Noch gut 600 Meilen sind es für die „Outsider“ bis zur nächsten
Bahnmarke, dem „Skroo Lighthouse“ im Norden Schottlands. „Die zahmen Tage
der einstelligen Bootsgeschwindigkeiten scheinen erstmal wieder vorbei. Die
Logge klettert Richtung 13 Knoten. Gut zwei Tage trennen uns von dem ersten
„Land in Sicht", schreibt die Crew. „Nach der kleinen Verschnaufpause sind
wir alle gut gerüstet, das fire hosing (viel Wasser von vorne) zu beginnen.
Am Hauptschott klebt ein Zettel mit den Wetten auf die Zielankunft. Die
Spreize geht von Samstagvormittag bis Sonntagvormittag“, heißt es von Bord.
Gute Laune zeigt auch der Rest der Flotte. Die „Taonga“ von Jochen Clausen
aus Hamburg feierte sogar: „Bergfest. Jedenfalls haben wir heute um 18.00
UTC die Hälfte des Rennens bestimmt. Durchaus ausschlaggebend für den Termin
war auch die Tatsache, dass Henning's Geburtstag ohne unsere einzige
Rotweinflasche stattfinden musste, weil uns das Wasser in den Stiefeln
statt. Also her mit dem neuen Anlass. Man war das eine Party! Acht völlig
entwöhnte Männer und eine Flasche Antinori. Das Gekicher und Geschnatter.
Nur gut, dass dieser Erdenfleck noch nicht zum Kontrollgebiet unserer
eifrigen Wasserschutzpolizei gehört. Das hätte Knöllchen für Lachen ohne
Ankerball gegeben“, berichtet die Crew.
„Ein schneidiges Hallo von der Landstraße Atlantik!“, schickt auch die
jüngste Crew der Flotte von der „Norddeutschen Vermögen Hamburg“. „Seit
einigen Tagen reachen wir bei fast flachem Wasser unserem Ziel Fair Isle
entgegen. Heute hat uns zum ersten mal seit Tagen wieder ein nebelfreier
Sonnenaufgang begrüßt und den ersten Pottwal gab es auch zu sehen. In der
Nacht zuvor müssen wir schon einige andere dieser Gesellen passiert haben.
Es roch teilweise so muffig und nach vergammeltem Fisch, dass nur schlechter
Walatem dafür verantwortlich gewesen sein kann“, schreibt das Team um
Skipper Torsten Hilbert.
Das Hauptfeld, in dem auch die jüngste Crew segelt, liegt mittlerweile 500
Meilen hinter der führenden „Outsider“ und wird jetzt von Tobias König auf
seiner „Grey Goose“ angeführt. Die Swan 82 kann nach einigen technischen
Problemen mit der Hauptantriebsmaschine (Großsegel) endlich ihr Potential
voll ausschöpfen. „Seit heute morgen um 07.00 Uhr haben wir auch wieder
einen Gennaker (A1,5) oben, der uns mit nahezu Windgeschwindigkeit
vorantreibt. Immer noch mit einer nicht ganz optimalen Richtung, aber wir
machen Fahrt und müssen eben die uns genehme Richtung mit Manövern
bezahlen“, schreibt Martin Borkmann von der „Grey Goose“.
Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird unter
Mithilfe des New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue
race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg wurde am 16. Juni 2007 in
Newport (USA) gestartet.. Damit die Flotte zeitgleich in der Hansestadt
ankommt, haben sich die schnellen Maxiyachten in einer zweiten Startgruppe
am 23. Juni auf den Weg gemacht. Über den Atlantik führt die rund 3600
Seemeilen lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom
6. bis 15. Juli ein großes HSH Nordbank blue race Village die Segler sowie
alle Besucher empfängt. Das Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit
einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen.
Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der
Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Neben der HSH Nordbank als
Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie,
Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, sowie Holsten zu den
weiteren Partnern der Regatta. Als offizielle Charity wurde die Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.
Weitere Informationen, der Race Tracker, sowie Fotos des Events stehen Ihnen
im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kostenlos zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85
Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80
Mobil: +49 (0) 170 31 09 157
Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com
www.hsh-nordbank-blue-race.com
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