29.06.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Stürmische Zeiten
Sturmerprobt sind die Crews des HSH Nordbank blue race bereits. Jetzt heißt
es für den Großteil der Flotte: Wind und Welle von vorne. Während „Rambler“
und „Bon Bon“ mit stürmischen Winden von achtern anrauschen, liegt das
Hauptfeld auf der Nordseite des Tiefs und kämpft gegen kräftigen Ostwind an.
Nur „Outsider“ hat bereits Kurs Cuxhaven anliegen und wird in der Nacht auf
Sonntag erwartet.
Newport/Hamburg, 29. Juni 2007 – Angekündigt hat es sich schon länger – es
wird wieder stürmisch. Alle Crews sind vorgewarnt, die Schiffe vorbereitet.
Vor allem die Yachten an der Südflanke des Sturmtiefs müssen mit viel Wind
rechnen. „Rambler“ und „Bon Bon“ sitzen hier drin: sie werden von Westwind
Stärke acht bis neun (35-40 Knoten) und Böen bis Stärke zehn über den Ozean
getrieben.
“Wir hatten es mit massiven Wellen und Wind bis 57 Knoten zu tun in den
vergangenen 24 Stunden”, schreibt Ken Read von Bord der „Rambler“. Mit
dreifach gerefftem Groß und dem ganz kleinen Vorsegel hat Wachführer Chris
Nicholson den Speedrekord auf 40 Knoten gesetzt. Das Schlimmste ist jetzt
vorbei, glaubt die Crew. „Aber der Wind wird noch länger über 30 Knoten
wehen, es ist ziemlich wild hier draußen. Wir sind in den vergangenen zwölf
Stunden nicht wirklich im Regattamodus gefahren, haben nur versucht heil
durchzukommen. Aber es geht uns allen gut!“, erzählt der Skipper des
amerikanischen Racers. „George David (der Eigner) wollte einen
Nordatlantiksturm live erleben – dass er so heftig ausfallen würde, hatte
keiner von uns geplant“, so Read.
„Auch die „HSH Nordbank“ hat den stürmischen Wind zu fassen. Die Crew reitet
raumschots die Wellenberge ab. Bereits morgen Nachmittag lässt der Wind auf
Stärke sechs, in Böen acht nach, da wird man schon wieder ordentlich Spaß an
diesem Ritt verspüren, auch weil viele Meilen gegen die anderen Yachten gut
gemacht werden“, meint Meteorologe Meeno Schrader aus Kiel.
Die Nordseite des Tiefs, auf der fast alle anderen Schiffe liegen, zeigt
sich etwas moderater. Bequemer ist es deswegen aber noch lange nicht, denn
Wind und Welle kommen von vorne. In den nächsten 24 Stunden geht das so
weiter. Erst dann lässt der Wind bei langsamer Drehung auf Ostnordost bis
Nordost ganz langsam aber sicher nach.
Heiko Tornow, Skipper und Eigner der X-482 „Luv“ schreibt: “Wir bereiten uns
auf einen Sturm vor. In 24 Stunden gibt’s ganz besonders schnelle Luft.
Windgeschwindigkeiten bis zur Stärke neun bis zehn Beaufort sind
vorhergesagt. Schluss mit lustig. Bei solchem Wetter lassen die
Seebäderschiffe ihre Gäste lieber auf Helgoland sitzen. Aber wir segeln
genau hinein in dieses Sturmtief. Strafverschärfend wird hinzukommen, dass
uns der Wind und der ihn begleitende heftige Dauerregen genau ins Gesicht
blasen werden“, so Tornow.
Die Crew der „Haspa Hamburg“ hat genug vom ruhigen Bordleben: „Der Wind soll
die Tage noch zunehmen und ganz ehrlich, wir freuen uns darauf. Die letzten
Tage waren ein wenig anstrengend, aber jetzt bringt es wieder eine Menge
Spaß. Die Bewegungen unter Deck sind wieder anstrengender und man braucht
für alles wesentlich mehr Zeit. Da auf Grund des heftigen Regens der letzten
Stunden, alles recht nass unter Deck ist, rutscht man zusätzlich noch
ordentlich umher. Hier betätigt man Muskeln, von denen man nicht einmal
wusste, dass es diese gibt“, so Christina Böge von Bord.
Während die meisten der teilnehmenden Yachten des HSH Nordbank blue race
noch anstrengende Zeiten vor sich haben, rutscht die schnelle „Outsider“ von
Tilmar Hansen bereits mit Rückenwind dem Ziel entgegen. In der Nacht auf
Freitag rundete die Crew mit ihrer Elliott 52 bereits die Wendemarke „Fair
Isle“ auf der das „Skroo Lighthouse“ als Wegepunkt steht. Vorrausichtlich in
der Nacht auf Sonntag erreicht die „Outsider“ dann als erstes Schiff das
Ziel in Cuxhaven und wird anschließend zum großen Empfang in Hamburg
erwartet. Spannend wird es aber schon in der Elbmündung, wenn neben Familie
und Freunden auch der Rettungskreuzer der DGzRS „Hermann Helms“ die erste
Yacht mit Wasserfonteinen empfängt. An Land wird die Crew vom
Organisationsteam des HSH Nordbank blue race, von ihrem persönlichen Liaison
Officer, sowie der Seglervereinigung Cuxhaven im Steubenhöft empfangen.
Die irische Yacht „Chieftain“ liegt knapp 300 Meilen hinter „Outsider“ und
berichtet davon, an der Heimat vorbeizusegeln: „Heute ist Tag 13 und Irland,
die Heimat von „Chieftain“ liegt verlockende 30 Meilen entfernt – fast nah
genug um das Guinness und die guten Kartoffeln zu riechen“, berichtet Kelvin
Trautmann. „Hamish Oliphant (Navigator) hat allerdings anderes als irischen
Köstlichkeiten im Kopf, versucht er doch, seit Tagen den richtigen Weg durch
diese Flautenlöcher zu finden“, heißt es von Bord. Die irische Yacht vom Typ
Cookson 50 wird Anfang der Woche als zweite Yacht im Ziel erwartet.
HSH Nordbank blue race - Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV)
initiierte Regatta wird unter Mithilfe des New York Yacht Club (NYYC)
ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach
Hamburg wurde am 16. Juni 2007 in Newport (USA) gestartet. Damit die Flotte
zeitgleich in der Hansestadt ankommt, haben sich die schnellen Maxiyachten
in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg gemacht. Über den
Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um
Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juli ein großes HSH
Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das
Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß
(12,20 Meter) offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von
Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Neben der HSH Nordbank als
Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie,
Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, sowie Holsten zu den
weiteren Partnern der Regatta. Als offizielle Charity wurde die Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.
Planung der Ankunft in Cuxhaven: Das Race Committee und auch das Media Team
werden ab Freitagabend (29. Juni) auf Standby in Cuxhaven Stellung beziehen.
Wenn Sie zum Zieleinlauf des ersten Schiffes in Cuxhaven dabei sein möchten,
unterstützen wir Sie gerne. Das Pressebüro, der Anleger für die Yachten und
vor allem die Ziellinie befindet sich am Steubenhöft (Lenzkai, Cuxhaven).
Für einen Platz auf einem Presseboot bitten wir um Anmeldung.
Weitere Informationen, der Race Tracker, sowie Fotos des Events stehen Ihnen
im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kostenlos zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Aktuelles TV-Material ist kostenfrei bei ZAG-media erhältlich, Tel. +49 040
/429 49910, www.zag-media.de.
Pressekontakt HSH Nordbank blue race Pressekontakt Cuxhaven
Mareike Guhr Stephanie Zwilling
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85 Tel: +49 (0)
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